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Vitamin K (Phyllochinon)

KURZ-INFO

Name: Vitamin K (K1: Phyllochinon, K2: Menachinon, K3: Menadion)

Chemische Zugehörigkeit: Chinone (2-Methyl-3-phytyl-1,4-naphthochinon)

Dosisbereich bei durchschnittlicher Nahrungsaufnahme: 60 bis 80 mcg täglich. Vitamin K kommt nach aktuellen Erkenntnissen weniger in der Nahrung vor, als bisher angenommen, daher können neben den Risikogruppen auch Menschen im Alter von 18 bis 44 Jahren einen Mangel entwickeln.

Hauptvorkommen in Nahrungsmitteln: Vitamin K1 findet sich in Avocado, Leber, einigen Ölen, vor allem Sojaöl, und dunkelgrünem Gemüse wie Spinat und Brokkoli.

Dosisbereich, Prävention und Therapie:
bis zu 250 mcg K1 zur Prävention, von 1.000 mcg Vitamin K1 bis zu 45 mcg Vitamin K2 zur Therapie der Osteoporose

Risiken und Nebenwirkungen: Große Mengen von Vitamin K, entweder aus Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungen, dürfen nicht von Menschen eingenommen werden, die gerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin/Marcumar/Falithrom (Coumadin) zu sich nehmen. Wie bei jedem fettlöslichen Vitamin wird ein chronischer Konsum von Dosen deutlich über der Tagesdosis von den Gesundheitsbehörden nicht empfohlen, da es Bedenken hinsichtlich einer zu hohen Speichermenge im Körper gibt (54).

Hinweis:
Die Zahlen in Klammern verweisen auf die Literaturangaben im Quellenverzeichnis
.

Übersicht

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin und gehört chemisch zu den Chinonen, welche von Pflanzen im Rahmen der Photosynthese erzeugt und benötigt werden. Vitamin K spielt eine entscheidende Rolle bei der Blutgerinnung und trägt als Regulator zur Gesundheit der Knochen bei.

Die Forschung zeigt folgende Auswirkungen von Vitamin K:

1. fördert die Blutgerinnung
2. verbessert die Knochendichte
3. verbessert die Knochenstärke
4. ist an der Bildung von Proteinen für die Blutgerinnung beteiligt
5. verhindert hämorrhagische Krankheiten bei Säuglingen
6. kann einen Beitrag zur Therapie von einigen Krebsarten leisten
7. reduziert Blutergüsse nach einem Laser-Eingriff
8. fördert die Knochenbildung
9. reduziert den Knochenverlust
10. senkt das Risiko von Hüftfrakturen
11. erhöht die Knochendichte bei Frauen nach den Wechseljahren
12. kann die Behandlung von Leukämie-Zellen verbessern
13. dient der Behandlung von Osteoporose
14. kann die Behandlung von diabetischer Neuropathie unterstützen
15. kann den Knochenverlust in der Raumfahrt aufhalten
16. kann die Glukosetoleranz verbessern
17. verhindert eine übermäßige Gerinnungshemmung

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Einführung

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin. Die Bezeichnung leitet sich vom Wort Koagulation (Blutgerinnung) ab. Vitamin K ist besonders für die Funktion der verschiedenen Proteine der Blutgerinnung wichtig (1). Es gibt zwei natürlich vorkommende Formen von Vitamin K. Pflanzen synthetisieren Phylloquinon, auch bekannt als Vitamin K1. Bakterien synthetisieren eine Reihe von Vitamin-K-Derivaten mit 5-Kohlenstoff-Wiederholungen in der Seitenkette des Moleküls. Diese Formen von Vitamin K sind die Menaquinone-n (MK-N), wobei n für die Anzahl der 5-Kohlenstoff-Einheiten steht. MK-n sind gemeinsam als Vitamin K2 bekannt (2). MK-4 wird nicht in größeren Mengen von Bakterien produziert, sondern scheint von Tieren (einschließlich des Menschen) aus Phylloquinon hergestellt zu werden. MK-4 kann ebenfalls aus Menadion, einer synthetischen Form von Vitamin K in Tiernahrung, hergestellt werden. Neben der Leber befindet sich MK-4 auch in einer Reihe von anderen Organen in höheren Konzentrationen als Phylloquinon (3). Zusammen mit der Existenz dieses einzigartigen Synthesewegs, deutet diese Tatsache darauf hin, dass MK-4 über eine einzigartige biologische Funktion verfügt, die noch nicht identifiziert wurde (4).

 

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