DGK e.V. -Vitamin D, Übersicht, Funktion, Mangel, Dosis, Vorkommenm, Sicherheit, Prävention, Therapie, Quellenverzeichnis
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Vitamin D

KURZ-INFO

Name:
Vitamin D, Vitamin D3 (Cholecalciferol); Unterformen: Vitamin D2 (Ergocalciferol), Vitamin D1 (Lumisterol und Ergocalciferol); hormonell aktive Produkte sind das Calcidiol (25-Hydroxyvitamin-D) und das Calcitriol (1,25-Dihydroxyvitamin-D)

Zugehörigkeit: Fettlösliches Vitamin, Prohormon

Dosisbereich bei durchschnittlicher Nahrungsaufnahme: Die noch aktuelle Tagesdosis für Vitamin D liegt bei 400 IE täglich. Dieser Wert wird jedoch aufgrund aktueller Forschung als für die meisten Menschen um mindestens 50% zu niedrig angesehen.

Dosisbereich Prävention und Therapie: Eine Einnahme von mindestens 800-1.000 IE Vitamin D scheint laut aktueller Forschung für die Prävention von Mangelkrankheiten wie Muskelschmerzen und Osteomalazie notwendig zu sein (38-41). Die nötige Einnahmemenge von Vitamin D kann individuell stark variieren. Laut einer Präventionsstudie (76) kann bei fehlender Sonneneinstrahlung eine Ergänzung von 4.000 IE Vitamin D täglich nötig sein, um Blutwerte von 52 nmol/l zu erreichen, was aktueller Forschung sogar immer noch zu wenig ist (37).

Vorkommen in Nahrungsmitteln: Vorwiegend in Fischen (Lachs, Sardinen, Makrelen) und Fischleberöl (Lebertran), sowie in Eigelb und mit Vitamin D angereicherten Lebensmitteln (z. T. Milch).

Nebenwirkungen: Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, wird es im Körper gespeichert und kann bei langfristig zu hoher Dosierung toxisch wirken. Eine langfristige Einnahme von mehr als 2.000 IE können bei einigen Menschen Übelkeit, Durchfälle, Hautausschläge, Kopfschmerzen, Muskelschwäche, Nierensteine und schädigende Kalziumablagerungen in Organen verursachen.

Übersicht

Vitamin D gilt als fettlösliches Vitamin, wirkt jedoch als Hormon im Körper und ist strukturell mit körpereigenen Hormonen wie Östrogen und Cortisol verwandt. Es wird vorwiegend in der Haut produziert und ins Blut freigegeben, wo es den Kalziumspiegel und somit die Knochengesundheit reguliert, indem es u. a. die Absorption von Kalzium erhöht (1). Es kann außerdem mit dem Hormon der Nebenschilddrüse (PTH) wechselwirken. Vitamin D kann bei Sonneneinstrahlung vom Körper gebildet werden, ansonsten muss es über die Nahrung oder Nahrungsergänzungen aufgenommen werden. Vitamin D3 (Cholecalciferol) findet sich hauptsächlich in Fischleberölen und kann in der Leber des menschlichen Körpers in die aktive Form umgewandelt werden.

Vitamin D ist Gegenstand der aktuellen Forschung und Debatte. Die traditionellen Werte für einen Mangel und die empfohlenen Einnahmemengen scheinen für die in gemässigten Breiten lebende Bevölkerung deutlich zu niedrig angesetzt zu sein. So dürfte laut aktueller Forschung statt der alten Tagesdosis von 400 IE Vitamin D eher 800-1000 IE nötig sein, um einen Mangel zu verhindern. Das Problem hat laut aktueller Erkenntnisse epidemische Ausmaße: Demnach dürften über eine Milliarde Menschen weltweit vom Vitamin-D-Mangel und entsprechenden Folgeerscheinungen betroffen sein (39, 40).

Dass ein Vitamin D-Mangel die häufigste Ursache für eine Rachitis ist, ist unbestritten. Studien haben aber auch gezeigt, dass ein niedriger Vitamin D-Spiegel im Blut im Zusammenhang mit verschiedenen anderen Erkrankungen stehen kann. Dabei ist allerdings in den allermeisten Fällen noch nicht geklärt, ob dieser Zusammenhang ursächlich ist, ob also ein niedriger Vitamin D-Spiegel die Krankheit (mit)verursacht, oder aber ein Symptom der Erkrankung oder eines ungesunden, krankheitsfördernden Lebensstils ist. Ob eine Erhöhung des Vitamin D-Spiegels einen positiven Effekt auf verschiedene Krankheitsbilder hat oder nicht, wird derzeit noch erforscht.


Ein Zusammenhang zwischen folgenden Erkrankungen bzw. körperlichen Parametern und dem Vitamin D-Spiegel wurde beobachtet:

  • Rachitis
  • Osteoporose
  • Krebsrisiko allgemein
  • Darmkrebsrisiko
  • Blutdruck
  • Blutzuckerspiegel bei Diabetikern
  • Insulinsekretion und -nutzung
  • rheumatoider Arthritis
  • multiplen Sklerose
  • Knochenbrüche, insbesondere Hüftbrüche, im Alter
  • Knochendichte
  • Typ I Diabetes
  • Darmerkrankungen wie M. Crohn und Colitis ulcerosa
  • Risiko koronarer Herzerkrankungen
  • Hyperparathyroidismus (Überfunktion der Nebenschilddrüse)
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Funktion des Immunsystems
  • Winterdepression
  • Akne


(Zahlen in Klammern verweisen auf die entsprechenden Referenzen im Quellenverzeichnis)

 

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