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Künstliche Wintersonne gegen Depressionen?
UV-Strahlen in Solarien haben keinen Einfluss auf Winterdepression

(smog) Viele Menschen leiden unter dem grauen, dämmrigen Winterwetter. Sie sind in dieser Jahreszeit schlapp und depressiv. Die künstliche Sonne aus dem Solarium scheint für viele ein guter Ausweg aus der "Winterdepression" zu sein. Doch was ist wirklich dran an der Sonne aus der Steckdose?

Die Meisten mögen den Sommer: Helligkeit ist schön, und Wärme macht einfach mehr Spaß als Kälte. Lange Tage und laue Nächte laden zu Aktivitäten bis spät in den Abend ein. Daher ist es natürlich, dass viele Menschen im Sommer "besser drauf" sind und sich im Winter etwas lustlos fühlen.

Doch es gibt auch Menschen, die durch die geringere Lichtintensität im Winter eine echte Depression entwickeln. Dafür gibt es handfeste physiologische Gründe:
Für eine echte Winterdepression ist die Bildung eines Hormons, des Melatonins, mit verantwortlich.

Dieses Hormon wird normalerweise fast nur nachts ausgeschüttet. Bei Menschen, die an Winterdepression leiden, findet es sich aber auch tagsüber im Blut. Betroffene fühlen sich dadurch müde, antriebslos und bedrückt. Die Ausschüttung dieses im Volksmund auch als "Schlafhormon" bezeichneten Stoffes wird durch Lichteinwirkung verhindert.

Also ab ins Solarium? Weit gefehlt! Denn wirksam ist im Falle des Melatonins nur die so genannte optische Strahlung, also das für uns normale, sichtbare Licht. Die Röhren der künstlichen Sonne geben aber nur UV-Licht ab. Außerdem: Über die Haut aufgenommene Strahlung hat auf die Melatoninbildung keinerlei Wirkung. Die Ausschüttung des "Schlafhormons" wird nur dann verhindert, wenn das sichtbare Licht über die Augen aufgenommen wird. Auf der Sonnenbank müssen die Augen aber auf jeden Fall geschlossen bleiben.

Das Solarium ist damit in Bezug auf den Hauptfaktor einer echten Winterdepression wirkungslos. Doch Abhilfe ist möglich. Bei leichten winterlichen Verstimmungen hilft bereits ein täglicher halbstündiger Spaziergang in normalem Tageslicht aus, um den Melatoninhaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Bewegung wirkt Wunder, ebenso alle anderen Maßnahmen, die den Kreislauf ankurbeln, wie beispielsweise Heiß-Kalt-Wechselduschen oder Bürstenmassagen. Bei stärkeren Verstimmungen helfen vom Arzt verordnete Lichttherapien mittels besonders heller Speziallampen.

Dennoch hat das Solarium für viele Menschen eine wohltuende, sofort spürbare Wirkung. Diese beruht auf einer verstärkten Durchblutung, der Wärme und vor allem auf der Tatsache, dass man endlich mal 10 bis 20 Minuten völlig abschalten darf. Aber zu oft sollte man die künstliche Sonne nicht nutzen, denn auch ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause bringt ähnlichen Erholungs-Effekt.

(Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 32, 1 – 2004)

 

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