DGK e.V. -Fragen und Antworten: Schmerzen
Gesundheitsinformationen zu:
Schmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Morphin, Opioidhaltiges Pflaster, Opiate, Migräne,
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Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

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Fragen und Antworten: Schmerzen

Thema: Schmerzen   Immer wieder erreichen das Deutsche Grüne Kreuz telefonische und schriftliche Anfragen zum Thema Schmerz. Die haüfigsten und interessantesten Fragen haben wir nachfolgend mit den dazugehörigen Antworten zusammengestellt.

 


Chronische Rückenbeschwerden?
 

Seit Jahren habe ich Rückenbeschwerden und seit sechs Monaten ständig Schmerzen. Handelt es sich dabei bereits um einen Dauerschmerz und habe ich die Chance, die Schmerzen wieder loszuwerden?


Nach dem Verständnis der modernen Schmerzforschung droht die Chronifizierung, wenn Schmerzen länger als drei Monate anhalten. Eindeutig als chronisch anzusehen ist ein Schmerz, der länger als ein halbes Jahr bleibt oder immer wieder auftritt. Wichtig ist, dass die Schmerzen möglichst frühzeitig und ausreichend behandelt werden, damit sich kein Schmerzgedächtnis entwickelt. Dadurch würde sich die Behandlungsperspektive verschlechtern.


Schmerzen trotz starker Mittel?
 

Obwohl ich ein starkes Schmerzmittel einnehme, habe ich manchmal trotzdem Schmerzen. Was kann ich dagegen tun?


Zunächst muss durch eine sorgfältige Diagnostik die Ursache der Schmerzen geklärt werden. Da sich Schmerzen im Laufe einer Krankheit verändern können, ist dieses Ergebnis immer wieder zu überprüfen. Kommt es während der Behandlung zu Schmerzspitzen, das heißt Schmerzen, die kurzfristig über das normale Maß hinausgehen, muss schnell reagiert werden. Neben Retardpräparaten zur Behandlung chronischer Schmerzen können zur Therapie von "Schmerzspitzen" zusätzlich schnell wirksame Schmerzmittel gegeben werden. Gehen die Schmerzen von Nerven aus, können auch stimmungsaufhellende Antidepressiva oder krampflösende Medikamente mit dem Schmerzmittel kombiniert werden.


Zeitschema der Einnahme
 

Ich muss alle vier Stunden ein starkes Schmerzmittel einnehmen und komme deswegen nachts kaum zum Schlafen. Gibt es Schmerzmittel, die länger wirken?


Es gibt orale Retardpräparate, die Morphin enthalten und 8 bis 24 Stunden lang wirken. Opioidhaltige Pflaster müssen sogar nur alle drei Tage gewechselt werden.


Zu leichtes Schmerzmittel?
 

Wegen chronischer Schmerzen bekomme ich vom Arzt ein leichtes Schmerzmittel, das aber nicht mehr hilft. Gibt es etwas anderes?


Der Einsatz des richtigen Medikamentes richtet sich nach der Intensität der Schmerzen. Der Stufenplan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, leichte Schmerzmittel der Stufe I bei anhaltenden Schmerzen mit schwachen Opioiden der Stufe II zu kombinieren. Reicht auch das nicht, werden sie in Stufe III mit starken Opioiden kombiniert. Bei sehr starken Schmerzen ist es übrigens möglich, auch direkt mit Mitteln der Stufe II oder III zu behandeln.


Verstopfung durch Morphin?
 

Seitdem ich Morphin einnehmen muss, leide ich unter hartnäckiger Verstopfung. Was kann man dagegen tun?


Zunächst ist eine Ernährungsumstellung mit Zufuhr von ballaststoffreicher Kost, von reichlich Flüssigkeit und, wenn möglich, viel Bewegung zu empfehlen. Unter Umständen sollte das Morphin mit einem Abführmittel kombiniert werden. Alternativ kann auch auf ein opioidhaltiges Pflaster umgestellt werden. Verstopfung und Verbrauch von Abführmitteln sind dabei deutlich geringer als bei Tablettengabe. Auf keinen Fall sollte das Schmerzmittel wegen der Verstopfung abgesetzt werden.


Abhängigkeit von Morphin?
 

Seit vier Jahren werde ich mit Morphin behandelt. Wie groß ist die Gefahr, davon abhängig zu werden?


Eine Schmerztherapie mit Morphin oder anderen Opiaten macht nicht süchtig. Zur Schmerzbehandlung werden retardierte Mittel eingesetzt, die den Wirkstoff gleichmäßig an den Körper abgeben. Ein Rauschzustand wie bei Drogensüchtigen entsteht dabei nicht. Außerdem erfolgt die Einnahme nicht nach Bedarf, sondern nach einem festen Zeitplan. Dadurch wird eine dauerhafte Schmerzfreiheit erreicht und der Wunsch nach Schmerzmitteln wird so verhindert.


Behandlung ohne Medikamente?
 

Gibt es Alternativen zur Schmerzbehandlung mit Medikamenten?


Man weiß inzwischen, dass bestimmte Entspannungstechniken Schmerzen deutlich verringern können. Beim Biofeedback-Verfahren zum Beispiel kann der Patient seinen eigenen Entspannungszustand auf einem Bildschirm oder über Kopfhörer erkennen und so willentlich beeinflussen. Ersetzen können diese Methoden die Behandlung mit Medikamenten beim chronischen Schmerzen jedoch in der Regel nicht.


Autofahren trotz Opioiden?
 

Wegen chronischer Schmerzen muss ich opioidhaltige Medikamente einnehmen. Darf ich trotzdem noch Auto fahren?


Das Straßenverkehrsgesetz erlaubt das Autofahren, wenn das Schmerzmittel für die Behandlung einer Krankheit notwendig ist. Zur eigenen Sicherheit sind jedoch einige Dinge zu beachten. So sollte die Schmerzbehandlung wirksam und der Therapieverlauf stabil sein. Außerdem ist ein guter Allgemeinzustand des Patienten wichtig und jeder Autofahrer sollte sich selbst kritisch prüfen, ob er fahrtüchtig ist.


Zusätzlich natürliche Mittel?
 

Ich leide öfter unter starken Kopfschmerzen und nehme dann zur Behandlung synthetische Mittel ein. Kann ich die Therapie noch mit natürlichen Mitteln unterstützen?


Grundsätzlich muss man zwischen Spannungskopfschmerzen und Migräne unterscheiden. Bei Migräne geht es darum, den Schmerz schnell, im Anfall, zu bekämpfen. Dafür stehen die Triptane zur Verfügung. Für die Behandlung von Spannungskopfschmerzen eignet sich zum Beispiel die Acetylsalicylsäure (ASS). Aber die synthetischen Medikamente haben auch Nebenwirkungen. Diese sollten so gering wie möglich gehalten werden, indem man sie durch natürliche Mittel ersetzt. Dafür eignen sich zum Beispiel Pestwurz, Weidenrinde oder Pfefferminzöl. Es gibt eine ganze Reihe von natürlichen Mitteln, die kaum oder keine Nebenwirkungen haben. Diese muss man über einen längeren Zeitraum nehmen, damit sie die volle Wirkung entfalten. Außerdem dauert es meist etwas länger bis die Wirkung eintritt. Dafür läuft man aber auch nicht Gefahr, sich Probleme einzuhandeln wie Magen- Darm-Blutungen.

 

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