Cluster-Kopfschmerz

Symptome

Bei dieser Form des Kopfschmerz wechseln sich Phasen mit täglichen Kopfschmerzanfällen ab mit anfallsfreien Phasen, die durchschnittlich zwischen 4 und 12 Wochen dauern. Der Begriff "Cluster" (engl. Büschel, Anhäufung) bezieht sich auf das gehäufte Auftreten der Kopfschmerzen innerhalb weniger Tage. Insbesondere im Frühjahr und im Herbst treten die Kopfschmerzphasen verstärkt auf. Zwischen 10 und 20 Prozent der Cluster-Kopfschmerz-Patienten leiden ständig, ohne längere Unterbrechung, an den Schmerzanfällen.
Charakteristische Symptome des Cluster-Kopfschmerz sind:

  • Einseitiger extrem starker stechender Schmerz, der manchmal von dem Gefühl begleitet wird, ein glühendes Messer würde ins Auge gestoßen.
  • Die einzelnen Schmerzanfälle dauern zwischen 15 Minuten und 3 Stunden
  • Häufig treten die Attacken immer zur gleichen Tages- oder Nachtzeit auf.
  • Häufige, aber nicht unbedingt immer vorhandene Begleiterscheinungen sind: Augenrötung, Tränenfluss, Nasenrinnen auf einer Seite, das Gefühl einer verstopften Nase und ein herabhängendes oder angeschwollenes Augenlid.

Betroffen sind von dieser Kopfschmerzform vor allem Männer zwischen 30 und 50 Jahren.

Ursachen und Auslöser

Die genauen Ursachen des Cluster-Kopfschmerzes sind unbekannt. Folgende Erklärungsansätze werden momentan untersucht:

  • Die Kopfschmerzattacken werden durch eine Funktionsstörung im Zwischenhirn (Hypothalamus) ausgelöst. Für diese Annahme spricht das zeitgebundene Auftreten der Attacken, denn das Zwischenhirn steuert die Biorhythmen.
  • Da gefäßerweiternde Stoffe wie Alkohol und Histamin bei den Betroffenen eine Kopfschmerzattacke auslösen können, lässt sich vermuten, dass der Urprung für die Cluster-Kopfschmerzen in Zuammenhang mit den Blutgefäßen steht.
  • Ein weiteres Erklärungsmodell geht von einer Entzündung der Augenvenen oder einer Blutsammelstelle hinter den Augen, dem Sinus carvenosus, aus. Dadurch, dass der Blutabfluss in diesem Bereich gestört ist, kommt es zu einer Druckerhöhung, wodurch Nervenfasern geschädigt werden. Für diese Annahme spricht, dass sich diese Beeinträchtigungen an den Nervenfasern während des gehäuften Auftretens der Kopfschmerzen nachweisen lassen.
  • Möglicherweise sind auch biochemische Veränderungen von Botenstoffen verantwortlich für das Auftreten des Cluster-Kopfschmerz.

Cluster-Kopfschmerzen vorbeugen

Während einer Kopfschmerzphase müssen Betroffene Attackenauslöser, insbesondere Alkohol und Nikotin vermeiden. Aufgrund der Schmerzstärke sollte eine vorbeugende Behandlung mit Medikamenten überlegt werden.
Zum Einsatz kommen vor allem Ergotamintartrat, Cortison, Kalziumantagonisten, Lithium und Valproat.

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