Erreger

Humane Papillomviren (HPV) sind kleine DNA-Viren; man kennt über 100 verschiedene Typen.

Die Viren sind von Mensch zu Mensch übertragbar. Sie infizieren die Zellen von Haut und Schleimhäuten und können mit Hilfe ihrer Erbinformationen Veränderungen in diesen Zellen hervorrufen: Meist sind dies gutartige Tumore in Form von Warzen, Papillomen (Haut- bzw. Schleimhautwucherung) oder Kondylomen (Feigwarzen), die sich häufig – aufgrund der Immunabwehr – spontan zurückbilden. Verantwortlich für solche Erkrankungen sind die so genannten Low-Risk-Typen (Niedrig-Risiko-Typen).

Allerdings gibt es auch HPV-Typen (dabei sind an erster Stelle die Typen 16 und 18 zu nennen), die bösartige Tumore verursachen können (High-Risk-Typen). Wenn diese Viren über lange Zeit in den Körperzellen bleiben (persistieren), die Infektion also nicht vom Immunsystem beseitigt wird, kann die Virus-DNA in die körpereigene Erbinformation integriert werden. Die Zellen entarten dann unter den „Befehlen“ der Viren, und es können sich Jahre nach der eigentlichen Virusinfektion Gebärmutterhalskrebs oder andere Tumore entwickeln.

Infektionen mit HPV im Genitalbereich sind im Übrigen sehr weit verbreitet. Es ist die häufigste sexuell übertragbare, durch Viren verursachte Erkrankung und wahrscheinlich die häufigste „Geschlechtskrankheit“ überhaupt. Die Wahrscheinlichkeit, sich im Laufe seines Lebens mindestens einmal mit HPV zu infizieren, liegt schätzungsweise zwischen 75 und 90 Prozent.