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Die weibliche Brust

Die äußere Form der weiblichen Brust ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Bei den meisten Frauen ist sogar die eine Brust etwas größer oder anders geformt als die andere. Das ist genetisch bedingt und nicht krankhaft.

Die weibliche Brust (lateinisch "mamma") besteht aus milchproduzierenden Drüsen mit dem umgebenden Fett- und Bindegewebe sowie den versorgenden Nerven und Gefäßen, sowie der Haut, der Brustwarze und dem Warzenvorhof.

Aufbau der weiblichen Brust
Grafik: DGK

Man kann sich die Struktur der milchproduzierenden Zellsysteme, der Drüsengewebe mit den Milchgängen, in der Brust wie ein Bündel Trauben vorstellen. Die Trauben entsprächen dann den gruppenweise auftretenden, milchausscheidenden Drüsenläppchen (Lobuli), während die Verästelungen die Hohlgänge repräsentieren, die als so genannte Milchgänge (Ductuli) die Milch von den Drüsen zur Brustwarze (Mamille) transportieren. Drüsen und Milchgänge sind in das Fettgewebe eingebettet, das der Brust ihre Form und Weichheit verleiht.

Die Brust selbst hat keine Muskeln, liegt aber dem großen und kleinen Brustmuskel (Musculus pectoralis maior und minor) auf, der vom Brust- und Schlüsselbein bis zu den Schulterknochen zieht.

In der Medizin wird die Brust schematisch in vier Quadranten eingeteilt, um den Ort einer krankhaften Veränderung innerhalb der Brustdrüse angeben zu können. Man denkt sich dabei ein Kreuz mit einer senkrechten und einer waagerechten Linie durch die Brustwarze hindurch. Die so entstehenden vier "Tortenviertel" werden nach ihrer Lage bezeichnet, wie zum Beispiel "oben/innen".

Da der Hauptanteil des Drüsengewebes im oberen äußeren Quadranten gelagert ist und das Mammakarzinom in der Regel von eben diesem Drüsengewebe ausgeht, befinden sich auch die meisten Mammakarzinome im oberen äußeren Quadranten.


Veränderungen der Brust

Das Brustdrüsengewebe reagiert empfindlich auf das zyklische Auf und Ab der Hormone. Gesteuert vom Ansteigen der Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen lagert sich im Verlauf des Monatszyklus verstärkt Wasser in die Brust ein, und mehr Blut fließt durch die Äderchen. Dadurch wird die Brust größer und fester. Kurz vor der Monatsblutung quillt das Gewebe zwischen den Drüsenläppchen auf, und es kann zu knotigen Veränderungen oder Spannungsgefühlen in der Brust kommen. Mit der Regelblutung bildet sich das Brustgewebe zurück und wird wieder weicher.

Veränderungen des Brustdrüsengewebes, Knoten, Entzündungen der Haut und der Brustwarze, Schmerzen oder Milchsekretion aus der Brustwarze können Anzeichen für Erkrankungen der Brust sein. Zyklusabhängige Beschwerden, wie Spannungsgefühl oder Schmerzen treten bei bestimmten gutartigen Erkrankungen verstärkt auf.

Wenn Sie Veränderungen in oder an Ihrer Brust bemerken, ist eine Untersuchung bei Ihrem Frauenarzt zur Abklärung der Ursache und zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung sehr wichtig. Außer der Tastuntersuchung gibt es verschiedene diagnostische Möglichkeiten, manchmal ist es auch erforderlich eine Gewebeprobe zu entnehmen. Die Therapie richten sich nach Art und Ausmaß der Erkrankung.

Lesen Sie dazu auch:
Selbstuntersuchung der Brust
Gute Heilungschancen bei Früherkennung


Erkrankungen der Brust

Mastopathie
Die Mastopathie, auch fibrozystische Mastopathie genannt, ist eine häufig vorkommende, gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes, die meist auf hormonellen Schwankungen beruht. Sie betrifft deswegen auch hauptsächlich geschlechtsreife Frauen zwischen 35 und 55 Jahren und tritt fast bei jeder fünften Frau, auf. Der Begriff Mastopathie stammt aus dem Griechischen: mastos = Brust, pathie = Erkrankung. Eine Mastopathie kann besonders gegen Ende des Zyklus mit Schmerzen oder Spannungsgefühle der Brust einhergehen.

