DGK e.V. -Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e. V., Sektion Allergie und Haut, Dermatologisches Glossar
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Allergie und Haut
Dermatologisches Glossar

Aerosol
Ein Aerosol ist ein Gemisch eines Gases mit sehr feinem, festen Staub oder flüssigem (Nebel) Schwebstoff.

Allergie
Im Falle einer Allergie reagiert das Immunsystem unangemessen heftig auf eher harmlose Substanzen wie zum Beispiel Pollen, Tierhaare oder auch Nahrungsmittel. Allergien können sich in nahezu allen Organen manifestieren, am häufigsten betroffen sind jedoch Haut und Schleimhäute. Eine echte Hautallergie auf kosmetische Produkte entsteht mit einer Häufigkeit von 1:1 Million.

Aminosäuren
Aminosäuren sind Eiweißbausteine. Serin ist eine in der Haut besonders konzentriert vorkommende Aminosäure. Insgesamt sind 24 Aminosäuren bekannt, davon sind acht bis zehn essentiell, das heißt unentbehrlich, da der Organismus sie nicht selbst produzieren kann: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin; bedingt auch Arginin und Histidin.


Basalzellschicht, Basalmembran
Die Basalzellschicht ist die unterste Schicht der Oberhaut. Hier wachsen neue Zellgenerationen heran. Sechzig Prozent der Zellen in diesem Bereich sind "proliferativ" aktiv, die anderen vierzig Prozent sind eine "eiserne Reserve" zum Beispiel zur Wundheilung. Die neuen Zellen der Basalzellschicht brauchen bis zur Abstoßung in der Hornschicht etwa vier Wochen "Transitzeit".


Ceramide
Ceramide sind ein bedeutender Bestandteil der (siehe) Lipide der Haut. Sie sind Teil der Kittsubstanz zwischen den verhornenden Zellen.

Corium
siehe Lederhaut

Corneometer
Dient zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts der (siehe) Hornschicht. Eine Sonde wird auf Stirn, Wange und Kinn aufgesetzt - ein unspürbarer elektrischer Impuls durchdringt die oberste Hautschicht. Aufgrund des unterschiedlichen elektrischen Widerstands von Wasser und sonstigen Hautbestandteilen wird der Feuchtigkeitsgehalt bestimmt.

Creme
Cremes sind mehrphasige Zubereitungen; häufig bestehen sie aus einer öligen und einer wässrigen Phase, ähnlich denen einer (siehe) Emulsion. Man unterscheidet zwischen hydrophilen (O/W-) und lipophilen (W/O- Emulsion) Cremes.

Cutis
Lateinische Bezeichnung für die Haut, sie besteht aus Epidermis (Oberhaut) und Corium (Lederhaut)


Dermis
siehe Lederhaut


Emulsion
Emuslionen sind Gemische aus Ölen und Wasser, die aus sehr fein verteilten Tröpfchen der öligen in der wässrigen (Ö/W-Emulsion) Phase oder umgekehrt (W/Ö) bestehen. Ein aktuelles Resultat der dermokosmetologischen Forschung sind die 3-Phasen-Emulsionen (Ö/W/Ö-Emulsion bzw. W/Ö/W-Emulsion). In der Regel werden Emulgatoren zur Stabilisierung durch eine Veränderung der Oberflächenspannung eingesetzt. Meist stabilisieren Emulgatoren die Emulison und verändern ihre Oberfläche spontan.

Epidermis
siehe Oberhaut

Erythemschwelle
Unter Erythemschwelle versteht man die Dosis an (UV-)Strahlen, die eine Hautrötung (Erythem) erzeugt. Die Erythemschwelle ist vom Pigmenttyp abhängig. Schon Strahlendosen unterhalb der Erythemschwelle - bereits ab 60 Prozent - verursachen Dauerschäden.


Fettige Haut
Fettige Haut ist oft dick, großporig, fahl, neigt zu Unreinheiten und Fettglanz.

