(smog) Holzwerkstoffe wie Spanplatten sind seit Jahren in der Kritik, weil aus dem enthaltenen Leim gesundheitsschädliche Substanzen wie Formaldehyd entweichen. Andererseits gelten Holzmöbel als Inbegriff für Behaglichkeit und Wärme.

Wichtig sind deshalb der richtige Umgang bei der Verarbeitung sowie Kenntnisse über Herkunft und Inhaltsstoffe des Holzes, sagt die Umweltgemeinschaft im Tischlerhandwerk. Dieser Zusammenschluss ökologisch ausgerichteter Betriebe, dem bundesweit etwa 50 Mitglieder angehören, hat sich zum Ziel gesetzt, Kunden und Öffentlichkeit über den sinnvollen Einsatz von Holzmaterialien und gesundheitliche Gefahren aufzuklären. "Unsere Kunden bekommen von uns Nachweise über Herkunft und Inhaltsstoffe aller eingesetzten Materialien", so Ulrich Leber von der Umweltgemeinschaft Hessen.

Die so genannten Umwelttischler dürfen beispielsweise nur Spanplatten einsetzen, deren Formaldehydgehalte 30 Prozent unter dem gesetzlichen Grenzwert liegen. Außerdem verarbeiten sie ausschließlich Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, vorzugsweise aus der Region. Holzschutzmittel im Innenbereich, die Formaldehyd ausgasen, sowie umweltbelastende PVC-Verbundwerkstoffe sind ebenfalls nicht zugelassen und werden nur auf Wunsch von Kunden verwendet.
Die Einhaltung dieser Richtlinien wird regelmäßig durch externe Prüfinstitute überwacht.

Unter der Internetadresse www.umweltgemeinschaft.de erfahren Interessierte, wo sich der nächste Umwelttischler befindet.

(Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 31, 1 – 2003)