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Symptome
Bei der Trigeminusneuralgie ist der fünfte Hirnnerv, der Trigeminus, irritiert oder geschädigt. Kennzeichnend für die Trigeminusneuralgie sind:
- Äußerst heftige einseitige Gesichtsschmerzen, die anfallsartig den Patienten heimsuchen.
- Meist sind Ober- und Unterkiefer, Lippen, Nase, Wangen und Kinn betroffen, seltener die Stirn.
- Die einzelnen Schmerzattacken dauern zwischen wenigen Sekunden und zwei Minuten an.
- Die Trigeminusneuralgie behindert die Betroffenen beim Sprechen, Essen, Rasieren oder Zähneputzen
- Vor allem ältere Menschen, über 50 Jahre, erkranken an einer Trigeminusneuralgie.
- Die Krankheit ist nicht sehr häufig von 10.000 Menschen leiden durchschnittlich nur 4 an einer Trigeminusneuralgie.
Da die Symptome einer Trigeminusneuralgie denen des Cluster-Kopfschmerzes ähneln, verwechselt man sie leicht. Aber aufgepasst: Behandelt werden die beiden Erkrankungen völlig unterschiedlich.
Ursachen und Auslöser
Ursache für die heftigen Schmerzen sind durch Arteriosklerose verhärtete und verdickte Blutgefäße. Bei Gesunden liegen Isolierschichten zwischen Nervenfasern und Blutgefäßen.
Bei Trigeminuspatienten dringen die verdickten Stellen der Blutgefäße weiter in die Isolierschicht ein. Der Abstand zwischen Nervenfaser und Blutgefäß verringert sich. Infolgedessen kommt es vor, dass sich beide direkt berühren. Geschieht das, so kommt es zu einer Art Kurzschluss, der sich als blitzartiger stechender Gesichtsschmerz äußert. Das erklärt auch warum selbst sanfteste Berührungen, wie ein leichter Luftzug, Schmerzattacken hervorrufen. Ebenso lösen Kauen, Sprechen und Lachen bei den Betroffenen Schmerzattacken aus.
In seltenen Fällen verbirgt sich eine Multiple Sklerose hinter einer Trigeminusneuralgie. Nicht ein verdicktes Blutgefäß löst in diesem Fall die Schmerzen aus, sondern der Nerv selbst ist aufgrund der Multiplen Sklerose entzündet. Diese besondere Form der Trigeminusneuralgie tritt vor allem bei jüngeren Menschen auf.
Trigeminusneuralgien behandeln
Da die Schmerzen meist sehr stark sind, empfiehlt sich eine vorbeugende medikamentöse Therapie. Vor allem Carbamazepin hat sich in diesem Zusammenhang bewährt. Meist verringert das Medikament aber nur die die Häufigkeit und die Stärke der Schmerzattacken. Vollständige Beschwerdefreiheit wird dadurch selten erreicht.
Vor allem bei jüngeren Patienten mit einem guten Allgemeinzustand operieren Ärzte Trigeminusneuralgien. Dabei wird ein winzig kleines Teflonschwämmchen zwischen Nerv und Blutgefäß gelegt, um weitere direkte schmerzhafte Kontakte zu verhindern.
Eine weitere Möglichkeit bildet die Hitzebehandlung. Dazu führt der Arzt eine Sonde durch die Wange in die Schädelbasis bis zum zentralen Nervenknoten des Trigeminus ein. Anschließend wird die Sonde auf 60 bis 70 Grad Celsius erhitzt. Die Hitze zerstört die temperaturempfindlichen Nervenfasern, wodurch der gesamte Nerv weniger empfindlich wird.
Die Hitzebehandlung führen Neurologen meist bei älteren gebrechlichen Menschen durch, denen sie keine Vollnarkose zumuten wollen.


