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Weihrauch: heilges Räucherwerk in der Medizin

Bei festlichen Anlässen ist die Luft in katholischen Kirchen von Weihrauch er­füllt. Doch Weihrauch ist wesentlich mehr als eine schwere, feierliche  Duft­note für Gotteshäuser. Es wird seit langer Zeit wegen seiner heilsamen Eigen­schaften geschätzt. Wir alle wissen, was die Heiligen Drei Könige mitbrachten zur Krippe nach Betlehem: Gold, Myrrhe und Weihrauch, die erlesensten Gaben der damaligen Zeit. Den Wert von Gold schätzt man heute mehr denn je. Mit Myrrhe wurden damals Priester und Könige gesalbt. Und das Harz des Weihrauchstrauches wurde und wird als aromatisches, entzündungs­hemmen­des und desinfizierendes Räuchermittel genutzt.

 

Im alten Ägypten wurde es zum Desinfizieren, bei Kulthandlungen und bei der Mufizierung verwendet. Die Römer setzen Weihrauch für Opfer-, Bitt- und Dank­rituale ein und auch als Zeichen der Huldigung ihrer Kaiser und Statthalter. Im Christentum hat das edle Räuchermittel seit Jahrhunderten einen Platz bei wichtigen Zeremonien. In der Kathedrale in Santiago de Compostela, dem Ziel des Jakobs­wegs, wird bei Gottesdiensten seit Jahrhunderten ein riesiges Weihrauchfass durch den Mittelgang geschwenkt. Die Pilger waren – in früheren Zeiten wesentlich mehr als heute – nach dem langen Fußweg durchgeschwitzt und voller Schmutz. In großen Massen in der Kathedrale versammelt, stellten sie nicht nur einen schweren Angriff auf den Geruchssinn dar, sondern auch die ideale Brutstätte für Parasiten und Krankheitserreger aller Art. Damit war die Kathedrale der perfekte Einsatzort für das Multitalent Weihrauch.

 

Duften, desinfizieren und eine besondere Atmosphäre schaffen, war wohl die Hauptaufgabe, die das orientalische Harz in den Kirchen erfüllen sollte. Doch Weihrauch kann noch viel mehr. Schon Hippokrates nutzte es zur Wund­reinigung, bei Verdauungsproblemen und Erkrankungen der Atemwege. Heute wird Weihrauch vor allem gegen chronische Arthritis und Rheuma eingesetzt. Ihm wird schmerzlindernde, entzündungshemmende und beruhigende Wirkung zugeschrie­ben.

 

Um das Harz des Weihrauchbaumes zu gewinnen, wird die Rinde angeritzt. Der getrocknete Pflanzensaft ergibt fast geruchlose Körner, erst beim Verbrennen oder Räuchern entsteht der Duft. Neben ätherischen Ölen und Gerbstoffen sind in diesem Harz auch Boswellia-Säuren enthalten, die Entzündungsreaktionen des Körpers stoppen können. Weihrauch soll bei chronischen Gelenkentzündungen helfen, aber auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie bei Bronchitis, Asthma bronchiale und Schuppenflechte.

 

Es liegen allerdings bisher nur wenige Studien vor, die die Wirksamkeit von Weihrauch bei diesen Erkrankungen wissenschaftlich untermauern. In der Homöopathie wird Weihrauch bei Heiserkeit und Kratzen im Hals angewandt. Aber bei all dem sollte nicht vergessen werden: Als Räucherkerze für Räuchermännchen bringt Weihrauch in der Weihnachtszeit eine besondere Atmosphäre ins Haus.

 

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