Humane Papillomviren (HPV)

Humane Papillomviren (HPV) sind weltweit stark verbreitet. Sie infizieren Haut- oder Schleimhautzellen und verursachen gutartige, aber auch bösartige Tumoren. Die Viren werden durch direkten oder indirekten Haut- und Schleimhautkontakt – vornehmlich beim Geschlechtsverkehr – übertragen.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 4.500 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs, fast 1.500 sterben daran. Auch andere Tumoren, z. B. Kopf-Halstumore sowie Krebserkrankungen an Penis und After, werden durch HPV ausgelöst. Ein weiteres durch HPV verursachtes Krankheitsbild sind Genitalwarzen. Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen, vor allem junge Menschen.

Seit mehr als zehn Jahren existiert eine Impfung, die vor den wichtigsten Virustypen schützen kann. Da ein Schutz gegen HPV nicht mehr erreicht werden kann, nachdem es bereits zu einer HPV-Infektion gekommen ist, sollte die Impfung möglichst vor Aufnahme erster sexueller Kontakte durchgeführt werden.

Nach den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) sollen daher alle 9- bis 14-jährigen Mädchen und Jungen 2 Mal geimpft werden.

Sind Mädchen und Jungen in diesem Alter nicht geimpft worden, soll die Impfserie bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden. Dabei gilt: Ab dem Alter von 15 Jahren und älter sind 3 Impfstoffdosen notwendig, der Abstand zwischen den einzelnen Impfungen variiert dann je nach verwendetem Impfstoff ein bisschen.

Im Jahr 2008 ging der Nobelpreis für Medizin an Prof. Dr. Harald zur Hausen für seine Entdeckung der Humanen Papillomviren als Erreger von Gebärmutterhalskrebs.

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