Die Übertragung der Rotaviren findet praktisch nur von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektion über direkten Körperkontakt oder über verunreinigte Gegenstände statt. In der akuten Phase mit Erbrechen ist eventuell auch eine Tröpfcheninfektion möglich. Die Inkubationszeit beträgt ein bis drei Tage.

Eine deutliche jahreszeitliche Häufung während der Wintermonate wird in Ländern der gemäßigten Klimazone, also auch hierzulande, beobachtet. Immungesunde Infizierte scheiden das Virus über höchstens zwei Wochen aus, Frühgeborene, Immunsupprimierte und Kinder mit onkologischen (Krebs-) Erkrankungen jedoch mehrere Wochen bis Monate. Das Virus bleibt in biologischem Material (Stuhl) mehrere Tage infektionstüchtig, ebenfalls in verunreinigtem Wasser oder auf glatten, harten Oberflächen (z. B. Spielzeug).

Rotaviren sind auch in Kinderkliniken „allgegenwärtig“. Das bedeutet, dass sich Kinder, die dort wegen einer anderen Erkrankung in Behandlung sind, möglicherweise mit den Erregern infizieren können. Schätzungen sprechen von 1,56 Erkrankungen pro 1.000 Krankenhaustage der Kinder bis 4 Jahre. Gefürchtet sind Rotaviren insbesondere auf Neugeborenen-Stationen.

Im Erwachsenenalter treten Rotaviruserkrankungen weniger häufig auf. Erst bei nachlassender Immunität im Alter erlangen sie wieder eine größere Bedeutung.