Resistenzen

Die Zeiten, in denen Pneumokokken-Infektionen mit Penicillin behandelt werden können, schien sich in den letzten Jahren dem Ende zuzuneigen. Immer mehr Pneumokokken wurden resistent.

International nahmen die Probleme durch penicillin- und auch makrolidresistente Stämme immer mehr zu. In Frankreich, Spanien und Südosteuropa ist die Penicillinresistenz ein großes Problem, während die Pneumokokken-Stämme in Nord- und Mitteleuropa noch weitestgehend penicillinempfindlich sind.

Es scheint sich ein Gürtel der zunehmenden Makrolidresistenzen durch Europa zu ziehen. Das ist erklärbar, wenn man den Verbrauch von Antibiotika mit dem Auftreten von resistenten Stämmen korreliert. Pro eine Million Packungen entstehen ein Prozent Resistenzen bei den Bakterienstämmen. In Deutschland werden weit weniger Antibiotika eingesetzt als in anderen Ländern, so dass die Resistenzzunahme bei uns verzögert ist. Warum Portugal von Makrolidresistenzen praktisch nicht betroffen ist, konnte bisher nicht geklärt werden.