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Prävention

Krebs

Studien an Zellkulturen und Tiermodellen konnten eine Kapazität der natürlichen und synthetischen Retinoide zur signifikanten Reduktion der Krebsentstehung in Haut-, Brust-, Leber-, Darm-, Prostata-, und anderen Geweben feststellen (2). Allerdings sind die Ergebnisse von Studien am Menschen zur Beziehung zwischen dem Vitamin-A-Konsum und Krebs weniger eindeutig.

Lungenkrebs

Mindestens zehn prospektive Studien haben die Blut-Retinolspiegel in gesunden Menschen mit denen verglichen, die später an Lungenkrebs erkrankten. Nur eine dieser Studien konnte einen statistisch signifikanten umgekehrten Zusammenhang zwischen dem Serum-Retinolspiegel und dem Risiko von Lungenkrebs feststellen (22). Ergebnisse einer Studie zur Effizienz von Beta-Carotin und Retinol (CARET) deuten darauf hin, dass hohe Dosen von Vitamin-A-Ergänzung und Beta-Carotin bei Menschen mit hohem Risiko für Lungenkrebs vermieden werden sollten (23). Rund 9000 Personen (Raucher und Menschen mit Asbestexposition) wurden täglich 25.000 IE Retinol und 30 mg Beta-Carotin verabreicht, während eine ähnliche Zahl von Menschen einen Placebo bekamen. Nach vier Jahren Beobachtung war die Häufigkeit von Lungenkrebs in der Gruppe, die Vitamin A erhielt, im Vergleich zur Placebo-Gruppe um 28% höher. Eine mögliche Erklärung für eine solche Feststellung ist, dass ein oxidatives Millieu in der Lunge, erzeugt durch Rauch- oder Asbestexposition, zu ungewöhnlichen Carotinoid-Abbauprodukten führt, die eine Rolle bei der Karzinogenese spielen. Derzeit scheint es unwahrscheinlich, dass eine erhöhte Aufnahme von Retinol allein das Risiko von Lungenkrebs verringern kann, auch wenn die Auswirkungen von Retinol für Nichtraucher deutlich anders als für Raucher sind (22).

Brustkrebs

Retinol und seine Stoffwechselprodukte führen zur Wachstumshemmung von Brustkrebs-Zellen in Zellkultur-Studien, Beobachtungsstudien über die Aufnahme von Retinol durch die Nahrung am Menschen konnten dies jedoch noch nicht bestätigten (24). Die Mehrzahl der epidemiologischen Studien konnten keine nennenswerten Zusammenhänge zwischen der Retinol-Aufnahme und dem Risiko von Brustkrebs bei Frauen finden (25-28), wobei jedoch eine große prospektive Studie ergab, dass die Gesamtmenge der Vitamin-A-Aufnahme im umgekehrten Verhältnis zum Brustkrebs-Risiko bei prämenopausalen Frauen mit familiären Vorkommnissen von Brustkrebs stand (29). Die Retinol-Blutwerte zeigen die Aufnahme sowohl von Vitamin A als auch Provitamin-A-Carotinoiden wie Beta-Carotin. Obwohl eine Fallstudie ein umgekehrtes Verhältnis zwischen Serum-Retinol- und Antioxidantien-Spiegeln zum Brustkrebs-Risiko fand (30), konnten zwei prospektiven keine signifikanten Zusammenhänge zwischen den Retinolwerten und einem späteren Risiko für die Entwicklung von Brustkrebs feststellen (31, 32). Zur Zeit gibt es nur wenige Anzeichen dafür, dass eine verstärkte Aufnahme von Vitamin A oder Vorformen wie Beta-Carotin das Brustkrebs-Risiko reduzieren kann.

 

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