STIKO-Änderungen früherer Jahre

August 2017

  • Hepatitis A und B: Die Impfung gegen Hepatitis A und B empfiehlt die STIKO nun auch ehrenamtlich Tätigen, Auszubildende, Studierende und Praktikanten, für die ein Expositionsrisiko besteht.
     
  • Influenza: Die Präferenz, Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bevorzugt mit dem nasalen Lebendimpfstoff zu impfen wurde nun endgültig zurückgezogen. Die Kinder können also auch mit dem "normalen" inaktivierten Injektionsimpfstoff geimpft werden.
     
  • Tetanus: Eine Auffrischimpfung gegen Tetanus bei geringfügigen, sauberen Wunden empfiehlt die STIKO nur noch dann, wenn seit der letzten Impfung mehr als zehn Jahre vergangen sind. Damit wurde die 2016 erfolgte Absenkung der Frist von zehn auf fünf Jahre rückgängig gemacht.

August 2016

  • Im Mittel­punkt steht die Überarbeitung der Empfehlungen zur Pneumo­kokken-Schutz­impfung für Senioren und andere gefährdete Risiko­gruppen. Aufgrund der begrenzten Dauer des Impfschutzes empfiehlt die STIKO jetzt grundsätzlich für alle Risikogruppen eine Auffrischung mit PPSV23 im Mindestabstand von 6 Jahren.
  • Außerdem gibt die STIKO erstmals Hinweise zur Ver­ringe­rung von Schmerz- und Stress­reak­tionen beim Impfen.

August 2015

  • Erleichterung bei der Pneumokokken-Impfung: Für die Impfung brauchen Säuglinge jetzt nur noch drei statt bisher vier Impfstoffdo­sen.
     
  • Meningokokken B: Für Personen mit spezifischen Grundkrankheiten empfiehlt die STIKO nun eine Impfung gegen Meningokokken B (Indikationsimpfung). Dies kann z. B. Patienten mit angeborener oder erworbener Immundefizienz betreffen.
     
  • Gelbfieber: aufgrund der Änderungen in den internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) wird keine generelle Auffrischimpfung mehr empfohlen.

August 2014

      • Die wichtigste Neuerung ist die Vorverlegung der HPV-Impfung: Mädchen sollen nun schon ab 9 Jahren die Impfung erhalten (statt erst ab 12 Jahren). Und: Bei 9- bis 14-Jährigen ist ein 2-Dosen-Schema ausreichend (statt bisher 3 Dosen).

      • Pneumokokken-Impfung: chronisch Kranke können ab einem Alter von 5 Jahren alternativ den 13-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff oder der 23-valenten Polysaccharid-Impfstoff erhalten. Die Impfung wird nun ausdrücklich Trägern eines Cochlea-Implantats empfohlen.

      August 2013

      • Impfung gegen Rotaviren als Standardimpfung für alle Säuglinge empfohlen
      • Influenza-Impfung für Kinder von 2 bis 6 Jahren mit entsprechender Indikation bevorzugt mit Lebendimpfstoff empfohlen (nasaler Impfstoff)
      • Hepatitis-B-Impfung: keine routinemäßige Auffrischimpfung für in der Kindheit geimpfte Jugendliche, Neusortierung der Risikogruppen, Vorgehen bei der Postexpositionsprophylaxe
      • Impfabstände bei FSME-Impfung: Jede Impfung zählt.

      August 2012

      • Nachholimpfungen in allen Altersgruppen empfohlen, ausführliche Darstellung des Vorgehens bei Off-Label-Use, fehlenden Impfdokumenten und irregulären Impfabständen
      • Mumps-Impfung: Ausweitung der Indikation für die berufliche Impfung
      • Meningokokken-Impfung: bei Indikation ab 1 Jahr 4-valenter Konjugat-Impfstoff A, C, W135, Y empfohlen

      Juli 2011

      • Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) sind im Vergleich zu 2010 inhaltlich unverändert. Einzige Neuerung: Der Impfkalender wurde übersichtlicher gestaltet.

      August 2010

      • Influenza-Impfung für  Schwangere gegen die saisonale Influenza (wegen des erhöhten Komplikationsrisikos)
      • Masern-Impfung: Erweiterung der Standardimpfung auf das Erwachsenenalter mit MMR-Impfstoff
      • Röteln-Impfung: 2 Impfungen für alle ungeimpften Frauen im gebärfähigen Alter (mit MMR-Impfstoff), Titerbestimmung entfällt

      Juli 2009

      • Pertussis-Impfung: 1-malig mit der nächsten fälligen Td-Impfung als Standardimpfung für alle Erwachsenen
      • Varizellen-Impfung: 2-malige Impfung für alle Kinder
      • Erweiterung der Meningokokken-Impfempfehlung für Kontaktpersonen bei Ausbrüchen mit impfpräventablen Erregern
      • Poliomyelitis: Alle Erwachsenen sollen über eine Grundimmunisierung und eine Auffrischimpfung verfügen.
      • Pneumokokken-Impfung: Wiederimpfung nach 5 Jahren (Kinder 3 Jahren) nur noch bei angeborenen oder erworbenen Immundefekten oder bei chronischen Nierenkrankheiten
      • HPV-Impfung unverändert als Standardimpfung für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren empfohlen

      Wesentliche  STIKO-Empfehlungen 2004 bis 2007

      2004  Varizellen-Impfung wird Standardimpfung 

      2006  Pertussis-Impfung wird im 5./6. Lebensjahr nochmals aufgefrisch
                Pneumokokken-Impfung wird  Standardimpfung
                Meningokokken-C-Impfung wirdStandardimpfung
      2007  HPV-Impfung wird Standardimpfung für Mädchen von 12 bis 17 Jahre

      Wesentliche STIKO-Empfehlungen  1985 - 1998

      1985   Masern-Mumps-Röteln-Impfung im Impfplan der STIKO (1 Impfung)

      1990   Aufnahme der Hib-Impfung in den Impfplan

      1991   Pertussis-Impfung wieder für alle Kinder empfohlen
                 2. MMR-Impfung empfohlen

      1995   Generelle Impfung aller Kinder und Jugendlicher gegen Hepatitis B
      1998   BCG-Impfung nicht mehr empfohlen
                 IPV statt OPV empfohlen
                 Generelle Empfehlung der Pneumokokkenimpfung für Personen ab 60 Jahre

      Originale

      Hier gelangen Sie zum Archiv der STIKO-Empfehlungen auf der Homepage des Robert Koch-Instituts (RKI). Das Archiv beinhaltet alle Empfehlungen seit Einrichtung der Ständigen Impfkommission (STIKO) im Jahr 1972.