Feuchthaltefaktoren
Die natürlichen Feuchthaltefaktoren der Haut (Natural moisturizing factors = NMF) sind selektiv im (siehe) Stratum corneum lokalisiert und tragen zur Geschmeidigkeit der (siehe) Hornschicht bei. Sie bestehen im Wesentlichen aus verschiedenen Zuckern, (siehe) Aminosäuren, Harnstoff, Milchsäure und a-Pyrrolidoncarbonsäurederivaten.

Feuchtigkeitsarme Haut
Durch leichtes Schieben der Haut im Wangenbereich werden bei feuchtigkeitsarmer Haut Trockenheitsfältchen sichtbar. Feuchtigkeitsarme Haut verliert durch die geschwächte epidermale Barriere Wasser ((siehe)Transepidermaler Wasserverlust - TEWL), benötigt daher natürliche Feuchthaltefaktoren wie (siehe) Serin.

Fruchtsäuren
Fruchtsäuren sind ein Sammelbegriff für verschiedene Säuren, die in zahlreichen Obstsorten vorkommen. Verwendet werden meist so genannte "Alpha-Hydroxy-Säuren“ (AHAs). Am häufigsten eingesetzt wird die Glycolsäure. Fruchtsäuren verringern den Zusammenhalt der Hornschüppchen in den oberen Hautschichten. Abgestorbene Hautzellen oder übermäßige Verhornungen werden abgelöst. Gleichzeitig nimmt der Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu. Diskutiert wird auch die Zunahme der kollagenen Fasern ((siehe) Kollagen). In geringer Konzentration wirken Fruchtsäuren. als Feuchthaltemittel; ab einer Konzentration von 5 bis 10 Prozent wirken sie keratolytisch, das heißt abschilfernd, das Hautbild erneuernd.


Galenik
Begriff aus der pharmazeutischen Technologie. Die Galenik befasst sich mit der Zubereitung, Formgebung und technologischen Prüfung der Arzneimittel und Kosmetika. Eine zentrale Fragestellung der Galenik ist es, ob und wie sich bestimmte Wirkstoffe in wässrigen (Lotion, Gel) oder fettreichen (Creme, Salbe etc.) Formulierungen lösen lassen.

Gel
Halbfeste Zubereitungen, die auch in der Kosmetik Verwendung finden. Sie können als Oleogele (Basis sind Fette und Öle) und Hydrogele (Basis ist wässrig) vorliegen und erhalten ihre Konsistenz durch Gelbildner.

Glanzschicht
Die stark verdickte, glänzende Hornschicht zum Beispiel an den Handinnenflächen und Fußsohlen wird als Glanzschicht (lat. Stratum lucidum) bezeichnet.


Harnstoff = Urea
Der in der Epidermis befindliche Harnstoff ist ein natürlicher (siehe) Feuchthaltefaktor (NMF) und stammt aus dem Schweiß und dem Keratinisierungsprozess. Seine Wasserbindungsfähigkeit findet sowohl intra- als auch extrazellulär statt. Ebenso wie die anderen NMF bindet Harnstoff Wasser in der (siehe) Hornschicht und trägt so mit dazu bei, einen übermäßigen (siehe) transepidermalen Wasserverlust an der Grenzfläche der Haut zur Umwelt zu verhindern. Nach äußerlicher Applikation durchdringt Harnstoff die (siehe) Hornschicht bis in das (siehe) Corium, ohne dass ein Abbau stattfindet. In Abhängigkeit von Vehikel und eingesetzter Konzentration kann Harnstoff neben seiner wasserbindenden Wirkung auch penetrationsfördernde, keratoplastische und juckreizstillende Effekte auslösen. Die Substanz ist nicht giftig und wird auf normaler Haut gut vertragen.

