DGK e.V. -Gebärmutterhalskrebs, Humane Papillomviren (HPV-Impfung)
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Humane Papillomviren (HPV)

Europäische Union fördert Aufklärungskampagne über Zervixkarzinom in Deutschland

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Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

www.pei.de
Paul-Ehrlich-Institut


www.rki.de
Robert Koch-Institut


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Humane Papillomviren (HPV)

Humane Papillomviren (HPV) sind weltweit stark verbreitet. Sie infizieren Haut- oder Schleimhautzellen und verursachen gutartige, aber auch bösartige Tumoren. HDie meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfungeute weiß man, dass für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) vor allem die HPV-„Hochrisiko- Typen“ 16 und 18 verantwortlich sind (ca. 70 Prozent der Fälle).

Die Viren werden durch direkten oder indirekten Haut- und Schleimhautkontakt – vornehmlich beim Geschlechtsverkehr – übertragen.

In Europa sterben jährlich etwa 15.000 Patientinnen an Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) (Quelle: Onkologie-Kongress ECCO, Paris, 2005). In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 4.500 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs, fast 1.500 sterben daran. Ein Großteil aller Frauen macht im Laufe ihres Lebens – oft unbemerkt – eine HPV-Infektion durch, und das Immunsystem besiegt die Erreger. Bleiben die Viren aber im Körper, Mediziner sprechen dabei von einer persistierenden Infektion, kann sich im Laufe von mehreren Jahren Krebs entwickeln. Auch andere Tumoren, z. B. Kopf-Halstumore sowie Krebserkrankungen an Penis und After, werden durch HPV ausgelöst.

Ein weiteres durch HPV verursachtes Krankheitsbild sind Genitalwarzen (Kondylome; Feigwarzen). Für etwa 90 Prozent sind die HPV-Typen 6 und 11 verantwortlich. Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen, vor allem junge Menschen.

Genitalwarzen zeigen sich zunächst in Form kleiner weißlicher Knötchen, die an Schamlippen und Penis, in der Harnröhre oder im Scheiden- oder Afterbereich auftreten. Seltener entstehen sie am Gebärmutterhals, in der Leistengegend oder an den Oberschenkeln. Die Inkubationszeit liegt bei mindestens 4 Wochen bis zu mehreren Monaten.

Seit Herbst 2006 stehen Impfstoffe gegen HPV zur Verfügung, die die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, der z. B. nach Infektion mit Papillomviren vom Typ 16 und 18 entstehen kann, verhindern. Die meisten Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs – etwa 75 Prozent gehen auf diese beiden Typen zurück. Inzwischen gibt es auch einen 9-fach-Impfstoff, der 5 weitere Hochrisiko-HPV enthält.

Seit März 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) die Impfung gegen HPV als Standardimpfung für alle Mädchen. Die Impfung sollte am besten vor den ersten Intimkontakten erfolgen. Da sexuelle Kontakte Erhebungen zufolge immer früher stattfinden, hat die STIKO in ihren Empfehlungen von August 2014 den Impfzeitraum auf 9 Jahre (bis 17 Jahre) vorverlegt. 2018 wurde auch die Impfung der Jungen ab 9 Jahren empfohlen.

Nach den aktuellen Empfehlungen sollen alle 9- bis 14-Jährigen (je nach verwendetem Impfstoff) 2 Mal geimpft werden; sind Mädchen und Jungen in diesem Alter nicht geimpft worden, soll die Impfserie bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden; in diesem Fall sind für die Grundimmunisierung 3 Impfungen notwendig. Die Kosten für diese Standardimpfung für Mädchen und Jungen wird von den Krankenkassen bundesweit bezahlt, sobald sie Bestandteil der Schutzimpfungsrichtlinie sind.

Im Jahr 2008 ging der Nobelpreis für Medizin an Prof. Dr. Harald zur Hausen für seine Entdeckung der Humanen Papillomviren als Erreger von Gebärmutterhalskrebs.

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