(smog) Zwar ist die Belastung von Pilzen mit radioaktiven Stoffen zurückgegangen, doch Schwermetalle machen Pilzfreunden weiterhin das Leben schwer. Ob Blei, Quecksilber, Thallium oder Cadmium - die Stoffe aus Industrie und Haushalt gelangen in den Boden, wo sie von Pilzen aufgenommen werden.

Um die Belastung gering zu halten, sollten keine Pilze an Straßenrändern gesammelt werden, da bei ihnen besonders der Bleigehalt sehr hoch sein kann. Vom Standort unabhängig ist dagegen der Cadmiumgehalt. Besonders Champignonarten, aber auch Maronenröhrlinge sammeln selektiv Cadmium.

Das Schwermetall scheint sich aber nach neueren Untersuchungen hauptsächlich in der Fruchtschicht des Pilzes zu konzentrieren. Um die Belastung niedrig zu halten, sollten daher vor der Zubereitung die Lamellen beziehungsweise Röhren entfernt werden.

(Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 30, Sonderausgabe "Pilze", Juli 2002)