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www.altern-in-wuerde.de
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www.rki.de
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Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken
Sie sind winzig, sorgen aber in Kindergärten und Schulen immer wieder für große Aufregung: Kopfläuse sind lästige Parasiten, die es vor allem auf Kinderköpfe abgesehen haben.
Die etwa drei Millimeter großen Tierchen können zwar nicht fliegen oder springen, krabbeln jedoch beim Spielen und Toben flink von einem Kopf zum nächsten. Bei der Übertragung spielen Gegenstände wie Kämme oder Mützen keine so große Rolle. Erst einmal auf dem Kopf angekommen, legen die vermehrungsfreudigen Parasiten in Kopfhautnähe ihre Eier ab. Die Nissen sind tropfenförmige Gebilde von knapp einem Millimeter Größe, die wie Perlen an einer Schnur im Haar kleben. Der heftige Juckreiz entsteht durch Speichel, den die Kopflaus beim Blutsaugen in die Haut spritzt.
Nach der Entdeckung eines Lausbefalls sollten umgehend alle Kontaktpersonen auf Läuse untersucht und gegebenenfalls sofort eine Behandlung mit einem geeigneten Mittel begonnen werden, rät das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK). Zuverlässig wirksam sind nur Kopflauspräparate, die als Arzneimittel zugelassen sind. Hierfür stehen in Deutschland Präparate mit folgenden Wirkstoffen zur Verfügung: Permethrin, Pyrethrum, Allethrin und Lindan. In der Apotheke gibt es die entsprechenden Mittel zu kaufen.
Nach acht bis zehn Tagen ist eine Zweitbehandlung notwendig, da Lauseier, aus denen weitere Läuse schlüpfen können, die erste Anwendung oftmals überleben.
Läuse benötigen etwa alle drei Stunden eine Blutmahlzeit und ein warmes und molliges Klima. Außerhalb des menschlichen Haarschopfes können Läuse deshalb nicht lange überleben. Dennoch sollten sicherheitshalber Kämme, Bürsten und Haarschmuck gereinigt werden.
Handtücher, Bettwäsche und Kleidung sollten entweder bei 60 Grad Celsius gewaschen oder für eine Woche in einem gut verschließbaren Plastikbeutel gelagert werden. Kuscheltiere bei mindestens minus zehn Grad für einen Tag im Gefrierfach deponieren. Teppiche, Böden und Polstermöbel mit dem Staubsauger reinigen. Laut Deutschem Grünen Kreuz ist es jedoch noch viel wichtiger, mehrmals Nachkontrollen der Kinderköpfe durchzuführen. Dabei werden die Haare mit einem speziellen Kamm, einem engzinkigen Nissenkamm, auf Läuse untersucht.
Laut Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin dürfen Kinder direkt nach der korrekten Behandlung mit den oben aufgeführten Mitteln wieder Schule oder Kindergarten besuchen. Die Behandlung muss von den Eltern schriftlich bestätigt werden.
(aus: pgk/das gesunde Kind, 7/8, 2005)

Läuse im Haar - das kann ganz schön jucken. Foto: Eyewire

