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Forscher: Erdnuss-Allergien nehmen zu

Forschungsergebnisse aus England legen nahe, dass die Zahl der Kleinkinder zunimmt, die auf Erdnüsse allergisch reagieren. Eine Studie an 1.246 Kindern zwischen drei und vier Jahren fand heraus, dass gut drei Prozent der Kinder empfindlich auf Erdnüsse reagieren. 1,5 Prozent haben eine regelrechte Allergie gegen Erdnüsse. In einer Vergleichsstudie, die 1997 durchgeführt wurde, reagierte nur ein Prozent der Kinder empfindlich auf Erdnüsse.

In der Schweiz ist der Anteil der durch Erdnüsse hervorgerufenen allergischen Reaktionen bei Nahrungsmittel-Allergikern innerhalb von zehn Jahren von 1,5 auf 12,5 Prozent gestiegen. Auch in Deutschland nimmt nach Angaben von Prof. Stephan Bischof von der Medizinischen Hochschule Hannover die Zahl der Menschen mit Nuss-Allergien zu, noch sind die gegen Hasel- und Walnüsse verbreiteter als die gegen Erdnüsse. "Dennoch ist möglich, dass hierzulande die Zahl der Erdnuss-Allergiker ähnlich wächst wie in Großbritannien", sagt Bischof.

Frauen, in deren Familie bereits Heuschnupfen, Asthma, Ekzeme, Neurodermitis oder andere Allergien aufgetreten sind, sollten deshalb keine Erdnüsse während der Schwangerschaft und Stillzeit essen. Ein Blick auf die Zutatenliste vieler Lebensmittel verrät, ob Erdnüsse enthalten sind. Die Studie wurde veröffentlicht im Journal of Allergy and Clinical Immunology.

(aus: das gesunde Kind (pgk), Jg. 37, 1/2 – 2003)

 

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