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Der Aufbau der Haut
Der Aufbau der Haut

Der Aufbau der Haut - ein vielschichtiges Thema

Unsere Haut ist ein mehrschichtiges Gebilde, wenige Millimeter bis einige Zentimeter dick, und sie ist mit 1,5 bis 2 Quadratmetern Fläche und einem Gewicht von etwa zehn bis zwölf Kilogramm je nach Körpergröße das größte und schwerste Organ des menschlichen Körpers (Grafik zum Vergrößern bitte anklicken).
Sie schützt uns gegen Wärme, Kälte, Sonnenstrahlung und Druck, gegen chemische Stoffe und Mikroorganismen. Außerdem verhindert sie das Ein- und Austreten von Flüssigkeiten. Sie dient der Wärmeregulation, indem sie uns schwitzen lässt, und polstert uns (und unsere Organe) durch das Fettgewebe der Unterhaut, das zudem auch noch - im positiven Sinne - Fettspeicher ist.
Die Haut (Cutis) setzt sich zusammen aus der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und dem Unterhaut-Fettgewebe (Subcutis). Alle drei Hautschichten sind miteinander verzahnt.

Die einzelnen Hautschichten sind wiederum aus mehreren Lagen aufgebaut. Dies gilt insbesondere für die Epidermis mit ihrer festen Hornschicht (Stratum corneum) als äußerste Schicht. Darunter die Glanzschicht (Stratum lucidum) an dickeren Epidermisstellen wie beispielsweise der Handinnenfläche, die Körnerzellschicht (Stratum granulosum), die Stachelzellschicht (Stratum spinosum) und auf der Unterseite, angrenzend zur Lederhaut, die Basalzellschicht (Stratum basale). An dieser Stelle wachsen nachfolgende Zellgenerationen heran.


Epidermis

Die Epidermis schützt den Organismus vor dem Austrocknen und verhindert das Eindringen von Keimen oder Mikroorganismen in tiefere Gewebsschichten. Sie besteht aus etwa 20 Lagen übereinander geschichteter Zellen. Spezifische Fettstoffe (Lipide) zwischen den Zellen der Körnerzellschicht regeln den so genannten "transepidermalen Wasserverlust". Diese Lipide sind zwischen den Zellen - in einer Art von Druckknopf-Prinzip - mit den Desmosomen verankert. Sie bilden gewissermaßen den wasserundurchlässigen bzw. -bindenden Kitt zwischen den Zellen als Bausteinen. Bei gesunder Haut ist diese Barrierefunktion intakt und die Verdunstung von Wasser über die Hautoberfläche minimal. Wasser wird nur gezielt zur Wärmeregulation abgegeben.

Die Epidermis selbst ist nicht durchblutet, sondern wird von der Lederhaut mit Nährstoffen versorgt. Vorherrschende Zellart der Epidermis ist der Horn bildende Keratinozyt. Keratinozyten wachsen von innen nach außen. Die Zellbewegung von der Basal- bzw. Stachelzellschicht in Richtung Hautaußenseite dauert etwa 14 Tage. Dabei wandeln sich die Keratinozyten zu kernlosen Hornzellen (Korneozyten). Nach weiteren zwei Wochen werden diese schließlich abgeschuppt. Die Epidermis erneuert sich dadurch etwa alle 28 Tage, im Alter jedoch nur noch alle 40 bis 60 Tage.

Nicht die gesamte Haut des Körpers ist gleichmäßig mit Hornsubstanz überzogen: An der Fußsohle ist sie sehr dick, am Oberlid hauchdünn und auf den Schleimhäuten (zum Beispiel im Mund) fehlt sie gänzlich.

Zwischen den Keratinozyten befinden sich vereinzelt Melanin bildende Zellen (Melanozyten). Diese schützen den Körper vor den ultravioletten Strahlen, indem sie unter UV-Einwirkung den bräunlichen Farbstoff Melanin produzieren. Der wird in die umliegenden Keratinozyten verteilt und legt sich wie Schirme schützend vor die Zellkerne mit Erbsubstanz. Die begehrte Sonnenbräune ist also ein Abwehrmechanismus des Körpers. Weitere Zellarten in der Epidermis sind Merkel-Zellen für den Tastsinn sowie T-Lymphozyten und Fresszellen (Langerhans-Zellen) mit immunologischer Funktion. Sie überwachen jeden Winkel der Haut, fangen potenzielle Krankheitserreger und Schadstoffe ab bzw. zerstören diese.


Lederhaut

Die Lederhaut besteht aus zwei Bereichen. Direkt angrenzend zur Epidermis befindet sich eine dünne zell- und gefäßreiche Schicht, das Stratum papillare. Von hier aus wird die Oberhaut mit Nährstoffen versorgt, an dieser Stelle werden Sinnesreize wie Druck, Temperatur oder Schmerz empfunden. Für die Dehnbarkeit und Festigkeit der Haut sorgt die dickere Schicht der Lederhaut, das Stratum reticulare. Fasern aus dem Strukturprotein Kollagen sind hier in dicken Bündeln überkreuzt angeordnet wie Scherengitter.
Die zapfenförmige Verzahnung zwischen Ober- und Lederhaut, ein "mechanischer Puffer", ist im Kindes- und Jugendalter besonders ausgeprägt, im späteren Lebensalter wird sie flacher. Deshalb entstehen beispielsweise bei Kindern selten, bei Erwachsenen häufig Blasen an den Füßen durch reibendes Schuhwerk. Die Oberhaut löst sich ab.


Unterhaut

Die Unterhaut besteht vor allem aus Fettgewebe, das wie einen Pufferzone für die darüber liegenden Organe als Kälteschutz und Fettspeicher dient. Der Fettgehalt der Subcutis ist abhängig von Ernährungszustand, Geschlecht, Alter und Körperregion. Am Bauch können das drei Zentimeter oder mehr sein. Mehr oder weniger volle Fettzellen, eingebettet in lockere Bindegewebsstrukturen, lagern sich traubenartig zu Fettläppchen zusammen. Das in der Unterhaut deponierte Körperfett ist normalerweise die größte Energiereserve des Menschen.

siehe auch dermatologisches Glossar

 

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