Vitamin-D-Bedarf ist kaum durch Lebensmittel zu decken und essenziell zur Vorsorge

Vitamin-D-Mangel ist ein mittlerweile allgemein anerkannten, weltweites Phänomen, berichtet das "American Journal of Clinical Nutrition" in seiner April-Ausgabe. Auch für Deutschland ist dieser Mangel belegt: Laut Nationaler Verzehrsstudie haben 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Grund: Deutschland liegt zu weit nördlich, um über eine ausreichende Sonneneinstrahlung die Hautproduktion von Vitamin D zu stimulieren, zumal im Winterhalbjahr.
Nur wenige Lebensmittel enthalten natürliches Vitamin D in Konzentrationen, die zur Erzielung optimaler Blutspiegel überhaupt beitragen können.

Ein Mangel an Vitamin D kann bei Kindern zu Rachitis führen, bei Erwachsenen zu Osteopenie (verminderte Knochendichte), Osteoporose und Frakturen. Darüber hinaus bestehen etablierte Zusammenhänge zwischen Vitamin-D-Mangel und einem erhöhtem Erkrankungsrisiko für häufige Krebsformen (Darm-, Prostata- und Brustkrebs), Depressionen, Autoimmunerkrankungen, Bluthochdruck und Infektionen.

Quellen:
Holick MF, Chen TC (2008): "Vitamin D deficiency: a worldwide
problem with health consequences", American Journal of Clinical Nutrition 2008 Apr; 87(4):1080S-6S
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 04.06.08

  • zum Lexikon-Artikel "Vitamin D"

DGK-Praxistipp für Fachleute:
Um die positiven Effekte von Vitamin D auf die Gesundheit zu maximieren, ist ein Blutserumspiegel 25-Hydroxyvitamin D von mindestens 75 nmol/L bzw. 30 ng/mL notwendig. Bei nicht ausreichender Sonneneinstrahlung werden täglich mindestens 800-1000 I.E. Vitamin D3 benötigt, um diesen Blutspiegel zu erreichen und zu halten. Vitamin D2 kann hier ebenso effektiv sein, um diese Konzentration aufrechtzuerhalten.

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