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Mangel

Ein manifester Vitamin-K-Mangel führt zur Beeinträchtigung der Blutgerinnung, was in der Regel durch Laboruntersuchungen der Gerinnungszeit festgestellt wird. Die Symptome sind eine Neigung zu blauen Flecken und Blutungen in Form von Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Blut im Urin, Blut im Stuhl, schwarzem Teerstuhl oder extrem schweren Monatsblutungen. Bei Säuglingen kann ein Vitamin-K-Mangel zu lebensbedrohlichen Blutungen innerhalb des Schädels (intrakranielle Blutungen) führen (8).

Erwachsene


Vitamin-K-Mangel ist bei gesunden Erwachsenen aus einer Reihe von Gründen selten: 1. Vitamin K ist in Lebensmitteln weit verbreitet, 2. der Vitamin-K-Zyklus bewahrt Vitamin K und 3. Bakterien, die normalerweise den Dickdarm bewohnen, synthetisieren Menaquinone (Vitamin K2). Dabei ist es jedoch noch unklar, ob erhebliche Mengen absorbiert und genutzt werden. Erwachsene, die von einem Vitamin-K-Mangel betroffen sind, sind häufig Patienten, die gerinnungshemmende Vitamin-K-Antagonisten als Medikamente einnehmen, sowie Menschen mit erheblichen Leberschäden bzw. -krankheiten (8). Darüber hinaus können Personen mit Störungen der Fettaufnahme ein erhöhtes Risiko eines Vitamin-K-Mangels aufweisen (6).

Kleinkinder


Neugeborene, die ausschließlich Muttermilch bekommen, können ein erhöhtes Risiko von Vitamin-K-Mangel haben, da Muttermilch relativ wenig Vitamin K im Vergleich zu Babynahrung enthält. Neugeborene haben generell einen geringen Vitamin-K-Spiegel und zwar aus folgenden Gründen:
1) Vitamin K ist nicht leicht über die Plazentaschranke transportierbar
2) der Darm von Neugeborenen ist noch nicht mit Baktieren kolonisiert, die Vitamin K erzeugen
3) der Vitamin-K-Zyklus ist möglicherweise bei Neugeborenen noch nicht voll funktionsfähig, insbesondere bei Frühgeborenen (6).

Säuglinge, deren Mütter Antikonvulsiva einnehmen (Medikamente, die epileptische Krampfanfälle verhindern), sind besonders dem Risiko von Vitamin-K-Mangel ausgesetzt. Ein Vitamin-K-Mangel bei Neugeborenen kann zu einer Blutungsneigung (VKDB) führen. Da VKDB lebensbedrohlich ist und einfach verhindert werden kann, empfiehlt eine Reihe von pädiatrischen Organisationen, dass allen Neugeborenen eine Injektion von Phylloquinon (Vitamin K1) verabreicht wird (15).

Kontroversen rund um die Gabe von Vitamin K an Neugeborenene


In den frühen 1990-er Jahren wurden zwei retrospektive Studien veröffentlicht, die auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Vitamin-K-Injektionen bei Neugeborenen und der Entwicklung von Leukämie im Kindesalter und anderen Formen von Krebs bei Kindern hindeuteten. Jedoch konnten zwei große retrospektive Studien in den USA und Schweden, die medizinische Unterlagen von 54.000 bzw. 1,3 Millionen Kindern untersuchten, keine Belege für einen Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen im Kindesalter und Vitamin-K-Injektionen bei der Geburt finden (16, 17). Außerdem konnte eine gemeinsame Analyse von sechs Fall-Kontroll-Studien, darunter 2.431 Kinder mit der Diagnose Krebs und 6.338 gesunde Kindern, keine Beweise dafür finden, dass Vitamin-K-Injektionen bei Neugeborenen das Risiko einer Kindheitsleukämie erhöht (18). In einer Erklärung empfiehl die American Academy of Pediatrics eine routinemäßige Vitamin-K-Prophylaxe für Neugeborene, weil VKDB lebensbedrohlich ist und die Risiken von Krebs unbewiesen und unwahrscheinlich sind (19).

Zur Gabe von niedrigen Dosen von Vitamin K1 an Frühgeborene zeigten die Ergebnisse von zwei Studien der Vitamin-K-Spiegel bei Frühgeborenen, dass die erste Standard-Dosis von Vitamin K1 (1,0 mg) für gesunde Kleinkinder für die Frühgeborenen zu hoch sein könnte (20, 21). Diese Erkenntnisse haben dazu geführt, dass einige Experten daraufhin zum Einsatz von Vitamin K1 eine erste Dosis von 0,3 mg / kg für Säuglinge mit einem Gewicht bei der Geburt von weniger als 1000 g (2 lbs, 3 oz) empfehlen, sowie eine erste allgemeine Dosis von 0,5 mg für Neugeborene, die wahrscheinlich hämorrhagische Krankheiten bei Neugeborenen zu verhindern vermag (20).

 

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