Mögliche Allgemein- und Lokalreaktionen nach der Impfung
Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit den HPV-Impfstoffen kann es innerhalb von ein bis fünf Tagen sehr häufig (ca. zehn Prozent) an der Impfstelle zu Rötung, Schwellung und Schmerzen, bei einem kleineren Anteil der Impflinge auch zu Blutung ("blauer Fleck"), Juckreiz, Verhärtung oder Missempfindung kommen. Schwellung und Rötung können bei der zweiten und dritten Impfung etwas zunehmen. Fieber (> 38 °C) tritt häufig (1 bis 10 Prozent) auf.

An Allgemeinreaktionen werden häufig Kopfschmerzen (auch bis 15 Tage nach Impfung)-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit und Unwohlsein sowie Magen-Darm-Beschwerden oder Schwindel beobachtet. In der Regel sind die genannten Reaktionen vorübergehend und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

Auch sogenannte Synkopen wurden gelegentlich beobachtet, also kurzdauernde Ohnmachtsanfälle.als Reaktion auf den Nadeleinstich. Die Symptome klingen nach wenigen Minuten folgenlos ab. Da sie sehr rasch (wenige Minuten oder auch nur Sekunden) nach der Impfung auftreten, sind sie am wahrscheinlichsten durch eine kurze Fehlregulation des Kreislaufs verursacht.


Sind Impfkomplikationen möglich?
Impfkomplikationen sind sehr seltene, über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen einer Impfung, die den Impfling deutlich belasten. Nach der HPV-Impfung wurden allergische Reaktionen, Hautausschlag und Urtikaria (Nesselfieber) beobachtet. Weiterhin wurden Einzelfälle von Bronchospasmus (Verkrampfung der Bronchialmuskulatur) sowie Komplikationen am Nervensystem (z. B. Nervenentzündungen, vorübergehende Lähmungen) im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung beschrieben. Allergische Sofortreaktionen bis hin zum Schock sind sehr selten.