Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland

Frauen in Deutschland werden im Schnitt 83 Jahre alt. Die häufigste – und zugleich unterschätzte – Todesursache bei Frauen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bestimmte Gesundheitsprobleme betreffen Frauen in Deutschland häufiger als Männer, wie zum Beispiel Arthrose, Osteoporose, Brustkrebs, Angststörungen und Depressionen. Dennoch schätzen 68,6 Prozent der Frauen ihre Gesundheit als gut ein. Über dies und vieles mehr informiert die neue Broschüre zur Frauengesundheit, die das Robert Koch-Institut (RKI) zusammengestellt hat.

Frauen treiben im Vergleich zu Männern weniger Sport. Nur jede dritte erfüllt hier die Empfehlungen der WHO. Frauen ernähren sich gesünder als Männer und sind seltener übergewichtig. Tatsächlich haben 47 Prozent der Frauen Übergewicht oder Adipositas, aber zwei von drei Frauen halten sich für „zu dick".

Ein Viertel der Frauen raucht täglich oder gelegentlich. Elf Prozent der Frauen trinken Alkohol in riskanten Mengen. Die Grenzwerte liegen bei einem kleinen Bier oder einem Glas Wein (125 ml) pro Tag. Bei Männern sind die Grenzwerte doppelt so hoch, sie sind häufiger alkoholabhängig als Frauen. Für Frauen gibt es viele Herausforderungen, wie etwa die ungleiche Verteilung von Gesundheitsressourcen und ihre Diskriminierung im Gesundheitssystem. Die Broschüre (Download unter www.bundesgesundheitministerium.de/Frauengesundheit-Broschuere-2023.pdf) gibt einen soliden Überblick über häufige Erkrankungen, wichtige Risikofaktoren, die Inanspruchnahme von Prävention und medizinischer Versorgung sowie Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen der Gesundheit. Der Auswirkung der Corona-Pandemie wird ebenfalls behandelt. Ein Blick in die Broschüre lohnt sich!


Erstellt: 29.06.2023

Quelle:

  1. Robert Koch-Institut (Hrsg) (2023) Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland – wichtige Fakten auf einen Blick. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. DOI: 10.25646/10818, ISBN: 978-3-89606-319-9.