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Prävention und Therapie

Prävention: Katarakt (Grauer Star)

Katarakte im Alter, auch grauer Star genannt, sind die häufigste Ursache für Sehbehinderung in den USA und anderen entwickelten Ländern. Die Forschung konzentriert sich auf die Rolle der Antioxidantien in der Ernährung, da es Anhaltspunkte dafür gibt, dass Licht zu oxidativen Schäden an Proteinen der Augenlinse mit dem Ausbruch der Krankheit im Alters zusammenhängt. Eine Fall-Kontroll-Studie ergab, ein deutlich verringertes Risiko für grauen Star im Alters (33% bis 51%) bei Männern und Frauen im  höchsten Quintil (Fünftel) an ernährungsbedingter Aufnahme von Riboflavin (Median von 1,6 auf 2,2 mg / Tag) im Vergleich zu denen im untersten Quintil (Median von 0,08 mg / Tag bei Männern und Frauen) (17). Eine weitere Fall-Kontroll-Studie berichtete, dass Personen im höchsten Quintil der Riboflavin-Einnahme, gemessen durch die Glutathion-Reduktase-Aktivität der roten Blutkörperchen, nur etwa halb so häufig im Alter grauen Star bekamen im Vergleich zu Personen im untersten Quintil der Riboflavin-Einnahme (18). Ein Querschnitt-Studie von 2900 australischen Männern und Frauen im Alter von mindestens 49 Jahren zeigte, dass Personen im höchsten Quintil der Riboflavin-Aufnahme ein um 50% reduziertes Risiko für grauen Star als solche im untersten Quintil hatten (19). Eine aktuelle Studie mit 408 Frauen stellte fest, dass eine höhere Zufuhr von Riboflavin im umgekehrten Zusammenhang mit der Veränderung von Linsentrübungen über einen Zeitraum von fünf Jahren stand (21). Obwohl diese Beobachtungsstudien eine Rolle von Riboflavin bei der Prävention von Katarakten unterstützen, sind weitere kontrollierte Studien nötig um diesen Zusammenhang zu bestätigen.

Therapie: Migräne-Kopfschmerzen

Einige Fakten deuten darauf hin, dass ein beeinträchtigter mitochondrialer Sauerstoff-Stoffwechsel im Gehirn eine Rolle in der Pathologie der Migräne-Kopfschmerzen spielen kann. Da Riboflavin der Vorläufer der beiden Flavocoenzymes (FAD und FMN) ist, die von FAD-abhängigen Enzymen der mitochondrialen Atmungskette benötigt werden, wurde der Nutzen einer Ergänzung mit Riboflavin zur Behandlung von Migräne untersucht. Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie untersuchte dabei den Effekt von 400 mg Riboflavin / Tag für drei Monate zur Vorbeugung von Migräne bei 54 Männern und Frauen mit wiederkehrenden Migräne-Kopfschmerzen (22). Riboflavin war signifikant wirksamer als ein Plazebo bei der Verringerung der Migränedauer pro Tage und der Häufigkeit der Migräneattacken, wobei die positiven Auswirkungen am stärksten im dritten Monat der Behandlung ausgeprägt waren. Eine neuere Studie der gleichen Forscher stellte fest, dass die Behandlung entweder mit einem Beta-Blocker oder hochdosiertem Riboflavin zu einer klinischen Verbesserung führte, aber die Therapieansätze schienen auf der Beseitigung von unterschiedlichen pathologischen Mechanismen zu beruhen: die Beta-Blocker auf einer abnormen kortikale Informationsverarbeitung und Riboflavin auf verringertern mitochondrialen Energiereserven (23). Eine kleine Studie mit 23 Patienten berichtet von einer Verringerung der durchschnittlichen Häufigkeit von Migräneattacken nach Ergänzung mit 400 mg Riboflavin täglich für drei Monate (24). Allerdings berichtete auch eine placebokontrollierte Studie, dass die Verabreichung einer Kombination von Riboflavin (400 mg / Tag), Magnesium und Pestwurzn an Migränepatienten zu keiner therapeutischen Besserung im Vergleich zum Placebo führte, welcher allerdings aus 25 mg / Tag Riboflavin bestand (25). Es sollte darauf hingewiesen werden, dass nur etwa 25 mg Riboflavin durch eine einzige orale Dosis absorbiert werden kann (26). Obwohl diese Ergebnisse vorläufig sind, zeigen Daten aus den meisten Studien, dass eine Ergänzung mit Riboflavin eine nützliche Ergänzung der pharmakologischen Therapie zur Vorbeugung von Migräne sein könnte.

 

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