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Sicherheit und Wechselwirkungen

Toxizität


Obwohl zwar allergische Reaktionen möglich sind, gibt es jedoch keinen bekannten Fall von Toxizität im Zusammenhang mit hohen Dosen von Vitamin K in Form des Phylloquinons (Vitamin K1) oder Menaquinonen (Vitamin K2)  (22). Dies gilt allerdings nicht für das synthetische Menadion (Vitamin K3) und seine Derivate. Menadion kann die Funktion von Glutathion stören, einem natürlichen Antioxidans des Körpers, was dann zu oxidativen Schäden an Zellmembranen führt. Menadion, das per Injektion verabreicht wurde, konnte bei Säuglingen Lebertoxizität, Gelbsucht und hämolytische Anämie verursachen (durch Beschädigung der roten Blutkörperchen); daher ist Menadion nicht mehr für die Behandlung eines Vitamin-K-Mangels zugelassen (6, 8). Für Vitamin K wurde keine maximale Aufnahmemenge festgesetzt (22).

Wechselwirkungen mit Nährstoffen


Es hat sich gezeigt, dass hohe Dosen von Vitamin A und Vitamin E der Wirkung von Vitamin K entgegenwirken (8). Ein Überschuss an Vitamin A scheint mit Vitamin K um die Absorption in Konkurrenz zu liegen, wohingegen eine Form von Vitamin E (Tocopherolquinon) möglicherweise die Vitamin-K-abhängigen Carboxylase-Enzyme behindern könnte. Eine Studie bei Erwachsenen mit normalem Gerinnungsstatus hat festgestellt, dass eine Ergänzung mit 1.000 IE Vitamin E für 12 Wochen die Aktivierung (Gamma-Carboxylierung) von Prothrombin, eines Vitamin-K-abhängigen Proteins für die Gerinnung, erniedrigte (52). Eine Vitamin-E-Vitamin-K-Interaktion wurde auch bei Patienten berichtet, die Antigerinnungsmittel wie Warfarin zu sich nahmen. So wurden übermäßige Blutungen bei einem Mann beobachtet, der gleichzeitig 5 mg Warfarin und 1.200 IE Vitamin E täglich zu sich nahm (53).

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln


Die gerinnungshemmende Wirkung von Vitamin-K-Antagonisten (wie z. B. Warfarin) kann durch eine sehr hohe ernährungsbedingte oder eine ergänzende Vitamin-K-Zufuhr verhindert werden. Es wird daher allgemein empfohlen, dass Personen, die Warfarin einnehmen, nicht mehr als die etablierte Tagesdosis an Vitamin K zu sich nehmen (90 bis 120 mcg) und gleichzeitig große Schwankungen in der der Vitamin-K-Aufnahme vermeiden, welche die Anpassung der Dosis des Gerinnungshemmers beeinträchtigen können (9). Bei Gabe an schwangere Frauen können Warfarin, Antikonvulsiva, Rifampin und Isoniazid die Vitamin-K-Synthese des Fötus und des Neugeborenen stören, woraus für dieses ein erhöhtes Risiko eines Vitamin-K-Mangels entsteht (15). Weitere Medikamente können die körpereigene Synthese von Vitamin K oder dessen Wiederverwertung beeinträchtigen. Eine längere Nutzung von Breitband-Antibiotika kann die Rate der Vitamin-K-Synthese durch Darmbakterien senken. Cephalosporine und Salicylate können die Wiederverwertung von Vitamin K durch Hemmung des Enzyms Vitamin-K-Epoxid-Reduktase beeinträchtigen. Weiterhin können die Medikamente Cholestyramin, Cholestipol, Orlistat, Mineralöl und der Fettersatz Olestra die Vitamin-K-Absorption beeinträchtigen (50).

Wirkungsweise von Antigerinnungsmitteln im Hinblick auf Vitamin K


Blutgerinnsel entstehen durch eine Reihe chemischer Reaktionen im Körper, an denen Vitamin K   in oben beschriebener Weise essentiell beteiligt ist. Antigerinnungsmittel wie Coumadin (Handelsnamen in Deutschland sind u.A. Marcumar, Falithrom, Marcuphen, Phenprocoumon) wirken, indem sie die Aktivität von Vitamin K senken und somit die Blutgerinnungszeit erhöhen.
Spezielle Laborwerte, genannt INR, PT, und Quick sind Messwerte der Gerinnungszeit. Risikopatienten für Blutgerinnsel nehmen Antigerinnungsmittel ein, um die gewöhnliche Gerinnungszeit künstlich zu verzögern, was zu erhöhtem INR und PT und erniedrigtem Quick führt. Ärzte sollten Gerinnungswerte mindestens monatlich kontrollieren, um die Dosis zu überwachen, und sowohl einer Unterdosierung vorzubeugen, die zu Blutgerinnseln führen kann, sowie einer Überdosierung, die zu einer gefährlichen Blutungsneigung führen kann.

Hinweise zu Vitamin K für einen stabilen INR-/Quick-Wert bei Einnahme von Antigerinnungsmitteln


Hersteller und Ärzte empfehlen Patienten, die Antigerinnungsmittel einnehmen, ihre Einnahme von Vitamin K aus Nahrung und Nahrungsergänzungsmitteln so konstant wie möglich zu halten. Eine plötzliche Erhöhung der Einnahmemenge von Vitamin K kann den Effekt von Antigerinnungsmitteln verhindern, wohingegen eine plötzliche Absetzung oder Verringerung der Vitamin K-Einnahme die Effekte von Antigerinnungsmitteln verstärken könnte, und damit eine Blutungsneigung. Um den INR-, PT-, bzw. Quickwert in stabilen Bereichen zu halten, wird Patienten folgendes empfohlen:

  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Antigerinnungsmitteln sollte vor der Einnahme von neuen Medikamenten oder Nahrungsergänzungen ein Arzt oder Apotheker befragt werden
  • Nehmen sie die korrekte Dosis ihrer Medizin jeden Tag zur gleichen Zeit ein
  • Lassen Sie Ihre Gerinnungswerte unbedingt regelmäßig messen
  • Halten Sie Ihre tägliche Vitamin-K-Einnahme konstant
 

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