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Das menschliche Gebiss, der Aufbau des Zahns, der Zahnhalteapparat (Parodont)
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Wissenswertes über Zähne
gesunde Zähne ein Leben lang
Fotoquelle: PhotoAlto

Zähne erfüllen wichtige Funktionen. In erster Linie dienen sie zur Nahrungsaufnahme und leisten als "Nahrungszerkleinerer" eine wichtige Vorarbeit bei der Ernährung. Sie sind aber auch eine Art "Visitenkarte". Gesunde, weiße Zähne verleihen einem Menschen ein strahlendes Lachen, tragen also wesentlich zu einem sympathischen Erscheinungsbild bei. Da wir unsere Zähne in der Regel ein Leben lang behalten, sollte ihrer Pflege und Gesunderhaltung eine wichtige Bedeutung zukommen. Denn sind die Zähne einmal zerstört, kann man sie nur noch reparieren oder durch künstliche Materialien ersetzen, die jedoch niemals ein gleichwertiger Ersatz für den eigenen, natürlichen Zahn sein können.


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Das menschliche Gebiss

Die ersten Zähne lassen sich frühestens ab dem sechsten Lebensmonat sehen. Das so genannte Milchgebiss im Kindesalter besteht aus 20 Zähnen. Die Pflege der Kinderzähne sollte so früh wie möglich beginnen. Denn ein gesundes Milchgebiss ist eine wichtige Grundlage für ein gesundes "bleibendes Gebiss". Der vorzeitige Verlust eines Milchzahns etwa kann sich negativ auf den Durchbruch der bleibenden Zähne auswirken.

Die bleibenden Zähne brechen zwischen dem 7. und 14. Lebensjahr durch, wobei der Durchbruch der Weisheitszähne in der Regel erheblich später erfolgt.
Das vollständige Gebiss von Erwachsenen hat 32 Zähne, die sich in verschiedene Typen unterteilen:
8 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 8 kleinere Backenzähne (Prämolaren) und 12 große Backenzähne (Molaren) inklusive der Weisheitszähne.
Die Zähne sind über den Zahnhalteapparat (Parodont) im Ober- und Unterkieferknochen verankert.


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Der Aufbau des Zahns

Der Zahn (lateinisch: dens) gliedert sich im Mund in einen sichtbaren und einen unsichtbaren Teil. Der sichtbare Abschnitt besteht aus der Zahnkrone.
Der wesentlich längere, unsichtbare Teil ist unterteilt in den Zahnhals, der bei gesunden Zähnen unter dem Zahnfleisch liegt, und in die Zahnwurzel, die im Kieferknochen verankert ist. Anatomisch unterscheiden sich die Zähne insbesondere durch die Anzahl und Länge der Wurzeln: Schneidezähne, Eckzähne und Prämolaren haben jeweils eine Wurzel, wobei die der Eckzähne etwas länger ist. Die Molaren des Oberkiefers besitzen drei, die des Unterkiefers zwei Wurzeln.

Die Zahnkrone ist überzogen mit dem Zahnschmelz, der härtesten Substanz des menschlichen Körpers. Der Schmelz, der bis zum Zahnhals reicht und dort ausläuft, besteht fast ausschließlich aus einer Mineralschicht und schützt den Zahn vor schädigenden Einflüssen und Erosion (Abnutzung, Abrieb). Vom Zahnhals an sind die Wurzeln mit einer dünnen aber sehr harten Schicht, dem Wurzelzement, umgeben. An diesem Zement ist der Zahn mit Fasern im Kieferknochen verankert.

Der größte Teil des Zahns besteht aus dem Zahnbein (Dentin), das von der Wurzel bis in die Zahnkrone reicht und wesentlich weicher ist als der Zahnschmelz. Das Zahnbein wiederum umschließt das empfindlichste Organ des Zahns, das Zahnmark (Pulpa). Dieses besteht aus Bindegewebe und ist von Blutgefäßen, die den Zahn versorgen, Lymphgefäßen und Nervenfasern durchzogen. Die Pulpa wird umgangssprachlich auch als Zahnnerv bezeichnet, da Reizungen und Entzündungen des Zahnmarks zu Schmerzen führen können. Entzündungen können sich über die Pulpa bis in den Knochen- und Wurzelspitzenbereich ausbreiten. In einem solchen Fall spricht man von einer Pulpitis. Feine Ausläufer der Pulpa durchziehen auch das Dentin und reichen fast bis an den Zahnschmelz heran. Auf diese Weise können Reize wie heiß und kalt, süß oder sauer an den “Zahnnerv” weitergeleitet werden. Neben der Versorgung des Zahns kommt der Pulpa so auch eine wichtige Warnfunktion zu. Treten Schmerzen auf, sollte man auf jedem Fall einen Zahnarzt aufsuchen. Denn Ursache des Schmerzes können eine Karies, frei liegende Zahnhälse, Entzündungen oder Verletzungen sein.


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Der Zahnhalteapparat (Parodont)

Der Zahnhalteapparat (Parodont) bezeichnet das Verankerungssystem des Zahns im Ober- und Unterkieferknochen. Das Parodont besteht aus dem Zahnfleisch, der Knochenalveole, dem Desmodont und dem Wurzelzement.

Das Zahnfleisch (Gingiva) ist ein spezieller Teil der Mundschleimhaut. Es umgibt den sichtbaren Zahn und ist mit dem Zahnschmelz bzw. dem Zahnwurzelzement durch den so genannten Epithelansatz verbunden. Das Epithel ist ein unverhorntes, äußeres Schutzgewebe des Zahnfleischs. Durch diese Verbindung wird der Körper gegen Bakterien abgeschottet. Interdental- oder Zahnfleischpapille nennt man den Teil der Gingiva, der sich zwischen den Zähnen befindet. Als Gingivitis bezeichnet man die häufig auftretende “Zahnfleischentzündung”.

Unter der Knochenalveole versteht man das Zahnfach im Kieferknochen, in das die Zahnwurzel eingebettet ist. Entsprechend der Anzahl der Zahnwurzeln kann es pro Zahn mehrere Knochenalveolen geben. Sie bilden den knöchernen Anteil des Parodonts.

Das Desmodont (Zahnwurzelhaut) umgibt bei einem gesunden Zahn den Wurzelbereich und ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Zahn und Kieferknochen. Durch seine elastischen Fasern ermöglicht das Desmodont dem Zahn innerhalb des Zahnfaches eine gewisse Beweglichkeit und kann so Druck auf den Zahn “abfedern”.

Durch Plaquebakterien, die sich ober- und unterhalb des Zahnfelischrandes ansiedeln, kann es zu entzündlichen Reaktionen des Parodonts kommen. In diesem Fall spricht man von einer Parodontitis oder parodontalen Erkrankungen.

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