Hauterythemdosis
siehe Erythremschwelle

Hauttrockenheit
Hauttrockenheit kann bedingt sein durch einen Mangel an Fett (trocken-lipidarme Haut) oder an Feuchtigkeit. In beiden Fällen ist die Barrierefunktion der Haut gestört, die nicht gecremte Haut fühlt sich trocken und rau an. Trockene Haut ist dünn, feinporig, schuppt leicht und neigt zu Spannungsempfindungen. Unterschiede bei den Hauttrockenheiten bestehen in der Ursache (erhöhter (siehe) transepidermaler Wasserverlust/TEWL bzw. verminderte Talgproduktion), was auch grundsätzlich unterschiedlichen Pflegebedarf bedingt.

Hauttyp
Der Hauttyp (normale, fettige, trockene oder Mischhaut) entwickelt sich in der Pubertät und ist veranlagungsbedingt. Im Laufe des Lebens nimmt die Talgproduktion der Haut ab und damit der Fettbedarf zu, reife Haut ist also oft trocken-lipidarme Haut. Der Hauttyp verändert sich durch Kosmetika nicht.

Hautzustand
Der Hautzustand - schuppend, zu Rötungen, Unreinheiten, Fältchenbildung neigend etc. - kann durch die Auswahl gezielter Wirkstoffe mit Kosmetika beeinflusst werden.

Hornschicht
Zu kernlosen Hornzellen (Korneozyten) umgebaute Keratinozyten bilden die Hornschicht als die äußerste Schicht der Haut. An stark belasteter Haut (Fußsohlen etc.) ist die Hornschicht stark verdickt ((siehe) Glanzschicht), auf den Augenlidern sehr dünn, und an Schleimhäuten fehlt sie gänzlich. Äußere Faktoren wie Tabakrauch oder Sonneneinstrahlung (Lichtschwiele) führen zur Verdickung der Hornschicht.

Hydrolipidfilm, Hydrolipidmantel
Der Hydrolipidfilm ist Bestandteil der epidermalen Barriere. Er besteht aus Schweiß und Hauttalg. Der Hydrolipidfilm bildet bei einem pH-Wert von vier bis sechs die Pufferhülle der Haut, schützt sie vor Bakterienwachstum und vor dem Austrocknen. Falsche Hautpflege kann den Hydrolipidfilm stören.


Keratinozyten
siehe Hornschicht

Körnerzellschicht
Die Körnerschicht (Stratum granulosum) ist der Bereich der Zellreifung. In dieser mittleren Schicht der Oberhaut erfolgt der Umbau der lebenden Körnerzellen (Keratinozyten) zu kernlosen Hornzellen (Korneozyten). Hier entstehen die lipidhaltigen Vesikel (Bläschen), deren Inhalt als Substanz zum "Verkitten" in den Zellzwischenraum abgegeben wird (interzelluläre Lipidschicht, Barrierefunktion der Haut).

Kollagen
Kollagen ist ein (Struktur-)Protein des extrazellulären Matrixmaterials der (siehe) Dermis, es bildet sozusagen das "Stützkorsett" der (siehe) Lederhaut.


Langerhans-Zellen
Langerhans-Zellen sind im tiefen (siehe) Stratum spinosum gelegene Zellen des Immunsystems. Sie gehören dem Monozyten-Makrophagen-System an und haben phyagozytotische Fähigkeiten (Fresszellen).

Lederhaut
Die Lederhaut (Dermis, Corium) besteht aus zwei Schichten: einer oberen dünnen Zone ((siehe) Stratum papillare) und einem kräftigen unteren Bereich (Stratum reticulare) aus faserreichem Bindegewebe. Letzterer verleiht der Haut ihre speziellen Eigenschaften - Festigkeit und Elastizität. Im Stratum papillare befinden sich Blutgefäße und Nervenendigungen. Durch zapfenförmige Ausbuchtungen (Papillen) ist die Lederhaut in diesem Bereich mit der Oberhaut verzahnt. Bis hier wird die Haut von innen ernährt, in der Lerderhaut findet der Nähr- und Sauerstoffaustausch statt.

