DGK e.V. -
Gesundheitsinformationen zu:
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel





bookmark in your browserbookmark at mister wongpublish in twitterbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.combookmark at google.combookmark at yahoo.combookmark at facebook.combookmark at stumbleupon.combookmark at propeller.combookmark at newsvine.combookmark at jumptags.com


Service-Content

Anzeige


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Unsere Themen / Mikronährstoffe / Lexikon Biosubstanzen / Vitamine / Vitamin E  / Therapie
Therapie

Atemwegsinfektionen


Wissenschaftler untersuchten in einer placebokontrollierten Studie den Zusammenhang einer Ergänzung mit 200 IE Vitamin E mit der Auftrittshäufigkeit von Erkältungen bei Senioren, wobei Infektionshäufigkeit und Anzahl der Tage mit Infektion der oberen und unteren Atemwege analysiert wurden. Die Infektionsdauer konnte durch Gabe von Vitamin E nicht verkürzt werden, es konnte aber gezeigt werden, dass eine Ergänzung mit Vitamin E die Häufigkeit einer Erkältung im Vergleich zum Placebo verringern konnte (77).

Arteriosklerose


Vitamin E verzögert als Antioxidans die Oxidation von LDL-Cholesterin, hemmt die Proliferation der glatten Muskelzellen, und reduziert Schäden an vaskulären Endothelzellen, was bei einer Arteriosklerose die Gefässe schützen kann (78).

Zervikale Dysplasie


Frauen mit zervikaler Dysplasie haben deutlich niedrigere Vitamin-E-Blutspiegel (79).

Arthrosen


In einer Studie reduzierten sich bei einer Gabe von täglich 400 IE Vitamin E die Schmerzen bei Arthrosen in vergleichbarem Ausmass wie bei Patienten, die den Entzündungshemmer Diclofenac verabreicht bekamen (80).

PMS (Prämenstruelles Syndrom)


Eine Dosis von 400 IE Vitamin E täglich führte in einer kleinen Studie zur Verbesserung bestimmter affektiver und körperlicher Symptome bei Frauen mit PMS (81).

Rheumatoide Arthritis


In einer Interventionsstudie führte die tägliche Ergänzung mit 1200 IE Vitamin E zu einer leichten, aber signifikanten schmerzstillenden Wirkung bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (82).

Herz-Kreislauf-Erkrankungen


Einige Beobachtungsstudien konnten bereits Hinweise darauf liefern, dass eine Ergänzung mit Alpha-Tocopherol sinnvoll zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein könnte. Zum Beispiel fand eine kleine Beobachtungsstudie mit Männern, die sich zuvor koronaren Bypass-Operationen unterzogen hatten, dass diejenigen, die mindestens 100 IE an zusätzlichem Alpha-Tocopherol (67 mg RRR-Alpha-Tocopherol) täglich zu sich nahmen, ein langsameres Fortschreiten der koronaren Arteriosklerose, welches durch Angiographie bestimmt wurde, verglichen mit denjenigen hatten, die weniger als 100 IE täglich an Alpha-Tocopherol einnahmen (40). Eine randomisierte, placebokontrollierte Interventionsstudie in Großbritannien (die CHAOS-Studie) ergab, dass die Ergänzung bei Herz-Patienten, entweder mit 400 IE oder 800 IE synthetischem Alpha-Tocopherol (entsprechend 180 mg oder 360 mg RRR-Alpha-Tocopherol), für eine durchschnittliche Dauer von 18 Monaten das Auftreten von nichttödlichen Herzinfarkten drastisch, um 77%, senken konnte. Allerdings konnte eine Alpha-Tocopherol-Ergänzung die gesamten Todesfälle durch Herzerkrankungen nicht signifikant verringern (41).

