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Sicherheit

Toxizität

Durch den Verzehr von Folsäure aus Nahrungsmitteln wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet. Sicherheitsbedenken beschränken sich auf hohe Aufnahmemengen synthetischer Folsäure. Ein Mangel an Vitamin B12, auch wenn er häufig nicht diagnostiziert wird, könnte möglicherweise einen grossen Anteil der Bevölkerung betreffen, insbesondere aber Senioren (siehe Abschnitt zu Folsäure und Vitamin B12). Ein Symptom des Vitamin B12-Mangels ist die megaloblastische Anämie, bei der als Ursache Vitamin-B12-Mangel von Folsäure-Mangel nicht unterschieden werden kann. Hohe Einnahmemengen Folsäure können, wenn sie einer Person mit einem bereits bestehenden, nicht erkannten Vitamin B12-Mangel gegeben werden, könnte eine megaloblastische Anämie symptomatisch verbessern ohne einen zugrunde liegenden Vitamin B12-Mangel zu korrigieren, der weitere gefährliche Auswirkungen haben kann, so dass die Person durch undiagnostizierbaren Vitamin-B12-Mangel möglicherweise ernste neurologische Schäden entwickeln könnte. Solche Fälle von neurologischen Schäden durch Vitamin-B12-Mangel werden meist erst ab Folsäure-Dosen von 5.000 mcg (5 mg) und höher gesehen. Um aber irreversible neurologische Schäden durch unentdeckten Vitamin-B12-Mangel wirklich sicher zu verhindern, gilt die Empfehlung der Gesundheitsbehörden einer maximalen täglichen Einnahmemenge von Folsäure bei 1.000 mcg (1 mg täglich). Es wurde auch festgestellt, dass ein Vitamin B12-Mangel bei Frauen im gebärfähigen Altersehr selten ist, weswegen eine Einnahme von Folsäure in Mengen jenseits von 1000 mcg bei diesen kaum zu Problemen führen dürfte (1), allerdings gibt es nur wenige Daten über die Auswirkungen von sehr hohen Einnahmemengen an Folsäure.

Zulässige maximale Einnahmemenge für Folsäure
Altersgruppe Maximum (mcg/Tag)
Kleinkinder 0 bis 12 Monate nur durch die Nahrung
Kinder 1 bis 3 Jahre 300
Kinder 4 bis 8 Jahre 400
Kinder 9 bis 13 Jahre 600
Jugendliche 14 bis 18 Jahre 800
Erwachsene ab 19 Jahren 1.000

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Wenn nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) wie Aspirin oder Ibuprofen in sehr großen therapeutischen Dosierungen (z.B. zur Behandlung von schwerer Arthritis) eingenommen werden, können sie den Folsäure-Stoffwechsel stören. Im Gegensatz dazu zeigt eine chronische Anwendung von niedrig dosierten NSAIDs keine negativen Auswirkungen auf den Folsäure-Status. Das krampflösende Mittel Phenytoin, kann die intestinale Resorption von Folsäure hemmen, und mehrere Studien könnten einen erniedrigten Folsäure-Status in Zusammenhang mit dem langfristigen Einsatz der Antikonvulsiva  Phenytoin, Phenobarbital und Primidon bringen (45). Allerdings haben nur wenige kontrollierte Studien die ernährungsbedingten Unterschiede der Aufnahme von Folsäure bei Benutzern von krampflösenden Mitteln gegenüber Nichtbenutzern untersucht. Eine gleichzeitige Einnahme von Folsäure mit cholesterinsenkenden Medikamenten wie Cholestyramin und Colestipol kann ebenfalls die Resorption von Folsäure beeinträchtigen (44). Methotrexat ist  ein Folsäure-Antagonist zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten, einschließlich rheumatoider Arthritis und Schuppenflechte. Einige der Nebenwirkungen von Methotrexat sind mit denen von schweren Folsäure-Mangel vergleichbar, und die Einnahme einer höheren Dosis Folsäure oder  entsprechender folsäurereiche Ernährung kann die Nebenwirkungen lindern, ohne aber die Wirksamkeit von Methotrexat zu beeinträchtigen. Für eine Reihe anderer Medikamente konnte eine folsäurehemmende Wirkung nachgewiesen werden, einschliesslich Trimethoprim (ein Antibiotikum), Pyrimethamin (ein Malariamittel), Triamteren (ein Medikament gegen Bluthochdruck) und Sulfasalazin (zur Behandlung von Colitis ulcerosa). Erste Studien von oralen Kontrazeptiva (Geburtenkontrolle-Pillen), die hohe Dosen von Östrogen enthalten, zeigten  nachteilige Auswirkungen auf den Folsäure-Status, jedoch  wurde dieses Ergebnis nicht durch neuere Studien zu den aktuell üblicheren niedrig dosierten oralen Kontrazeptiva bestätigt, bei denen ebenfalls nach Folsäure kontrolliert wurde (1).

 

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