Lichtschutzfaktoren
Der Lichtschutzfaktor auf dem Sonnenschutzmittel oder dem Bekleidungsetikett, multipliziert mit der Eigenschutzzeit (EZ) der Haut ((siehe) Pigmenttyp), ergibt die Zeitspanne in Minuten, während der eine Erythembildung verhindern kann. Geschädigt wird die Haut schon ab einer Bestrahlungszeit von 60 Prozent. Beispiel: EZ 10 Minuten x LSF 20 : das Produkt schützt max. 200 Minuten bzw. (knapp) drei Stunden vor der Rötung; geht man von 60 Prozent aus, schützt LSF 20 also 2 Stunden.
Wiederholter Auftrag ist bei allen Sonnenschutzmitteln - auch bei wasserfesten - erforderlich! Die Schutzzeit wird dadurch nicht verlängert, sondern stabilisiert den Sonnenschutz für die errechnete Bestrahlungszeit.

Lipide
Die von den (siehe) Korneozyten synthetisierten Lipide werden während der epidermalen Differenzierung in den Lamellenkörperchen des (siehe) Stratum granulosum gespeichert und in der Grenzschicht (Stratum compactum) in die Interzellularräume ausgeschleust und hydrolisiert. Die so entstandenen Lipidfraktionen, bestehend aus Cholesterol (20 bis 25 Prozent), (siehe) Ceramiden (40 Prozent) und freien Fettsäuren, werden lamellenartig an das (siehe) Stratum corneum angelagert, halten dadurch die Hornzellen zusammen und sind für die Barrierefunktion der Haut bedeutsam.
Die Lipide werden wegen ihrer Funktion häufig als "Kittsubstanz" bezeichnet.

Liposome
Liposome sind winzig kleine Kügelchen im Nanometerbereich. Sie bestehen aus einer Doppelmembran-Hülle aus Phospholipiden. Im Kern können sie verschieden "beladen" sein. So dienen sie als Vehikel für die kontrollierte Freisetzung von kosmetischen Wirkstoffen und zur Optimierung der Verfügbarkeit von Wirkstoffen in bestimmten Hautschichten. In manchen Dermokosmetika kommen unbeladene Liposomen zum Einsatz, deren wesentlichste Wirkung in der vermehrten Hydratation der Haut zu sehen ist. Des Weiteren ermöglichen Liposomen eine Fixierung von Wirkstoffen in den obersten Hautschichten. Die dadurch erschwerte Auswaschung erhöht zum Beispiel die Wasserfestigkeit von UV-Filtern.


Melanin
Melanin ist das braune bis schwarze Pigment, das in Melanozyten unter dem Einfluss bestimmter Hormone und von UV-Strahlung gebildet und von bestimmten Zellen bzw. in den Haaren gespeichert wird. Die Melanozyten stehen im Verhältnis 1:36 zu den Keratinozyten. Melanin lagert sich auf der Oberseite der Keratinozyten - wie ein Schutzschirm - an. Die durch Melaninpigment gebildete Bräune ist eine Abwehrreaktion der Haut zum Schutz gegen UV-Strahlung.

Melanin bildende Zellen
In den unteren Schichten der Epidermis liegen verstreut Melanin bildende Zellen. Sie werden durch einen bestimmten Anteil des UV-Spektrums angeregt, den Farbstoff bzw. seine Vorstufen zu bilden und geben diesen an die umliegenden Körnerzellen ab.

Melanozyten
siehe Melanin bildende Zellen

Menopause
Frauen treten zwischen dem 47. und 52. Lebensjahr in die Menopause ein. Der Begriff bezeichnet das Datum der letzten Menstruation als Folge nachlassender Ovarialfunktion. Die Menopause ist eine Phase der Wechseljahre (Klimakterium), die bereits Jahre vor Ende der Menstruation beginnen. Die Haut wird in der Menopause trockener, reagiert auf äußere und innere Faktoren empfindlicher, verliert an Dichte und Struktur.

