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Heilende Pilze:
Pfifferlinge bei Sehstörungen, Champignons für die Verdauung

(smog) Judasohr, Klapperschwamm und Lackporling: Speisepilze schmecken nicht nur herrlich, sondern sind auch sehr gesund.
Bereits vor Hunderten von Jahren erkannten Chinesen die Heilkraft der behüteten Waldbewohner und wissen diese seitdem gegen verschiedene kleine und große Beschwerden sowie zur Vorbeugung von Krankheiten einzusetzen. Mittlerweile bestätigen auch amerikanische und europäische Wissenschaftler ihre heilende Kraft.

Damit ist nicht das Penicillin gemeint, das aus einem Schimmelpilz hergestellt wird. Ganz normale Wald- und Wiesenpilze, die jeder Pilzfreund während der Herbstwochen sammelt, kann man in der Heilkunde anwenden.

In China galt schon in der Mingdynastie (1368-1644) der Shiitake (Lentinula edodes) als Lebenselixier, das die Abwehrkräfte auf Trab bringt. Er soll Erkältungen heilen, die Durchblutung anregen und Ausdauer erzeugen. Hierzulande wachsen sie auf Buche, Kastanie, Eiche, Birke oder Erle.

Neuere Untersuchungen an der Universität Weihenstephan bei München belegen: Shiitake-Pilzen sollen das Cholesterin senken, den Menschen vor Viren schützen und sogar gegen Krebs wirken. Eine Studie mit 30 an Gicht erkrankten Personen ergab, dass durch eine 14- tägige Einnahme von Shiitake-Pilzen bei über 90 Prozent der Harnsäurewert sank. Bei Menschen mit Gelenkentzündung und Rheuma ließen die Schmerzen nach sechs Tagen deutlich nach oder verschwanden. Bei Migräne wurden Heilungen dokumentiert.

Das Silberohr (Tremella fuciformis) wird in China seit mindestens 400 Jahren gegen Tuberkulose, Erkältungskrankheiten und Bluthochdruck verwendet. Das Judasohr - hierzulande häufig in Schweine-fleisch süß-sauer oder Vorsuppe zu finden - soll den Cholesterinspiegel senken und die Blutgerinnung hemmen.

Der Glänzende Lackporling soll beruhigen, nach aktuelleren Untersuchungen positiv auf Herz und Kreislauf wirken, Blutdruck und Blutfette reduzieren und das Verklumpen der Blutplättchen hemmen.

Der Maitake, auch Klapperschwamm genannt, reduziert ebenfalls Blutdruck und Blutzucker sowie bestimmte Blutfette (Triglyzeride). Außerdem ist er gut für das Immunsystem.

Der Weiße Anis-Champignon (Agaricus arvensis) fördert die Verdauung und kuriert Bluthochdruck. Die gleichen Heilwirkungen werden auch dem Fruchtkörper von Wiesenchampignon (Agaricus campestris) und Riesenscheidenstreifling (Amanita inaurata) zugeschrieben.

Der Hallimasch (Armillaria mellea) der bei uns einer der häufigsten Herbstpilze ist und als gefährlicher Baumzerstörer gilt, soll Schwindel kurieren. Er wird aber auch bei Epilepsie angewandt.

Der Boletus edulis, besser bekannt unter dem Namen Steinpilz, soll Muskeln und Gelenke entspannen. Das gleiche gilt für Pfeffermilchling (Lactarius piperatus), Pechschwarzer Milchling (Lactarius picinus) und Wolliger Milchling (Lactarius vellereus). Und auch der allseits bekannte Butterpilz (Suillus luteus) sowie der Körnchenröhrling (Suillus granalatus) können Erkrankungen der großen Gelenke kurieren.

Wer Blutungen stoppen und Schwellungen kurieren will, dem ist der Riesenbovist (Calvatia gigantea) zu empfehlen.

Der Pfifferling oder Eierschwamm (Cantharellus cibarius) wird angewandt bei Sehstörungen. Er soll auch gut für die Lunge sein.

Der Faltentintling, nach dessen Verzehr bis zu 24 Stunden danach kein Alkohol getrunken werden darf, wirkt sich positiv auf die Verdauung aus und beseitigt Schleim.

Gut für die Verdauung ist auch der Schopftintling (Coprinus comatus), er wird aber auch gegen Hämorrhoiden eingesetzt. Der Kölner Wissenschaftler Dr. Rolf Siek testete 1975 in Tierexperimenten den Schopftintling. Dabei stellte er fest, dass schon eine kleine Menge des Pilzes zu erheblicher Blutzuckersenkung führte.

Ein handelsübliches Antidiabetikum, das als Kontrollsubstanz verwendet wurde, wirkte nur geringfügig stärker als der Schopftintling. Schon zehn Jahre vorher führte der Mykologe Kronberger - der unter Diabetes litt - unter ärztlicher Kontrolle Selbstversuche mit dem Schopftintling durch und stellte die blutzuckersenkende Wirkung fest.

Um überhaupt eine heilende Wirkung zu erzielen, müsste man allerdings die heilenden Pilze als Granulat oder Kapsel in sehr hoch dosierter Form zu sich nehmen.
In Deutschland gibt es zu ihrer Wirksamkeit noch keine umfangreichen Untersuchungen. Wohl aber ist ein vorbeugender Effekt zu erwarten.

(Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 30, Sonderausgabe "Pilze", Juli 2002)

 

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