Das wichtigste über SARS-CoV-2

Themen
Das SARS-Coronavirus-2
Übertragung, Inkubationszeit
COVID-19-Symptome
Impfempfehlungen der STIKO (Stand 9. Juli 2026)
Wie gefährlich ist eine Infektion mit SARS-CoV-2?
Wer hat ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf?
Verhaltensregeln um sich und andere zu Schützen
Das SARS-Coronavirus-2
Coronaviren können sowohl Menschen als auch Tiere infizieren, wie z. B. Vögel und Säugetiere. Bei Menschen können sie leichte Erkältungssymptome hervorrufen, aber auch ein schweres, manchmal tödlich verlaufendes akutes Atemwegssyndrom, wie die Krankheiten MERS (Middle East Respiratory Syndrome) oder SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome).
SARS-CoV-2 ist ein neues Coronavirus, was wahrscheinlich wie SARS und MERS, von Tieren auf den Menschen übersprüngen ist. Die durch SARS-CoV-2 hervorgerufene Erkrankung wird Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) genannt. Nach der ersten Infektion eines Menschen mit SARS-CoV-2 in Wuhan/China 2019 hat sich das Virus in wenigen Monaten weltweit ausgebreitet und führte zu mehreren Wellen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte die pandemische Situation zwischen 30.1.2020 und Mai 2023 als internationalen Gesundheitsnotfall (PHEIC) ein. Ende der Pandemie: Am 5.5.2023 hob die WHO den globalen Gesundheitsnotstand auf. Das Virus ist in der menschlichen Population endemisch geworden, es zirkuliert weiterhin weltweit. Es entwickeln sich stets neue Virusvarianten (Alpha, Delta, Omikron etc.) mit teils veränderten Übertragungs- und pathogenen Eigenschaften.
Übertragung, Inkubationszeit
Die Übertragung des Virus erfolgt hauptsächlich über das Einatmen virushaltiger Partikel meist über kurze Distanz (ca. 1,5 m), die von infektiösen Personen z. B. beim Husten oder Niesen in Form von Tröpchen / Aerosole abgegeben werden. Weitere Übertragungswege (fäkal-oral, Schmierinfektion über kontaminierte Oberflächen) können nicht ausgeschlossen werden.
Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zur Ausbildung erster Symptome) beträgt bei der Omikron-Variante ca. dei Tage (Spannweite 1-12 Tage).
COVID-19-Symptome
COVID-19 zeigt sich in erster Linie als eine akute Atemwegserkrankung mit Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen und Luftnot. Bei schweren Verläufen kann sich eine Lüngenentzündung entwickeln.
Darüberhinaus können weitere Organe mit spezifischen Symptomen betroffen werden:
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfälle
- Neurologische Symptome, wie Kopfschmerzen, Riech- und Geschmacksstörungen, Schwindel und Verwirrtheit. Zudem neuropsychiatrische Krankheitsbilder, (Meningo-)Enzephalopathien, Schlaganfälle, Guillain-Barré-Syndrom und Verschlechterung bestehender neurologischer Erkrankungen
- Herz-Kreislauf-Symptomatik, (Peri-)Myokarditis (Herzbeutel- / Herzmuskel-Entzündung), Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen
- Gerinnungssystem: thromboembolische Ereignisse, Blutungen, Gerinnungen in den Blutbahnen (disseminierte intravasale Koagulopathie, DIC)
- Nierenfunktionsstörungen
- Hautmanifestationen vielgestaltiger Art, wie z.B. masernähnlicher Ausschlag, Papeln, Rötungen, Hautbläschen
Wie gefährlich ist eine Infektion mit SARS-CoV-2?
In den ersten beiden Wellen, die in Deutschland von Anfang 2020 bis Anfang 2021 andauerten, traten die meisten Erkrankungen bei unter 60-jährigen auf, die meisten tödlichen Erkrankungen ereigneten sich in der älteren Bevölkerung. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen lag bei über 80 Jahren. Etwa drei Prozent der insgesamt in dieser Zeitraum gemeldeten Fällen verstarb. Bei den ab 60-Jährigen etwa 12%, in der Altersgruppe der unter 60-jährigen Erwachsenen etwa 0,15% und bei den 0- bis 14-jährigen Kindern 0,01%.
In den drei Pandemiejahren 2020, 2021 und 2022 sind in Deutschland rund 161.500 Menschen mit laborbestätigtem Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion in Verbindung mit COVID-19 gestorben.
Deutschland:
Die ersten Impfstoffe standen Ende 2020 zur Verfügung, bis Februar 2022 war drei Viertel der Bevölkerung grundimmunisiert. Die Kombination durch Impfung und Infektion erworbener Immunität in der Bevölkerung hat dazu geführt, dass inzwischen deutlich weniger schwere Verläufe und Langzeitfolgen (wie Long/Post-COVID) auftreten als noch in den Jahren 2020 und 2021.
Für die nahe Zukunft rechnen Experten, dass weitere Verbreitungswellen auftreten, möglicherweise auch noch außerhalb der Herbst-/Wintersaison. Schwere Verläufe werden vermutlich auch zukünftig vor allem bei älteren Personen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie z.B. des Immunsystems, der Atmungsorgane und des Herz-/Kreislaufsystems auftreten.
Wer hat erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf?
Schwere Verläufe können auch bei jüngeren Personen und bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten.
Erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben:
- ältere Personen ab etwa 60 Jahren, stetig steigendes Risiko
- Personen Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z.B. Cortison)
- Menschen mit chronischen Vorerkrankungen:
- des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
- der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis)
- Patienten mit chronischen Leberer- oder Nierenerkrankungen
- Patienten mit Diabetes
- mit chronischen neurologischen Erkrankungen
- Menschen, die in Pflegeeinrichtungen leben
Impfempfehlungen der STIKO
Stand 9. Juli 2026
Die Ständige Impfkommission hat die COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert
Die STIKO hat ihre COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert und diese an die aktuelle epidemiologische Situation und den Immunstatus in der Bevölkerung angepasst. Die bisherige Empfehlung zum Erlangen der Basisimmunität für die erwachsene Bevölkerung entfällt. Ein Großteil der erwachsenen Bevölkerung ist durch vielfältige Antigenkontakte ausreichend gut vor schweren COVID-19-Erkrankungen geschützt. Dies gilt auch für gesunde Schwangere. Zukünftig gilt die Standardimpfempfehlung im Alter von ≥ 75 Jahren. Die Indikationsimpfempfehlung gilt weiterhin für viele Grunderkrankungen. Neu ist die Impfempfehlung für Personen mit Langzeitfolgen nah COVID-19.
Die jährliche Impfung soll (einmalig pro Saison) bevorzugt mit dem Beginn der Saison im Spätsommer/Frühherbst durchgeführt werden. Bei der Impfung soll zwischen nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion oder der letzten COVID-19-
Impfung möglichst ein Mindestabstand von 6 Monaten eingehalten werden.
Jährliche Auffrischimpfungen im Herbst für Personen mit erhöhtem Risiko:
- Personen im Alter ≥75 Jahre
- Bewohner und Bewohnerinnen in Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
- Personen im Alter von ≥ 6 Monaten bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf infolge einer Grunderkrankung. Kinder im Alter zwischen 6 Monaten bis ≤ 5 Jahren mit einer Impfindikation (s. o.), die zum ersten Mal gegen COVID-19 geimpft werden und noch keine nachgewiesene SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen einmalig eine Grundimmunisierung gemäß Fachinformation erhalten, die je nach Impfstoff aus 2 bzw. 3 Impfstoffdosen besteht.
- Schwangere bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsassoziierter Komplikationen (z. B. Gestationsdiabetes, Hypertonie) ab dem 2. Trimenon.
"Bei Schwangeren soll laut STIKO i. d. R. kein Spikevax- oder Nuvaxovid-Produkt verwendet werden. Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Nuvaxovid bei Schwangeren vor. Auch wenn keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fötale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung vorliegen, sollte der Impfstoff Nuvaxovid nur in Einzelfällen erwogen werden (z. B. wenn eine produktspezifische medizinische oder sonstige Kontraindikation gegen mRNA-Impfstoffe besteht)." RKI - Personal in Pflegeeinrichtungen mit direktem Kontakt zu Bewohnerinnen und Bewohner
- Medizinisches Personal mit einem erhöhten tätigkeitsbezogenen Infektionsrisiko für SARS-CoV-2 (z. B. Medizinische Notaufnahme, Intensivstation etc.)
- Medizinisches Personal, das Risikopatientinnen oder -patienten betreut (als Risikopersonen gelten hierbei Personen mit den unten aufgeführten Grunderkrankungen)
- Familienangehörige und enge Kontaktpersonen ab dem Alter von 6 Monaten von Personen, bei denen durch eine COVID-19-Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist.
Personen, die zu den oben genannten Risikogruppe gehören, können auf die Auffrischimpfung verzichten, wenn sie immungesund sind und sich im Laufe des Jahres mit SARS-CoV-2 infiziert haben.
Grundkrankheiten mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf z. B.:
- Chronische Erkrankungen der Atmungsorgane (z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung [COPD])
- Chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen
- Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen
- Adipositas (BMI ≥30)
- Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS), wie z. B. chronische neurologische Erkrankungen, Demenz oder geistige Behinderung, psychiatrische Erkrankungen oder zerebrovaskuläre Erkrankungen
- Syndromale Erkrankungen (z. B. Trisomie 21)
- Angeborene oder erworbene Immundefizienz (z. B. Human Immunodeficiency Virus-(HIV-)Infektion, chronisch-entzündliche Erkrankungen unter relevanter immunsupprimierender Therapie, Z. n. Organtransplantation)
- Maligne neoplastische Krankheiten
- Schwangerschaftskomplikationen (z. B. Gestationsdiabetes, Hypertonie)
- Langzeitfolgen nach COVID-19 (z. B. Long- oder Post-COVID bzw. Postakutes Infektionssyndrom [PAIS])
Verhaltensregeln um sich und andere zu schützen
Händewaschen: Die Hände sind die häufigsten Überträger von ansteckenden Infektionskrankheiten. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen schützt!
Richtig Husten und Niesen: Beim Husten oder Niesen sollte man mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen. Niesen oder husten sollten Sie in ein Papiertaschentuch, was anschließend in einen Mülleimer (mit Deckel) geworfen wird. Falls Sie kein Taschentuch haben, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.
Auch nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
Erstellt am 27.02.2020, aktualisiert am 14.07.2026
Quellen:
- STIKO: Beschluss zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung der STIKO und zum Wegfall der Empfehlung zur Erlangung einer Basisimmunität; Epidemiologisches Bulletin 28/2026 von 9. Juli 2026
- RKI-Ratgeber-COVID-19
- RKI COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Gesamtstand: 21.01.2025