Merkel-Zellen
Die Merkel-Zellen sind in der (siehe) Basalzellschicht gelegene große, helle Zellen, die an der Rezeption mechanischer Reize beteiligt sind.

Mischhaut
Bei Mischhaut ist die "T-Zone" (Stirn und Nase) tendenziell fettig, die Haut der Seitenpartien nicht.


Oberhaut
Die Oberhaut (Epidermis) ist ein aus vier Schichten aufgebautes verhornendes Plattenepithel (d. h. aus flachen Zellen). Die selbst gefäßlose Oberhaut besteht zu 90 Prozent aus Keratinozyten, die sich zu Korneozyten (äußere Hornschicht) umwandeln. Außerdem enthalten sind die Melanin bildenden Zellen des Pigmentsystems (Melanozyten), Zellen des Immunsystems ((siehe) Langerhans-Zellen, (siehe) T-Lymphozyten) und Zellen des Nervensystems ((siehe) Merkel-Zellen). In der untersten Schicht der Oberhaut (Basalzellschicht) reifen durch Teilung neue Zellen heran. Sie durchwandern die Epidermisschichten (Stachelzellschicht und Körnerzellschicht) nach außen, im Verlauf sterben die Zellkerne ab und die Zellen verhornen zur Hornschicht. Die Dicke der Oberhaut beträgt zwischen 0,04 und 0,4 Millimeter.


Pigmenttyp
In Europa werden vier Pigmenttypen unterschieden, natürlich gibt es zahlreiche Mischformen.
Pigmenttyp 1, der "keltische Typ", ist rothaarig, hat helle Augen, sehr helle Haut und viele Sommersprossen - Eigenschutzzeit in der Sonne maximal 10 Minuten.
Pigmenttyp 2, der "germanische Typ", ist blond, hat blaue bis graue Augen, helle Haut - Eigenschutzzeit in der Sonne maximal 20 Minuten.
Pigmenttyp 3, der "dunkelhäutige Europäer", ist brünett, hat graue bis braune Augen, wirkt stets leicht gebräunt - Eigenschutzzeit 30 Minuten.
Pigmenttyp 4, der "mediterrane Typ", hat dunkle Haare, dunkelbraune Augen, eine oliv getönte Haut - Eigenschutzzeit 40 Minuten.


Radikale
(Freie) Radikale sind hochreaktive Moleküle, die ein schädigendes Potenzial für die Haut haben, indem sie DNA, Proteine und andere wichtige Moleküle angreifen, verändern oder auch zerstören. Die Haut kann durch (siehe) Radikalfänger vor dieser Schädigung geschützt werden.

Radikalfänger (komplexe)
Radikalfänger sind antioxidative Substanzen, wie zum Beispiel das fettlösliche Vitamin E (Tocopherol) und das wasserlösliche Vitamin C. Wenn diese Radikalfänger auf die Haut aufgetragen oder mit der Nahrung zugeführt werden, können sie eine Schutzwirkung ausüben: sie "fangen" die (siehe) freien Radikale ab, bevor diese die DNA, Proteine und andere wichtige Moleküle schädigen.


Salbe
Salben sind streichfähige, halbfeste Zubereitungen, die zur Anwendung auf der Haut oder den Schleimhäuten bestimmt sind. (siehe Emulsion)

Sebumeter
Erlaubt die quantitative Messung des Talg- bzw. Sebumgehalts der Hautoberfläche. Ein Messgerät mit einer Folie von 8 x 8 mm wird auf Stirn und Wange aufgelegt. Mittels einer Fotozelle wird photometrisch die Transparenz der Folie abgetastet. Durch die Abhängigkeit der Lichtdurchlässigkeit der Folie zur Fettmenge wird der Sebumgehalt berechnet.

Serin
Serin ist die in der Haut am stärksten vorhandene (siehe) Aminosäure und von Natur aus als natürlicher (siehe) Feuchthaltefaktor in der Haut enthalten.

