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Milben mögen es mollig

Auch in Kleidung leben kleine Monster - Kuscheltiere auf Eis legen

Allergien sind zur Volkskrankheit geworden. Fast 70 Prozent der Allergiker in Deutschland leiden an einer Allergie gegen Hausstaubmilben, dicht gefolgt von Pollen, Nahrungsmitteln und Tierhaaren. Besonders belastet sind diejenigen, in deren Familie es gehäuft zu Allergien kommt.

Neben der erblichen Veranlagung bei Allergien wird ein Zusammenhang mit Umweltschadstoffen vermutet. Insbesondere im häuslichen Umfeld kann das Immunsystem des Menschen mit belastenden Allergenen konfrontiert werden: Hausstaubmilben, Tierhaare und Schuppen sowie auch Schimmelpilze, die sich vielfach in der Wohnung befinden, können zu geröteten Augen, Niesen, Husten, Hautausschlägen und asthmatischen Beschwerden führen.

Die heftigsten Symptome verspüren Allergiker zu Beginn der Heizperiode im Herbst, Pollenallergiker im Frühjahr und Sommer bei feuchtwarmer Witterung. Besonders starke Beschwerden bis hin zu Asthmaanfällen mit Atemnot treten sehr oft im Schlafzimmer morgens nach dem Aufwachen oder beim Bettenmachen auf.


Übeltäter ist nicht Staub, sondern Kot

Merke: Hausstaub-Allergiker reagieren in der Regel nicht wirklich auf "Staub" - da mag die geplagte Hausfrau noch so sehr putzen. Auslöser von allergischen Reaktionen ist vielmehr in den meisten Fällen der Kot der Hausstaubmilben. Die winzigen Spinnentierchen kommen bis zu einer Höhe von etwa 1800 Meter über dem Meeresspiegel in jedem Haushalt vor - da braucht sich keiner zu schämen. Staubsaugen kann sogar die Exkremente so richtig aufwirbeln.

Die Brutstätte der Milben sind Matratzen, textile Polstermöbel und Teppiche. Glatte Böden sind bei Milbenallergie günstiger als Teppichboden, da der Staub und damit der darin enthaltene Kot der Milben feucht gewischt werden kann und so beim Reinigen nicht aufgewirbelt wird. Ledermöbel sind unproblematisch. Auch Alltagskleidung ist eine wichtige Quelle der Plagegeister.

Bevorzugter Lebensraum der winzigen Monster ist jedoch das Bett, da hier optimale Vermehrungs- Temperaturen zwischen 25 bis 30 Grad herrschen und die relative Luftfeuchtigkeit auf bis zu 80 Prozent steigen kann. Die von jedem Menschen abgeschilferten Hautschuppen bieten ihnen die nötige Nahrung. Milben lieben zudem Staubfänger wie Vorhänge, Plüschtiere, Kissen oder getrocknete Blumen, hassen jedoch kalte, trockene Luft.


Oft helfen einfache Tricks

Eine gezielte Sanierung der Wohnung ist zwar wirkungsvoll, doch oft nicht durchführbar. Die Befreiung von den Haus- und Bettgenossen, auf die man liebend gern verzichtet, kann allerdings auch mit einfachen Tricks wie dem Aufenthalt von Textilien in der Waschtrommel vollzogen werden. Milben sterben aber erst bei einer Temperatur von etwa 58 Grad. Dies ist sowohl beim Bettzeug als auch bei der Kleidung zu beachten. Niedrigere Waschtemperaturen erfordern einen milbenabtötenden Waschzusatz.
Spezielle Matratzenbezüge (Encasings) können verhindern, dass Milben Kontakt zum Menschen bekommen. Diese Bezüge werden sogar häufig von den Krankenkassen bezahlt, wenn eine symptomatische Allergie besteht.


Plüschtiere ins Eisfach

Für Kuscheltiere gilt: Generell sagt das Gütesiegel von Spielzeug leider wenig über die Schadstoffe und erst recht nicht über eventuell enthaltene allergieauslösende Stoffe aus. Beim Kauf von Plüschtieren bringt es daher wenig, auf das CE-Zeichen (Communauté Européene) zu achten. Dieses garantiert nur, dass das Produkt den gültigen europäischen Sicherheitsnormen entspricht. Vertragen die Kuscheltiere der Kleinen keine heiße Temperaturen, hilft gegen Milbenbefall auch ein zwei- bis dreitägiger Aufenthalt in der Polaratmosphäre der Gefriertruhe, eingewickelt in eine Plastiktüte. Ihrem Kind können Sie erzählen, dass Teddy auf Urlaub am Nordpol ist.
Ein solche Säuberungsaktion für Plüschtiger und Co. sollte einmal im Monat erfolgen. So sorgen Sie dafür, dass sich die Milben aus dem Staub machen.

Tipp: Läuft Ihnen das ganze Jahr über die Nase? Nehmen Ihre Beschwerden zu, wenn Sie sich im Haus aufhalten? Erste Anzeichen für einen Dauerschnupfen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und frühzeitig einen allergologisch geschulten Arzt aufsuchen.
Die ständig gereizten und geschwollenen Schleimhäute sind für Infektionen besonders anfällig, und der zugeschwollene Nasen-Rachen-Raum stört die Belüftung der Ohrtrompete und begünstigt Mittelohrentzündungen. Geschwollene Nebenhöhlen verursachen Kopfschmerzen. Die Immunabwehr wird geschwächt. Man fühlt sich müde und abgeschlagen.


Tests schaffen Klarheit

Häufig genügt es, wenn Sie dem Arzt erzählen, wann, wo und wie die Beschwerden auftreten. Mittels verschiedener Testverfahren, wie beispielsweise dem Hautpricktest oder dem Allergie-Labortest, kann er spezifisches Immunglobulin E (vom Körper gebildete Abwehrstoffe gegen allergieauslösende Substanzen) nachweisen. Der Labortest erfordert lediglich einen Piks zur Blutentnahme und ist daher insbesondere bei Kindern der Test der Wahl. Die "Spezifische Immuntherapie" (früher auch Desensibilisierung genannt) kann die Empfindlichkeit gegen Hausstaubmilben herabsetzen. Dabei wird der Körper sehr langsam an die allergieauslösende Substanz gewöhnt. Diese Behandlung wirkt als einzige gezielt gegen die Ursache der allergischen Erkrankung und kann vom Spezialisten heute mit immer größerem Erfolg durchgeführt werden.

(aus: Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jg. 42, 12 – 2001)

 

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