Laut Prof. Olf Herbarth vom Umweltforschungszentrum in Leipzig sind Wohnungen in Deutschland immer stärker mit Allergie auslösenden Stoffen belastet. Besonders die Belastung durch Schimmelpilze nehme zu, da die modernen Fenster keine ausreichende Belüftung zulassen.

Daher reicht zwei- bis dreimal tägliches Lüften nicht aus, um Schimmel in Wohnungen verlässlich vorzubeugen. Am besten wäre es, alle zwei Stunden die komplette Luft auszutauschen. Empfohlen wird, lieber öfter und kurz die Fenster zu öffnen als nur einmal täglich über einen langen Zeitraum. Besonders effektiv ist das so genannte Querlüften, da dabei ein Durchzug entsteht, der relativ schnell die verbrauchte Luft austauscht. Besonders wichtig ist die frische Luft morgens, nach dem Duschen, während des Kochens, nach dem Mittagessen und vor dem Schlafengehen.

Allergiker müssen besonders gut lüften

Hausstaubmilben- und Schimmelpilz-Allergiker sollten zur Herbst- und Winterzeit besonderes Augenmerk auf den regelmäßigen Luftaustausch legen. Denn im Staub, den die Heizungsluft aufwirbelt, sind zahlreiche Milben und Sporen enthalten. Beim Kauf von Möbeln, Teppichen und Gardinen sollte an die Luftqualität gedacht, und es sollten schadstoffarme Produkte ausgewählt werden.

(aus: Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 33, 3 – 2005)