Man unterscheidet zwei verschiedene Arten von Mastopathie, wobei sie häufig als Mischform vorkommt. Bei der fibrösen Mastopathie wuchert das Bindegewebe und es entstehen tastbare Knoten, die meist flächenhaft angeordnet sind. Kommen dabei auch Zysten vor, spricht man von einer zystischen Mastopathie mit tastbaren prallelastischen Knoten. Bei Ruptur einer Zyste kann dabei Flüssigkeit aus der Brustwarze austreten.

Eine Mastopathie ist grundsätzlich zwar sehr unengenehme Erkrankung, prinzipell jedoch kein Grund zur Sorge: Nur bei der seltenen Mastopathie mit Zellwucherungen (proliferierende Mastopathie) ist insbesondere bei Zellen, die vom üblichen Aussehen stark abweichen das Risiko einer Entartung bis zu einem gewissen Umfang erhöht. Ansonsten verläuft die Mastopathie gutartig.

Mastodynie
Schmerzen in der Brust (Mastodynie) können verschiedene Ursachen haben. An einigen Tagen im Monat verspüren viele Frauen in ihren Brüsten ein leichtes Ziehen. Dieses Spannungsgefühl hängt meist mit den ganz normalen Veränderungen der Brust im Laufe des Zyklus zusammen. Gehen diese Spannungsgefühle mit starken Schmerzen und Berührungsempfindlichkeiten einher, so spricht man von einer Mastodynie. Häufig tritt die Mastodynie in der zweiten Zyklushälfte in Verbindung mit einer Gelbkörperunterfunktion auf. Sie kann aber auch, unabhängig vom Zyklus, ein Symptom der oben beschriebenen Mastopathie darstellen oder auf eine Schilddrüsenfunktionsstörung hinweisen.

Brustschmerzen lassen sich einteilen in regelmäßig auftretende (zyklische) Schmerzen, zyklusunabhängige Schmerzen und Schmerzen, die nichts mit der Brust selbst zu tun haben.
Schmerzen sind in der Regel kein Hinweis auf Krebs. Sowohl zyklische als auch zyklusunabhängige Schmerzen können viele andere Ursachen haben. Trotzdem sollten Sie insbesondere bei einem genau lokalisierbaren, zyklusunabhängigen Schmerz zur eigenen Beruhigung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen und die eventuellen Ursachen abklären und eine bösartige Erkrankung ausschließen lassen.

Das Fibroadenom ist einer der häufigsten gutartigen Knoten in der Brust und tritt vor allem bei jüngeren Frauen zwischen dem 15 und 30 Lebensjahr und bei 45 bis 55 jährigen Frauen meist vor der Menopause auf. Fibroadenome bestehen aus Binde- und auch Drüsengewebe, können an mehreren Stellen der Brust auftreten und werden durch Östrogen im Wachstum beeinflusst. Das Wachstum verläuft häufig schubartig, besonders in der Schwangerschaft.

Mastitis
Eine Entzündung in der Brust (Mastitis) kann verschiedene Ursachen haben. Es kann sich dabei um eine lokale Infektion des Brustgewebes handeln, die Mastitis kann ein Anzeichen für eine andere gutartige Brusterkrankung oder Brustkrebs darstellen oder nach einem Trauma der Brust auftreten. Die Mastitis kann aber auch ein Anzeichen für eine verminderte Abwehrlage und allgemeine Infektion des ganzen Körpers sein, die sich zuerst im Brustgewebe äußert. Da die Milchgänge eine Eintrittspforte für Bakterien darstellen, tritt die Mastitis sehr häufig während der Schwangerschaft und in der Stillzeit auf und wird als Mastitis puerperale bezeichnet.

Man unterscheidet folgende Arten der Mastitis:

  • Entzündung in der Stillzeit (puerperale Mastitis)
  • Entzündung außerhalb der Stillzeit (non-puerperale Mastitis)
  • Akuter und chronischer Brustwarzenabszess (subareolärer Abszess)

Bei neu aufgetretenen Knoten, Verhärtungen oder Größendifferenz der Brust, Veränderungen‚ Einziehungen oder Absonderungen aus der Brustwarze, plötzlicher Rötung der Brust, Knoten in der Achselhöhle oder über dem Schlüsselbein oder anhaltende Schmerzhaftigkeit der Brust sollte man achtsam sein. Bei diesen Anzeichen kann es sich unter Umständen um eine bösartige Erkrankung der Brust, handeln. Um die genaue Ursache festzustellen, sollte man aber auf jeden Fall den Frauenarzt aufsuchen.


Lesen Sie dazu: Brustkrebs: Ursachen, Risiken, Symptome

 

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