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Muttermilch gibt optimalen Allergie-Schutz

Die Zahl der Kinder, die auf irgendetwas allergisch reagieren, wird immer größer

Bereits jedes dritte Kind in Deutschland ist Allergiker. Studien zeigen, dass die Ernährung im Säuglingsalter eine wichtige Rolle dabei spielt, ob eine Allergie ausbricht. Den besten Schutz bietet eine möglichst sechsmonatige Stillzeit oder zumindest eine allergenarme oder hypoallergene Spezialnahrung. Das minimiert selbst bei gefährdeten Kindern das Allergierisiko in den ersten Lebensjahren um bis zu 50 Prozent.

Wenn Eltern oder andere nahe Verwandte an Allergien leiden, leben Kinder mit einem größeren Risiko, früher oder später selbst eine Allergie gegen bestimmte Stoffe zu entwickeln. Damit eine solche gar nicht erst ausbricht, sollten Eltern eines gefährdeten Kindes im ersten Lebensjahr besonders auf die Ernährung achten, da sie eine Allergie fördern oder verhindern kann.

Studien aus Finnland und Australien belegen, dass das Immunsystem des Babys im ersten Lebensjahr noch nicht voll entwickelt und daher sehr empfindlich ist. Mit dem Essen und Trinken gelangen körperfremde Stoffe, so genannte Antigene, über die Darmschleimhaut in den Organismus. Diese können gegebenenfalls eine Nahrungsmittelallergie auslösen. In etwa vier von fünf Fällen verschwindet diese Allergie im Laufe der Kindheit wieder. Was bleibt, ist jedoch das Risiko, in späteren Jahren an Heuschnupfen oder Neurodermitis zu erkranken.

Um das Risiko zu senken, sollte Babynahrung daher möglichst wenig Allergene enthalten. Aufschluss über eine mögliche Allergie-Karriere kann ein Labortest geben, der auch für Säuglinge geeignet ist. Hierbei wird dem Kind mit nur einem Picks Blut abgenommen, das dann im Labor getestet wird. Der Labortest gibt Auskunft darüber, auf welche Allergene das Immunsystem reagiert, und liefert außerdem Hinweise auf mögliche zukünftige Allergien.


Muttermilch ist ideal

Sechs Monate lang stillen: Muttermilch ist der beste Schutz vor Allergien für das Baby: Muttermilch deckt den Nährstoffbedarf des Säuglings in dieser Zeit ideal ab. Darin enthaltene Vitamine, Mineralien und Spurenelemente unterstützen die Funktion des noch nicht voll entwickelten Immunsystems. Antikörper in der Muttermilch, die so genannten Immunglobuline A, legen sich wie ein Schutzmantel über seine noch nicht ausgereifte und daher sehr durchlässige Darmschleimhaut.
So verhindern sie weitgehend, dass der Körper Allergene aufnimmt. Wissen Eltern von eigenen Nahrungsmittelallergien, sollte die Mutter während der Stillzeit auf entsprechende allergieauslösende Speisen verzichten.

Gute Nachricht für Mütter, die nicht so lange stillen können: Allergie gefährdeten Kindern sollte zur Vorbeugung künstliche Babykost, so genannte hypoallergene oder HA-Produkte, gegeben werden. Studien haben nachgewiesen, dass die Gabe von hypoallergener Säuglingskost das Allergierisiko um 50 Prozent senkt. Diese allergenarme - nicht aber allergenfreie - Säuglingsnahrung aus dem Fläschchen wird auf Basis von Kuhmilch hergestellt.
Bei ihr wird das tierische Eiweiß bei der Herstellung durch ein spezielles Verfahren mit Hilfe von Verdauungsenzymen in kleine Bruchstücke aufgespalten. Dadurch lösen sie seltener eine Allergie aus.


Abgekochte Beikost ab dem sechsten Monat

Ab etwa dem sechsten Monat reicht Mutter- oder Säuglingsmilch alleine nicht mehr aus, um das Kind mit genügend Energie, Eiweiß und anderen wichtigen Nährstoffe wie Eisen zu versorgen. Beikost steht nun auf dem Speiseplan: Langsam zufüttern, am besten mit Karottenmus, geschabtem Apfel oder zerdrückter Banane. Fertig gekaufte Babynahrung ist zwar praktisch, enthält aber meist eine Vielzahl von - zudem oft versteckten - Zutaten.

Prinzipiell kann jeder Bestandteil des Breichens oder Saftes eine allergische Reaktion auslösen. Daher sollte man neue Nahrungsmittel am besten eines nach dem anderen in wöchentlichen Abständen einführen. Tritt eine allergische Reaktion wie Magen-Darm-Beschwerden oder Hautausschlag auf, lässt man das Nahrungsmittel wieder weg. Dabei sollte auch bedacht werden, dass nicht jede Form von Bauschschmerzen oder Hautveränderungen durch Nahrungsmittel ausgelöst werden.
Wichtig bei der selbst zubereiteten Beikost: Alles, was das Baby in den ersten sechs Monaten zu sich nimmt, sollte man abkochen. Auch wenn der Vitamingehalt gekochter Speisen etwas geringer ist, sind sie insgesamt besser verträglich. Rohkost ist nichts für allergiegefährdete Säuglinge.

Häufige Allergieauslöser sind: Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Soja, Nüsse, Getreide oder Zitrusfrüchte. Diese Lebensmittel sollte ein allergiegefährdetes Kind im ersten Lebensjahr nicht bekommen. Ansonsten gilt: In kleinen Mengen ausprobieren und im Zweifelsfall weglassen.
Wenn wichtige Nahrungsmittel über einen längeren Zeitraum weggelassen werden, sollte man sich fachkundig beraten lassen, damit keine Mangelerscheinungen auftreten und eventuell wichtige Spurenelemente ersetzt werden.

(aus: das gesunde Kind (pgk), Jg. 36, 7/8 – 2002)

 

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