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Pestizide auf Obst und Gemüse
Empfehlenswert: einheimische Produkte der Saison

(efg) Obst und Gemüse sind gesund! Doch wer weiß, mit welchen Mitteln die Früchte behandelt wurden, damit sie so makellos und frisch aussehen? In den vergangenen Jahren wurden wiederholt Pestizide bei ausländischem Obst und Gemüse in alarmierenden Mengen gefunden.

Jährlich werden weltweit etwa fünf Millionen Tonnen Pestizide, so genannte Pflanzenschutzmittel, hergestellt. 35.000 Tonnen davon werden auf deutschen Äckern versprüht. Von den in der Europäischen Union zugelassenen mehr als 800 Pflanzenschutzmittelarten kontrollieren Lebensmittelüberwachungs-Behörden jedoch nur 150. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) bewertet das Gesundheitsrisiko für jeden Gift-Stoff einzeln; Wechselwirkungen untereinander oder mit Medikamenten werden nicht berücksichtigt.


Handel ignoriert Pestizid-Funde

Bereits Anfang 2000 fand der Bundesverband Deutscher Fruchthandelsunternehmen (BVF) Spuren von Pflanzenschutzmitteln auf importierten Paprikafrüchten. 2003 machte Greenpeace bei 54 Stichproben im gesamten Bundesgebiet erneut alarmierende Pestizidfunde. Besonders betroffen sind Tafeltrauben, Erdbeeren und Paprika aus Italien und Spanien, in denen unter anderem Spuren von Unkrautvernichtungsmittel, Nervengift und Insektenwachstumshemmer gefunden wurden (Methamidophos, Chlorpyrifos und Pyriproxyfen).

44 Prozent der Paprikaproben waren belastet, 93 Prozent der Trauben. Dabei lag die Pestizid-Belastung jeder fünften Paprika und jeder vierten Tafeltraube sogar über dem festgelegten Grenzwert. In 80 Prozent sämtlicher untersuchter Lebensmittel fand sich mehr als nur ein Giftstoff.

Viele Pestizide enthalten neben dem eigentlichen Wirkstoff auch gesundheitsschädliche Zusatzstoffe, zum Beispiel Substanzen, die im Körper wie Hormone wirken. Diese Zusatzstoffe werden nicht kontrolliert. Akute Wirkung beim Verzehr von pestizidhaltigem Obst und Gemüse können Übelkeit, Schwindel und Tinnitus, Gleichgewichts- und Sehstörungen bis hin zu Muskelkrämpfen und Herzrhythmusstörungen sein.


Geprüft wird nur auf Gifte, die für das Lebensmittel zugelassen sind

Ergebnisse des Umweltamtes belegen, dass 17,5 Prozent aller Kopfsalate und 38,5 Prozent aller Eichblattsalate Rückstände eines lediglich für Raps, Ziergehölze und Baumschulen zugelassenen Unkrautvernichtungsmittels enthalten.
Da sich die normalen Kontrollen nur auf die für das jeweilige Lebensmittel zugelassenen Pestizide beschränken, bleiben solche Belastungen durch andere Mittel meist unbemerkt. So passieren gesundheitsschädliche Zusatzstoffe die Kontrollen, weil sie nicht für die jeweilige Frucht- oder Gemüsesorte zugelassen sind.


Tipps für Einkauf und Zubereitung

Trotz alledem sollte man sich den Appetit auf frisches Obst und Gemüse nicht verderben lassen. Denn keine andere Lebensmittelgruppe liefert so viele Vitamine und Mineralstoffe bei so wenig Kalorien.

Mit einigen wenigen Maßnahmen kann die Schadstoffbelastung gering gehalten werden: Generell sollte man Produkte aus heimischem Anbau und aus der jeweiligen Jahreszeit bevorzugen.
Früchte und Gemüse sollten gründlich gewaschen werden, am besten mit einer speziellen Gemüsebürste unter fließendem Wasser.
Wer ganz sicher gehen möchte, kann auf ökologisch angebaute Erzeugnisse zurückgreifen.

(Ernährung Forschung Gesundheit (efg), Jg. 14, 1 – 2004)

 

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