FSME - Risikogebiete

FSME-Risiko in Deutschland

Das Risiko, durch einen Zeckenstich mit dem FSME-Virus infiziert zu werden, besteht nur in bestimmten Regionen Deutschlands, den FSME-Risikogebieten. Wesentliche Risikogebiete in Deutschland liegen in Baden-Württemberg, Bayern sowie im südlichen Hessen und Thüringen.

Risikogebiete sind (Stand Februar 2019) in

  • Bayern 91 (von 96) Kreise, insbesondere Teile der Oberpfalz und des Bayrischen Waldes, Niederbayern entlang der Donau ab Regensburg (besonders Region Passau) sowie entlang einiger Nebenflüsse, Teile Ober- und Unterfrankens.
  • Baden-Württemberg das gesamte Bundesland.
  • Hessen die Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, der Stadtkreis Darmstadt, die Landkreise Groß-Gerau, Main-Kinzig, Odenwald, Marburg- Biedenkopf und der Stadt- und Landkreis Offenbach.
  • Rheinland-Pfalz der Landkreis Birkenfeld.
  • Saarland der Landkreis Saarpfalz.
  • Thüringen die Landkreise Hildburghausen, Saale-Holzland, Saale-Orla, Saale-Rudolstadt, Sonneberg, Greiz und Ilm sowie die Stadtkreise Gera, Jena und Suhl.
  • Sachsen die Landkreise Vogtland, Erzgebirgskreis, Bautzen, Zwickau und LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
  • Niedersachsen der Landkreis Emsland.

In folgenden Bundesländern sind vereinzelt FSME-Erkrankungen gemeldet worden: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein. Die zuständigen Gesundheitsämter können über das Risiko Auskunft geben.

Liste der FSME-Gebiete in Deutschland: Hier sind alle Namen der betroffenen Stadt- und Landkreise einzeln aufgeführt.

FSME-Risiko in Europa und außerhalb Europas

Es gibt drei Subtypen des FSME-Virus. In Deutschland kommt der sogenannte zentraleuropäische Subtyp vor. Daneben gibt es auch einen fernöstlichen und einen sibirischen Subtyp, die innerhalb Europas im baltischen Raum und an der finnischen Küste sowie im asiatischen Raum vorkommen. Bei Reisen außerhalb Deutschlands sollte bedacht werden, dass Infektionen mit dem fernöstlichen und dem sibirischen Subtyp schwerwiegendere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können.

Man kann davon ausgehen, dass die hierzulande übliche Impfung vor allen drei Subtypen des FSME-Erregers schützt.

FSME-Endemiegebiete im europäischen Ausland

Estland, Finnland, Kroatien, Lettland, Litauen, Österreich, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, die Ukraine und Ungarn

Sehr geringe Bedeutunghat FSME in Frankreich, Griechenland, Italien und Dänemark, wo nur kleine Naturherde vorhanden sind oder das Risiko insgesamt gering ist.

Kein FSME-Ri­si­ko besteht auf der Iberischen Halbinsel, im Vereinigten König­reich und in den Benelux-Ländern.

FSME-Endemiegebiete außerhalb Europas

Vor allem aus Sibirien, dem Ural, der Mongolei, den nordöstlichen Teilen Chinas sowie dem Norden Japans werden regelmäßig FSME-Fälle gemeldet.


Erstellt am 1.12.2018    Aktualisiert am 18.2.2019


Quellen:

  1. Robert Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin 7/2019
  2. Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG), Stand 2018: Hinweise und Empfehlungen zu Reiseimpfungen