Auch Kinder mit Allergie sollen geimpft werden, empfiehlt das „Aktionsbündnis Allergieprävention (abap)“. In seinen Empfehlungen heißt es dazu wörtlich: „Die Eltern sollen erfahren, dass auch allergiegefährdete Kinder und Kinder mit allergischen Erkrankungen im erscheinungsfreien Intervall nach den Richtlinien der STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut) geimpft werden sollen.“

Allergien nehmen zu, vor allem bei Kindern. Ursache sind jedoch eindeutig nicht die Impfungen, wie oftmals behauptet. Dazu ein Beispiel: In der DDR wurden viel mehr Kinder geimpft als in Westdeutschland. Zahlreiche Untersuchungen haben aber gezeigt, dass Allergien dort sehr viel seltener waren als in der damaligen Bundesrepublik. Nach 1989 wurde auch in der ehemaligen DDR weniger geimpft, gleichzeitig nahmen Allergien deutlich zu.

Allergien sprechen also nicht gegen eine Impfung. Kinder mit Allergie sind durch Infektionskrankheiten genauso gefährdet wie gesunde. In bestimmten Fällen werden allergiekranken Kindern sogar weitere Impfungen ausdrücklich empfohlen, wie etwa die Impfung gegen Windpocken für Kinder mit schwerer Neurodermitis. Wegen der Kratzwunden sollten sie außerdem möglichst früh gegen Tetanus und Hepatitis B geimpft werden.
Weitere Informationen finden Sie unter dem Stichwort „Impfungen bei Neurodermitis“.

(Tipp der Woche vom 13. August 2002)