DGK e.V. -Herzinfarkt ist keine Männersache, mehr Frauen als Männer sterben daran, Frauen haben schlechtere Überlebenschancen und höhere Risiken
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Herzinfarkt bei Frauen

Herzinfarkt ist kein Männerproblem – im Gegenteil!
Herzinfarkt als Todesursache ist bei Frauen häufiger als bei Männern. Das ist kaum bekannt. Fragt man nämlich Frauen, vor welcher Krankheit sie sich am meisten fürchten, nennen viele den Brustkrebs. Bis zum 65. Lebensjahr ist der Brustkrebs auch tatsächlich die häufigste Todesursache. Doch danach sterben die meisten Frauen an einem Herzinfarkt.

Ein Grund für die geringeren Überlebenschancen bei Frauen mit Herzinfarkt könnte das höhere Lebensalter sein. Bis zur Menopause sind Frauen offenbar ganz gut herzgeschützt.

"Wenn ein Mann einen Herzinfarkt bekommt, geht die Frau zum Telefon und ruft den Notarzt.
Wenn eine Frau einen Herzinfarkt bekommt, ist der Mann schon tot."
Dr. med. Günter Gerhardt
am 13.10.07 anlässlich des Symposiums "Heart Disease in Woman" in Marburg

Wichtig: Symptome erkennen – sofort den Rettungsdienst unter Telefon 112 alarmieren

Deutsche Herzstiftung warnt vor zuviel Bescheidenheit
Mit solchen Plakaten macht die Deutsche Herzstiftung auf die fatalen Folgen des Abwartens aufmerksam.

Bei Frauen kann sich ein Herzinfarkt mit vergleichsweise unspezifischen Symptomen bemerkbar machen, z. B. mit Übelkeit, Luftnot, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen. Wichtig: Wenn Beschwerden dieser Art in noch nie zuvor gekanntem Ausmaß auftreten, sofort die 112 wählen! Möglicherweise steckt ein Herzinfarkt dahinter.

Viele Patienten zögern vor allem in der Nacht und am Wochenende, den Rettungsdienst zu rufen. Niemals in der Nacht auf den Morgen warten, niemals am Samstag oder Sonntag auf den Montag! Bei einem Herzinfarkt geht es nicht um einen ärztlichen Rat oder eine normale Behandlung, die Stunden Zeit hat. Beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Ohne Zeitverzögerung müssen Betroffene ins rettende Krankenhaus gebracht werden. Sie verlieren wertvolle Zeit, wenn Sie zunächst beim Hausarzt oder bei Verwandten oder Nachbarn anrufen.

Wenn Sie bei Verdacht auf Herzinfarkt die 112 oder die örtliche Notrufnummer anrufen, äußern Sie deutlich Ihren Verdacht, weil sonst nur ein einfacher Rettungswagen kommt. Der Rettungswagen mit Notarzt ist mit einem Defibrillator ausgestattet, mit dem die lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) beendet werden können.                                 (Quelle: www.herzstiftung.de)



Spezifisch weibliche Risikofaktoren für einen Herzinfarkt

Unter den Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems stellen Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörung die größten Bedrohungen für Frauen und Männer dar. Frauen sind allerdings von einzelnen dieser Risiken stärker betroffen und tragen zudem weitere, spezielle Risikofaktoren für einen Herzinfarkt.

Vor allem die Zuckerkrankheit Diabetes ist für Frauen gefährlich. Im Vergleich zu Männern erhöht sie das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um das Doppelte, gegenüber einem gesunden Menschen sogar um das 6-Fache.

Auch belasten bestimmte Störungen des Fettstoffwechsels Frauen stärker als Männer. Zwar scheint das sogenannte „schlechte“ LDL-Cholesterin von geringerer Bedeutung zu sein als beim Mann – erhöhte Werte anderer Blutfette (der Triglyceride) und zu niedrige Werte des „guten“ HDL-Cholesterins führen bei Frauen allerdings zu einer größeren Gefährdung für einen Herzinfarkt.
Zusätzlich erhöhen bei Frauen die Wechseljahre das Risiko eines Infarktes, weil der schützende Effekt, den das natürliche Hormon Östrogen auf die Gefäße hat, nach den Wechseljahren entfällt.

Ein besonderes Infarktrisiko für Frauen birgt die Kombination aus Rauchen und Einnahme der „Anti-Baby-Pille“. Abhängig vom Alter und anderen Risikofaktoren steigt das Herzinfarkt-Risiko hier bis zum 20-Fachen an. Auch ein bewegungsarmer Lebensstil ist ein Risikofaktor.

Psychische Faktoren spielen bei Frauen eine größere Rolle für das Infarktrisiko als beim Mann: Dauerhafter, unbewältigter Stress etwa durch berufliche und familiäre Doppelbelastung oder Depressionen wirken sich negativer aus.

 

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