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Mangel

Ariboflavinose ist die medizinische Bezeichnung für den klinischen Riboflavin-Mangel. Dieser tritt selten isoliert, sondern häufig in Kombination mit Mangel anderer wasserlöslichen Vitamine auf. Symptome eines Riboflavin-Mangels sind Halsschmerzen, Rötung und Schwellung von Mundraum und Rachen, Risse oder Entzündungen an den Außenseiten der Lippen (cheliosis) und an den Ecken des Mundes (Stomatitis), Entzündung und Rötung der Zunge, und eine feuchte, schuppige Hautentzündung (Seborrhoische Dermatitis). Weitere Symptome können eine Bildung von Blutgefäßen auf der Hornhaut des Auges (Vaskularisation der Retina) und eine verringerte Anzahl roter Blutkörperchen sein, wobei die vorhandenen roten Blutkörperchen normale Hämoglobinspiegel enthalten und von normaler Größe sind (normochromische normozytische Anämie) (1, 3). Ein schwerer Riboflavin-Mangel kann zu einer verringerten Umwandlung von Vitamin B6 in seine Coenzym-Form (PLP) und einer verringerten Umwandlung von Tryptophan zu Niacin führen (siehe Wechselwirkungen).

Präeklampsie in der Schwangerschaft

Die Präeklampsie ist ein Krankheitsbild in der Schwangerschaft mit erhöhtem Blutdruck, Eiweiß im Urin und Ödemen. Etwa 5% der Frauen mit Präeklampsie entwickeln eine Eklampsie, die eine wesentliche Ursache der mütterlichen Todes in der Schwangerschaft darstellt. Eklampsie ist durch Anfälle zusätzlich zum hohen Blutdruck und ein erhöhtes Risiko von schweren Blutungen charakterisiert (13). Eine Studie an 154 schwangeren Frauen mit einem erhöhten Risiko von Präeklampsie stellte fest, dass diejenigen mit einem Riboflavin mit einer 4,7-fach höheren Wahrscheinlichkeit Präeklampsie entwickelten als diejenigen, die eine angemessene Menge an Riboflavin zu sich nahmen. Die Ursache der Präeklampsie und Eklampsie ist bisher nicht bekannt. Erniedrigte intrazelluläre Konzentrationen an FAD-abhängigen Enzymen könnte zu einer mitochondrialen Dysfunktion führen, oxidativen Stress erhöhen, und die NO-Freisetzung und damit die Blutgefäßweitung behindern. Alle diese Veränderungen wurden mit Präeklampsie in Verbindung gebracht (14). In einer kleinen randomisierte, placebokontrollierten Doppelblindstudie mit 450 schwangeren Frauen, bei denen bereits einmal Präeklampsie vorgelegen hatte, konnte eine Ergänzung mit 15 mg Riboflavin täglich noch nicht einen erneuten Ausbruch verhindern (15).

Risikofaktoren für einen Riboflavin-Mangel

Alkoholiker besitzen aufgrund einer verminderten Aufnahme, verminderten Resorption und beeinträchtigten Nutzung von Riboflavin ein erhöhtes Risiko für einen Riboflavinmangel. Darüberhinaus konsumieren magersüchtige Menschen selten angemessene Mengen an Riboflavin, und Personen mit Laktoseintoleranz können nicht genug Milchprodukte konsumieren, welche gute Quellen für Riboflavin darstellen. Die Umwandlung von Riboflavin in FAD und FMN ist bei Schilddrüsenunterfunktion Hypothyreose und bei Nebenniereninsuffizienz gestört (3, 4). Weitere Menschen, die körperlich sehr aktiv sind (Sportler, Arbeiter) können einen leicht erhöhten Bedarf an Riboflavin haben. Eine Ergänzung mit Riboflavin führt im Allgemeinen nicht zu einer direkten spürbaren Erhöhung der Leistungsfähigkeit (16).


 

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