FSME - Risikogebiete

FSME-Risiko in Deutschland

Das Risiko, durch einen Zeckenstich mit dem FSME-Virus infiziert zu werden, besteht nur in bestimmten Regionen Deutschlands, den FSME-Risikogebieten. Wesentliche Risikogebiete in Deutschland liegen in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen sowie im südlichen Thüringen und Sachsen.

FSME-Risikogebiete in Deutschland - Stand Februar 2020

  • Bayern 91 (von 96) Kreise, insbesondere Teile der Oberpfalz und des Bayrischen Waldes, Niederbayern entlang der Donau ab Regensburg (besonders Region Passau) sowie entlang einiger Nebenflüsse, Teile Ober- und Unterfrankens.
    Kein FSME-Gebiet in Bayern sind: SK Augsburg, LK Dillingen a. d. Donau, LK Fürstenfeldbruck, SK München, SK Schweinfurt
  • Baden-Württemberg das gesamte Bundesland ausser SK Heilbronn.
  • Hessen 9 Kreise: LK Bergstraße, LK Darmstadt-Dieburg, SK Darmstadt, LK Groß-Gerau, LK Main-Kinzig, LK Odenwald, LK Marburg- Biedenkopf und der Stadt- und Landkreis Offenbach.
  • Rheinland-Pfalz der Landkreis Birkenfeld.
  • Saarland der Landkreis Saarpfalz.
  • Thüringen 11 Kreise: die Landkreise Hildburghausen, Saale-Holzland, Saale-Orla, Saale-Rudolstadt, Sonneberg, Greiz und Ilm sowie die Stadtkreise Gera, Jena und Suhl und ein zusätzlicher Kreis: LK Schmalkalden-Meiningen
  • Sachsen 7 Kreise: die Landkreise Vogtland, Erzgebirgskreis, Bautzen, Zwickau und LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und 2 zusätzliche Kreise: SK Dresden, LK Meißen
  • Niedersachsen der Landkreis Emsland.

In folgenden Bundesländern sind vereinzelt FSME-Erkrankungen gemeldet worden: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein. Die zuständigen Gesundheitsämter können über das Risiko Auskunft geben.

Liste der FSME-Gebiete in Deutschland: Hier sind alle Namen der betroffenen Stadt- und Landkreise einzeln aufgeführt.

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FSME-Risiko in Europa und außerhalb Europas

Es gibt drei Subtypen des FSME-Virus. In Deutschland kommt der sogenannte zentraleuropäische Subtyp vor. Daneben gibt es auch einen fernöstlichen und einen sibirischen Subtyp, die innerhalb Europas im baltischen Raum und an der finnischen Küste sowie im asiatischen Raum vorkommen. Bei Reisen außerhalb Deutschlands sollte bedacht werden, dass Infektionen mit dem fernöstlichen und dem sibirischen Subtyp schwerwiegendere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können.

Man kann davon ausgehen, dass die hierzulande übliche Impfung vor allen drei Subtypen des FSME-Erregers schützt.

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FSME-Risikogebiete in der EU

Die meisten Erkrankungen per 100.000 Einwohner gab es 2018 (Stand Dez. 2019) in den folgenden EU-Länder:

Lettland, Slowenien, Tschechische Republik, Estland, Littauen, Finnland, Slowakische Republik, Schweden, Österreich.

Kein FSME-Ri­si­ko besteht auf der Iberischen Halbinsel, im Vereinigten König­reich, Irland, Frankreich, in den Benelux-Ländern, in Rumänien, in Bulgarien, in Italien und in Griechenland.

Mehr Information über FSME in Europa finden Sie auf den Seiten der European Centre for Disease prevention and Control ECDC.

FSME-Endemiegebiete außerhalb Europas

Vor allem aus Sibirien, dem Ural, der Mongolei, den nordöstlichen Teilen Chinas sowie dem Norden Japans werden regelmäßig FSME-Fälle gemeldet.


Erstellt am 1.12.2018    Aktualisiert am 03.06.2020


Quellen:

  1. Robert Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin 8/2020
  2. Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG), Stand 2020: Flugmedizin Tropenmedizin Reisemedizin - Hinweise und Empfehlungen zu Reiseimpfungen
  3. ECDC Thick-borne encephalitis Annual Epidermiological Report for 2018

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