Stachelzellschicht
Die Stachelzellschicht (Stratum spinosum) ist wie die Körnerzellschicht Bereich der Zellreifung und -differenzierung.

Stratum basale
siehe Basalzellschicht

Stratum corneum
siehe Hornschicht

Stratum granulosum
siehe Körnerzellschicht

Stratum lucidum
siehe Glanzschicht

Stratum papillare
Äußere Schicht der Lederhaut, ein lockeres Geflecht mit kollagenen Fasern. Fingerförmige Ausbuchtungen (Papillen) ragen in die Basalmembran der Epidermis hinein, jede einzelne ist mit Blutgefäßen zum Stoffaustausch (Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff, Abtransport) durchzogen.

Stratum reticulare
Innere Schicht der Lederhaut und Grenze zur Unterhaut. Die feste Struktur aus scherengitterartig angeordneten Kollagenfasern dient der Dehnbarkeit der Haut. Elastische Fasern holen die gedehnte Haut wieder in ihre Ausgangsform zurück. Dem Startum reticulare entspringen auch Nerven, Gefäße, Haarfollikel, Schweiß- und Talgdrüsen enthalten.

Stratum spinosum
siehe Stachelzellschicht

Subcutis
siehe Unterhaut


T-Lymphozyten
T-Lymphozyten sind die weißen Blutkörperchen, die die Träger der zellvermittelten Immunität sind.

Talgdrüsen
Talgdrüsen sind besonders stark im Gesichts- und Schulterbereich vorhanden (etwa neunmal häufiger als am Körper). Die Haut an Handflächen und Fußsohlen besitzt keine Talgdrüsen.

Transepidermaler Wasserverlust (TEWL)
Der transepidermale Wasserverlust wird durch die von der Hautoberfläche freigesetzten Menge Wasser in Gramm pro Quadratmeter pro Stunde definiert. Der TEWL ist bei einer Schädigung der Hautbarriere und insbesondere bei Neurodermitis erhöht.


Unterhaut
Die Unterhaut (Subcutis) besteht überwiegend in lockerem Fettgewebe aus Fettzellen und Bindegewebe, wichtig für die Isolation/den Wärmehaushalt des Körpers und als Polster. Das Fettgewebe hat eine Struktur aus traubenförmigen Läppchen; die "Beeren der Traube" sind mehr oder weniger prall gefüllt mit Fett. Außerdem verlaufen in der Unterhaut Nerven und Blutgefäße. Die Unterhaut ist die Grenzschicht zwischen Haut und Muskulatur.

UVA
UVA-Strahlen machen 95 Prozent der auf der Erdoberfläche ankommenden UV-Strahlen aus. Sie sind im Gegensatz zu den UVB-Strahlen auch morgens und abends sowie im Winter relativ intensiv. Der Anteil von 320 bis 400 Nanometer im Lichtspektrum wird als Ultraviolett-A bezeichnet.
UVA-Licht verursacht vorwiegend chronische Hautschäden und allergieähnliche Reaktionen. Insbesondere lichtempfindliche Haut benötigt ein Sonnenschutzprodukt, das neben dem UVB-Anteil auch diesen Bereich abdeckt.

UVB
UVB-Strahlung ist der Bereich von 280 bis 320 Nanometer Wellenlänge. UVB ist kurzwelliger, energiereicher und aggressiver als UVA. Typische Folgen übermäßiger UVB-Einstrahlung sind akute Schäden, zum Beispiel Sonnenbrand.


Videomikroskop
siehe Visioscan

Visioscan
Die Haut wird mit einer hochauflösenden Schwarz-Weiß-Video-Kamera zur bildlichen Darstellung von Hautstruktur, Pigmentflecken, Falten und Rauheit abgetastet. Die spezielle hautschonende UVA-Lichtquelle (375 nm) schließt unerwünschte Lichtreflexe aus. Die Darstellung in 256 Grautönen ergibt eine gestochen scharfe Abbildung, die dem Dermatologen eine gute Detailanalyse erlaubt.

 

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