Patienten, die chronisch von der Nierendialyse abhängen, sind einem sehr viel größeren Mortalitätsrisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgesetzt als die allgemeine Bevölkerung. Es gibt Hinweise darauf, dass sie auch unter erhöhtem oxidativem Stress leiden. Eine Ergänzung der Nieren-Dialyse-Patienten mit 800 IE natürlichem Alpha-Tocopherol (536 mg RRR-Alpha-Tocopherol) über einen durchschnittlichen Zeitraum von 1,4 Jahren führte zu einem deutlich reduzierten Herzinfarkt-Risiko im Vergleich zum Placebo (42). Dagegen konnten drei weitere Interventionsstudien keine erheblichen Senkunen dieses Risikos durch die Gabe von Alpha-Tocopherol feststellen. Eine Studie, die vorallem die Krebsprävention prüfen sollte, konnte feststellen, dass die Gabe von 50 mg synthetischem Alpha-Tocopherol (entsprechend 25 mg RRR-Alpha-Tocopherol) täglich zu einem nicht signifikanten Rückgang der nichttödlichen Herzinfarkte bei Teilnehmern führte, die bereits einen früheren Herzinfarkt hatten (43). Zwei andere große Studien an Personen mit Anzeichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (früherer Herzinfarkt, Schlaganfall, oder dem Nachweis einer Gefässerkrankung) fanden jedoch, dass eine tägliche Ergänzung mit 400 IE natürlichem Alpha-Tocopherol (entsprechend 268 mg RRR-Alpha-Tocopherol) oder 300 mg synthetischem Alpha-Tocopherol (entsprechend 150 mg RRR-Alpha-Tocopherol) das Risiko eines späteren Herzinfarktes oder Schlaganfalls nicht signifikant zu vermindern vermochte (44, 45). Eine Studie mit Patienten mit einer nachgewiesenen Gefäss-, Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes mellitus stellte fest, dass eine Ergänzung mit täglich 400 IE natürlichem Alpha-Tocopherol für einen Durchschnitt von sieben Jahren keine signifikanten Auswirkungen auf die wichtigsten Herz-Kreislauf-Vorfälle (Myokardinfarkt oder Schlaganfall) oder die Sterblichkeit hatte, sowie ein leicht erhöhtes Risiko einer Herzinsuffizienz bei Personen, die Vitamin E einnahmen (46). Die Ergebnisse der klinischen Studien zur Behandlung von Herzkrankheiten mit Vitamin E müssen daher als widersprüchlich angesehen werden.

Diabetes mellitus


Eine Ergänzung mit Alpha-Tocopherol wurde für Diabetes-Patienten deswegen vorgeschlagen, weil Diabetes zur Erhöhung des oxidativen Stress führt und weil kardiovaskuläre Komplikationen (Herzinfarkt und Schlaganfall) zu den führenden Todesursachen bei Diabetikern gehören. Eine Studie fand die Erhöhung eines biochemischen Markers für oxidativen Stress (Urinausscheidung von F2-isoprostanen) in Typ-2-Diabetikern, und dass eine Ergänzung mit 600 mg synthetischem Alpha-Tocopherol (entsprechend 300 mg RRR-Alpha-Tocopherol) für 14 Tage die Biomarker wieder zu senken vermochte (47). Studien zum Effekt einer Alpha-Tocopherol-Ergänzung auf die Kontrolle des Blutzuckerspiegels zeigten widersprüchliche Ergebnisse. Einige Studien zeigten, dass die Ergänzung mit Vitamin E die Verfügbarkeit von Insulin und Glukose bei Typ-2-Diabetikern verbessert (48), sowie bei Gesunden (48, 49), während andere Studien von minimalen bis keinen sichtbaren Verbesserungen des Glucose-Stoffwechsels von Typ-2-Diabetikern durch Vitamin E berichten (50, 51). Selbst von erhöhtem oxidativem Stress wurde bei Typ 1 (Insulin-abhängig) Diabetikern in einer Studie berichtet (47). Eine Studie berichtet, dass die Ergänzung bei Typ-1-Diabetikern mit nur 100 IE am Tag an synthetischem Alpha-Tocopherol (entsprechend 45 mg RRR-Alpha-Tocopherol) für einen Monat sowohl glykosyliertes Hämoglobin- (HBA1c) und Triglyceridwerte deutlich verbessert (52). In dieser Studie wurden auch statistisch nicht signifikante Verbesserungen bei den Blutzuckerwerten nach Verabreichung von Alpha-Tocopherol festgestellt (52). Obwohl es Grund zu der Annahme gibt, dass die Ergänzung mit Alpha-Tocopherol bei der Behandlung von Typ-1- und Typ-2-Diabetern von Vorteil ist, fehlen hier eindeutige Beweismittel aus gut kontrollierten klinischen Studien.

