DGK e.V. -
Gesundheitsinformationen zu:
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel





bookmark in your browserbookmark at mister wongpublish in twitterbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.combookmark at google.combookmark at yahoo.combookmark at facebook.combookmark at stumbleupon.combookmark at propeller.combookmark at newsvine.combookmark at jumptags.com


Service-Content

Anzeige


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Gesundheitsthemen / Mikronährstoffe / Lexikon Biosubstanzen / Mineralien / Zink / Funktion
Funktion

Zahlreiche Aspekte des zellulären Stoffwechsels hängen von Zink ab. Zink spielt wichtige Rollen beim Wachstum und in der Entwicklung, Immunantwort, neurologischen Funktion und fürs Gedächtnis. Die Funktion von Zink kann in drei Kategorien unterteilt werden: 1) katalytisch, 2) strukturell und 3) regulierend (3).
(Die Ziffern in Klammern verweisen auf die entsprechenden Studien im Quellenverzeichnis.)

Katalytische Funktion

An die 100 unterschiedlichen Enzyme benötigen Zink für ihre katalytische Fähigkeit bei lebenswichtigen chemischen Reaktionen. Zink-abhängige Enzyme finden sich unter allen bekannten Enzymkategorien (4).

Strukturelle Funktion

In der Struktur von Proteinen und Zellenmembranen spielt Zink wichtige strukturelle Rollen. Eine fingerähnliche Struktur, bekannt als Zinkfingermotiv, stabilisiert die Struktur einiger Proteine. Beispielsweise ist beim antioxidativen Enzym Superoxid-Dismutase (CuZnSOD) Kupfer an der katalytischen Funktion beteiligt, während Zink eine kritische strukturelle Rolle spielt (4, 5). Struktur und Funktion der Zellenmembranen werden ebenfalls durch Zink beeinflusst. Ein Zinkverlust in biologischen Membranen erhöht deren Anfälligkeit für oxidative Schäden und hindert ihre Funktion (6).

Regulation

Zinkfinger-Proteine können die Genexpression regulieren, indem sie sich an DNA binden und bestimmte regulatorische Signale übertragen. Zink spielt ebenfalls bei der Zellensignalisierung eine Rolle und kann Hormonausschüttung und Nervenstoffwechsel beeinflussen. Vor kurzem wurde auch eine Rolle von Zink beim kontrollierten Zelltod (Apoptose), einem kritischen zellulären Regelungsprozess mit Implikationen für Wachstum und Entwicklung und für einige chronische Krankheiten (7).

Wechselwirkungen mit Nährstoffen

Kupfer

Die Einnahme von großen Mengen an Zink (mehr als 50 mg am Tag) über einen Zeitraum von mehreren Wochen kann zu verminderter Kupferaktivität führen. Eine hohe Zinkaufnahme führt zur Synthese eines kupferbindenen Proteins, Metallothionein genannt, im Darm. Metallothionein speichert Kupfer in den Darmzellen und verhindert seine Absorption. Normale Aufnahmemengen an Zink beeinflussen dagegen nicht die Kupfernabsorption und hohe Kupfer-Aufnahmemengen beeinflussen nicht die Zinkabsorption (5).

 

Eisen

Eine zusätzliche, nicht ernährungsbedingte Ergänzung mit Eisen (38-65 mg elementares Eisen am Tag) kann die Zinkabsorption reduzieren (8). Diese Interaktion ist bei einer Eisenergänzung während der Schwangerschaft und Stillzeit wichtig, und bewegte einige Experten dazu, eine Zinkergänzung für schwangere und stillende Frauen zu empfehlen, die täglich mehr als 60 mg elementares Eisen zu sich nehmen (9, 10).

Kalzium

Eine hohe Kalziumeinnahme kann die Zinkaufnahme verhindern, wie in Tieren festgestellt wurde, und auch für Menschen gelten könnte. Eine Studie zeigte, dass eine erhöhte Kalziumaufnahme von täglich 1360 mg in Form von Milch- oder Kalziumphosphat bei Frauen nach den Wechseljahren die Aufnahme und Balance von Zink negativ beeinflusste (11). Bei jungen Mädchen zeigte eine höhere Kalziumaufnahme von 1000 mg Kalziumzitrat täglich (entspricht 1667 mg Kalzium) solche Wirkungen aber nicht (12). In Verbindung mit pflanzlicher Säure verringert Kalzium die Zinkaufnahme, was insbesondere bei häufiger höherer Aufnahme von Kalziumoxid, z.B. in Tortillas, relevant ist.

Folsäure

Die Bioverfügbarkeit von Folsäure in der Nahrung kann durch die Aktivität eines zinkabhängiges Enzyms verbessert werden, was auf eine Mögliche Wechselwirkung zwischen Folsäure und Zink deutet. In der Vergangenheit fanden einige Studien einen Zusammenhang zwischen niedriger Zinkaufnahme und erniedrigter Folsäureaufnahme, während andere Studien fanden, dass eine Ergänzung von Folsäure die Zinknutzung bei normalem Zinkstatus erniedrigte (4, 5). Eine aktuellere Studie berichtet, dass eine Ergänzung mit einer relativ hohen Dosis an Folsäure (800 mcg täglich) für eine Dauer von 25 Tagen den Zinkstatus in einer Gruppe von Studenten auf zinkarmer Ernährung (3,5 mg Zink täglich) nicht veränderte. In dieser Studie hatte die Menge der Zinkeinnahme keine Auswirkung auf die Folsäurenutzung (13).

Vitamin A

Zink und Vitamin A wechselwirken auf unterschiedliche Arten. Zink ist eine Komponente des retinolbindenden Proteins, welches für den Transport von Vitamin A im Blut benötigt wird. Zink wird ebenfalls vom Enzym benötigt, welches Retinol (Vitamin A) in Retinal umwandelt. Die aktive Form von Vitamin A, Retinal, wird zur Synthese von Rhodopsin benötigt, ein Protein im Auge welches Licht absorbiert und daher an der Anpassung des Auges bei Dunkelheit beteiligt ist. Ein Zinkmangel steht in Zusammenhang mit einer reduzierten Abgabe von Vitamin A aus der Leber, was zu den Symptomen der Nachtblindheit beitragen kann, dei beim Zinkmangel zu beobachten sind (14, 15).

 

Fusszeile / Impressum