Impfstoffe und Impfstoffsicherheit

Impfstoffe

Lebendimpfstoffe
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Impfstoffen: Lebend- und Totimpfstoffe. Lebendimpfstoffe enthalten abgeschwächte, vermehrungsfähige Impfkeime, zumeist Viren. Sie können die Erkrankung selbst nicht auslösen. Eventuell treten nach einer Lebendimpfung dennoch leicht Krankheitssymptome auf („Impfkrankheit“), wie beispielsweise ein masernähnlicher Ausschlag nach einer Masern- bzw. Masern-Mumps-Röteln-Impfung. Lebendimpfstoffe werden meist nur 1 bis 2 Mal gegeben und müssen nur selten aufgefrischt werden.
Zu den Lebendimpfstoffen gehören z. B. die Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Gelbfieber.

Totimpfstoffe
Totoimpfstoffe enthalten entweder komplette, abgetötete Viren oder Bakterien oder nur bestimmte, für die Schutzwirkung relevante Bestandteile der Erreger. Totimpfstoffe werden meist mehrfach gegeben und müssen regelmäßig aufgefrischt werden.
Zu den Totimpfstoffen gehören z. B. die Impfstoffe gegen Tetanus, Diphtherie, Influenza, Keuchhusten, Pneumokokken und Meningokokken.

Impfstoffsicherheit

Impfstoffe gehören zu den sichersten Arzneimitteln, die wir haben. Bevor ein Impfstoff auf den Markt kommt, muss er ein umfassendes Zulassungsverfahren durchlaufen, entweder in Deutschland oder bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA. In Deutschland wird zudem im Rahmen der so genannten staatlichen Chargenprüfung jede einzelne Impfstoff-Charge geprüft. Außerdem überprüfen Mediziner des Paul-Ehrlich-Instituts auch nach der Zulassung weiterhin die Verträglichkeit der Impfstoffe.

Die Anforderungen an die Sicherheit von Impfstoffen sind höher als etwa an Arzneimittel zur Behandlung schwer erkrankter Personen. Denn es sind in der Regel gesunde Kinder, Jugendliche und Erwachsene, welche geimpft werden.