Demenz


Das Gehirn ist besonders anfällig für oxidativen Stress, und es wird angenommen, dass dies eine wichtige Rolle im Krankheitsprozess von neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit spielt (53). Darüberhinaus haben bereits einige Studien einen niedrigen Vitamin-E-Spiegel im Liquor von Patienten mit der Alzheimer-Krankheit dokumentiert (54). Eine große placebokontrollierte Interventionsstudie mit Personen mit einer mäßigen neurologischen Beeinträchtigung fand heraus, dass eine Ergänzung mit 2.000 IE synthetischem Alpha-Tocopherol täglich über einen Zeitraum von zwei Jahren (das entspricht 900 mg RRR-Alpha-Tocopherol täglich) deutlich Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen konnte (55). Im Gegensatz dazu wird in einer placebokontrollierten Studie bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung berichtet, dass die gleiche Dosierung von Vitamin E nicht das langsame Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit über einen Zeitraum von 3 Jahren verhindern konnte (56). Nach der Alzheimer-Demenz ist die vaskuläre Demenz (Demenz durch Schlaganfall) die häufigste Art der Demenz. Eine Fallstudie zur Prüfung der Risikofaktoren für vaskuläre Demenz bei älteren japanisch-amerikanischen Männern hat festgestellt, dass eine zusätzliche Vitamin-E- und Vitamin-C-Aufnahme im Zusammenhang mit einem deutlich verringerten Risiko von vaskulärer und anderen Arten der Demenz, aber nicht mit der Alzheimer-Demenz steht (57). Unter den Menschen ohne Demenz war der Gebrauch einer Vitamin E Ergänzung mit einer besseren Leistung bei kognitiven Tests assoziiert. Obwohl diese Ergebnisse vielversprechend sind, werden weitere Untersuchungen erforderlich sein, um die Rolle der Alpha-Tocopherol-Ergänzung in der Behandlung der Alzheimer-Krankheit und anderen Formen der Demenz festzustellen.

Krebs


Krebszellen vermehren sich oft sehr schnell und reagieren nicht auf Auslöser des programmierten Zelltodes (Apoptose). Studien an Zellkulturen deuten darauf hin, dass das Vitamin-E-Ester Alpha-Tocopheryl-Succinat, die Proliferation in einer Reihe von Krebs-Zell-Linien hemmen und Apoptose herbeiführen kann (58, 59). Die Ester-Form, Alpha-Tocopheryl-Succinat, und nicht-Alpha-Tocopherol, ist erforderlich, um die Proliferation effektiv hemmen bzw. den programmierten Zelltod auslösen zu können (60). Obwohl die Mechanismen für die Wirkung von Alpha-Tocohpheryl-Succinat auf Krebszellen noch nicht klar sind, spricht die Tatsache, dass die Ester-Form keine antioxidative Aktivität besitzt, gegen einen antioxidativen Mechanismus (61). Wenige Daten aus Tiermodellen für Krebs deuten darauf hin, dass Alpha-Tocopheryl-Succinat, dass durch Injektion gegeben wird, das Tumorwachstum hemmen kann (62-65), es ist aber viel mehr Forschung erforderlich, um festzustellen, ob Alpha-Tocopheryl-Succinat zu einer nützlichen Ergänzung der Krebstherapie beim Menschen werden könnte. Die Verabreichung durch Injektion notwendig wäre für die Wirkung notwendig, da Alpha-Tocopheryl-Succinat bei oraler Einnahme im Darm zu Alpha-Tocopherol aufgespalten wird (66). Es gibt derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass Menschen, die Alpha-Tocopheryl-Succinat oral einnehmen auf diesem Weg ihr Gewebe mit Alpha-Tocopheryl-Succinat versorgen können.



 

Fusszeile / Impressum