Zecken (Holzbock) sind für viele Menschen eklige Tierchen - nicht ohne Grund, können sie doch auch Überträger äußerst unangenehmer Krankheiten sein.

Borrelioseist die häufigste in Europa durch Zecken übertragene Erkrankung. Diagnose und Behandlung sind, wenn sie nicht frühzeitig erfolgen, oftmals schwierig.
Es kann zu chronischen Verläufen mit starken Gelenkbeschwerden und fortschreitenden neurologischen Veränderungen kommen. Zudem können in schweren Fällen Entzündungen von Herzmuskel und Hirnhäuten sowie Lähmungen auftreten.

Die Gefahr, an Lyme-Borreliose zu erkranken, wird oftmals unterschätzt, denn:

  • man kann sich überall in Deutschland mit Borrelien infizieren,
  • es gibt keine Impfung gegen Borreliose,
  • etwa jede fünfte Zecke ist mit Borrelien infiziert.


Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland pro Jahr bis zu 60.000 Menschen an Borreliose, die Folge einer Bakterieninfektion ist. Da es - im Gegensatz zur von einem Virus übertragenen FSME (s. u.) - keine Schutzimpfung gibt, ist die wirksamste Maßnahme gegen Borreliose die Vermeidung von Zeckenstichen.

Bekannter ist die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), eine durch Zecken auf den Menschen übertragene Viruskrankheit, die mit einer fieberhaften Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhäute (Hirnhautentzündung, Meningitis), in schweren Fällen aber auch des Gehirns und Rückenmarks einhergehen kann.

Nur etwa zehn Prozent derjenigen, die sich infiziert haben, erkranken auch an FSME. Bei etwa 10 bis 30 Prozent dieser Erkrankten bleiben Dauerschäden am Zentralnervensystem (wie Lähmungen) zurück; etwa ein Prozent der Erkrankten - vor allem ältere Menschen - sterben an den Folgen der Erkrankung. Zur Behandlung der FSME gibt es keine Medikamente. Vor der Erkrankung schützt nur die rechtzeitig und vollständig durchgeführte Impfung.

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