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Haarausfall - was tun?

Wann wird es ernst?

Von Haarausfall wird erst dann gesprochen, wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen und wenn das Verhältnis von ausfallenden zu nachwachsenden Haaren nicht mehr ausgeglichen ist. Aufschluss kann hier ein Trichogramm geben, das der Dermatologe durchführt. Dabei reißt der Arzt etwa 60 Haare ruckartig aus und untersucht mikroskopisch, in welcher Phase sie sich befinden. Das Mengenverhältnis von Anagen- zu Telogenhaaren (A/T-Ratio) verrät, ob Haarausfall vorliegt und wie stark er ist.


Mögliche Ursachen

Das Symptom Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. Es kann zum Beispiel die Begleiterscheinung einer Krankheit sein. Infektionskrankheiten, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Blutarmut, angeborene Stoffwechselstörungen, Depressionen, Psoriasis, Pilzinfektionen der Kopfhaut, Krebs oder Vergiftungen können Haarausfall verursachen.

Der Ausfall der Haare kann aber auch ein Resultat von Mangelerscheinungen sein, so bei einseitigen Diäten oder Selen-, Zink- oder Eisenmangelzuständen.
Eine weitere mögliche Ursache sind Nebenwirkungen bestimmter Medikamente. Im Beipackzettel sind diese unerwünschten Wirkungen meist mit dem lateinischen oder griechischen Fachbegriff (Effluvium bzw. Alopezie) bezeichnet.

Schließlich können auch psychische Ursachen dazu führen, dass die Haare ausfallen. Andauernder Stress, seelisches Ungleichgewicht oder akute psychische Schocks können den Haarausfall auslösen.

Die weitaus häufigste Form für Haarausfall stellt der anlagebedingte Haarausfall, die so genannte androgenetische Alopezie dar; dicht gefolgt von der hormonell bedingten Form, wie sie beispielsweise zu Beginn der Wechseljahre auftritt.


Behandlungsformen

Neben sogenannten kaschierenden Maßnahmen, das heißt künstlichem Haarersatz durch Perücke, Toupet, Hairweaving oder Haarverpflanzungen, gibt es medikamentöse und kosmetische Behandlungsansätze.

  • Für Frauen ist im medikamentösen Bereich grundsätzlich die Anwendung von so genannten Antiandrogenen möglich. Diese Medikamente neutralisieren die Wirkung der männlichen Sexualhormone im Körper der Frau. Bei erwachsenen Frauen, die unter Haarausfall leiden, werden hier beispielsweise spezielle Antibabypillen mit einer mehr oder weniger starken antiandrogenen Wirkung empfohlen. In der Postmenopause, also nach den Wechseljahren, kann der Anteil der weiblichen Hormone eher durch Östrogene ersetzt werden. Wegen möglicher Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen muss eine innerliche Hormonbehandlung immer ausführlich mit dem Arzt besprochen werden.

 

  • Als Medikament für Männer ist vor allem Finasterid zu nennen. Die Substanz ist in ihrer Wirksamkeit gegen Haarausfall eher zufällig entdeckt worden, nämlich bei der Behandlung von Prostatavergrößerungen. Das Mittel, das bei Frauen keinesfalls eingesetzt werden darf, muss dauerhaft eingenommen werden. Setzt der Patient die Finasterid-Therapie wieder ab, verlassen ihn auch seine neu erworbenen Haare wieder.

 

  • Außer dieser medikamentösen Behandlungsmethode gibt es äußerlich anzuwendende Mittel, die sowohl bei Männern als auch bei Frauen angewandt werden können. Der Haarausfall ist eine direkte Folge einer Verhärtung und Verdickung der Bindegewebsfaser Kollagen in der Haarwurzelscheide; hier setzt auch der kosmetische Ansatz an.


Die Anwender von Haarausfall hemmenden Mitteln müssen Geduld haben. Über Nacht werden die Haare nicht wieder wachsen, und erste Ergebnisse sind in der Regel erst nach sechs Wochen zu erwarten.

Nicht jede Kopfhaut spricht sofort auf die Therapie an, und so ist die Hilfe von Experten gefragt: Bei plötzlich auftretenden oder krankheitsbedingtem Haarausfall sollte ein Dermatologe konsultiert werden. Handelt es sich um anlagebedingten Haarausfall, ist auch der Apotheker ein wichtiger Ansprechpartner.

 

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