(pgk) Spielen im und am offenen Wasser ist für alle Kinder zu jeder Jahreszeit verlockend. Jedoch birgt das Wasser immer auch die Gefahr des Ertrinkens in sich Ertrinken ist die zweithäufigste Todesursache im Kleinkindalter. Etwa 15 Prozent aller tödlich verunglückten Kinder zwischen einem und vier Jahren werden Opfer eines derartigen Unfalls.

Schon der flache Gartenteich und die Regentonne im Garten können riskant sein. Wassertonnen sollten mit einem abschließbaren Deckel gesichert werden, Gartenteiche mit einem Zaun, der mindestens einen Meter hoch und nicht zu erklettern ist. Ertrinken ist keine Frage der Wassertiefe. Kleine Kinder können schon in wenigen Zentimeter flachem Wasser ertrinken, also auch in einer Pfütze, wenn sie plötzlich mit dem Gesicht hinein fallen.

Auch der Badewannenkapitän lebt gefährlich: Kleine Kinder verlieren in der gefüllten Wanne, in der der Körper ja kaum etwas wiegt, schnell den Halt, ohne sich auf dem glitschigen Boden wieder aufrichten zu können. Aber auch größere Kinder sind gefährdet, weil sie in der Wanne gerne toben – was schlimmstenfalls dazu führt, dass der Kopf aufschlägt und das benommene Kind untertaucht.

Säuglinge und Kleinkinder sollten nur in speziellen Babywannen baden und dort niemals alleine gelassen werden. Auch beim Badefest größerer Kinder gilt: Zumindest in Hörweite bleiben und bei allzu wilder Planscherei eingreifen.

Im Sinne der Unfallprävention sollten Kinder so früh wie möglich schwimmen lernen. Kinder, die noch nicht schwimmen können, benötigen im und am Wasser einer ständigen Aufsicht, auch wenn sie Schwimmflügel oder Ähnliches tragen. Schwimmtiere, -reifen und -ringe sind keine geeigneten Schwimmhilfen!

Da Kinder eine andere Verteilung des Körpergewichts haben als Erwachsene, sinken sie vielmehr wie ein Stein zu Boden. Deshalb merken Umstehende oft nicht, dass das Kind ertrinkt.

(Das gesunde Kind (pgk), 5/6-2005)