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Fragen und Antworten

Begleitend zur Zecken-Info-Tour 2009 fand eine Beratungs-Hotline zum Thema FSME statt. Ihre Frage ist nicht unter den Aufgelisteten? Dann rufen Sie bitte in der Impfsprechstunde des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. an: jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr, Tel. 06421 293 – 188.

Grundsätzliches
Diese Auflistung behandelt häufig gestellte Fragen und kann das Gespräch mit Ihrem Arzt auf keinen Fall ersetzen.

 

„Häufige Fragen und Antworten zum Thema FSME“

·    Wie kann es zu einer Ansteckung mit FSME-Erregern kommen?

Beherbergt eine Zecke FSME-Viren, kann sie diese bei einem Stich auf Mensch oder Tier übertragen und dann eine Infektion auslösen.

·    Wie schlimm ist eine FSME-Erkrankung?

Die Krankheitsanzeichen reichen von grippeähnlichen Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Schnupfen in der ersten Krankheitsphase bis hin zu gefährlichen Entzündungen der Hirnhaut (Meningitis), des Gehirns (Enzephalitis) und des Rückenmarks in der zweiten Krankheitsphase. Ein Teil der Patienten erleidet dabei dauerhafte oder langanhaltende Schäden wie Lähmungen und Koordinationsstörungen. Für 1 bis 2 Prozent endet die Erkrankung tödlich.

·    Kann man eine Ansteckung mit FSME-Viren noch nachträglich verhindern?
Nein! Es ist zwar grundsätzlich sinnvoll, eine Zecke sofort zu entfernen. Hat sie aber bereits zugestochen, können die im Speichel der Zecke sitzenden Viren jedoch direkt zu Beginn der Blutmahlzeit übertragen worden sein. Eine erfolgte Ansteckung ist dann auch nicht ursächlich behandelbar. Lediglich die damit einhergehenden Krankheitsbeschwerden können symptomatisch gelindert werden wie etwa mit fiebersenkenden Mitteln.

·    Wer sollte sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt allen Personen sich impfen zu lassen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder dorthin reisen möchten und Zecken ausgesetzt sind. Zecken lauern auf ihren Wirt gern in Gras und Gebüsch nicht nur in der freien Natur, sondern auch im Garten.

·    Ist die FSME-Impfung auch für Kinder und Jugendliche ratsam?

Die Empfehlung der Impfkommission schließt auch Kinder und Jugendliche ein. Wenn sie sich im Grünen bewegen, sind sie genauso gefährdet wie Erwachsene. Bei ihnen verläuft eine FSME-Erkrankung in der Regel aber leichter. Allerdings wurde auch in Einzelfällen von bleibenden Schädigungen am Nervensystem berichtet, wenn Kinder in der Folge einer FSME-Infektion eine Hirnhautentzündung oder -Gehirnentzündung erlitten haben.

Wie alle Impfstoffe sind auch die FSME-Impfstoffe für Kinder genau geprüft und beim Paul-Ehrlich-Institut zugelassen. Darüber hinaus wird jede Impfstoffcharge, die auf den Markt kommt, erneut auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit hin überprüft. Insofern sind Impfstoffe Medikamente mit der größtmöglichen Sicherheit.

Für Kinder und Jugendliche stehen gesonderte Impfstoffe mit halber Dosierung zur Verfügung, die schon viele Jahre erprobt sind. Diese Impfstoffe sind bereits für Kinder ab dem ersten vollendeten Lebensjahr zugelassen. Kleinkinder können, besonders auf die erste Impfdosis, etwas häufiger und stärker z. B. mit Fieber reagieren. Deshalb empfiehlt die STIKO bei ein- und zweijährigen Kindern, dass Kinderarzt und Eltern gemeinsam die Entscheidung für die Impfung sorgfältig treffen sollten.  

·    Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?
Da FSME-Impfstoffe keine lebenden Erregerbestandteile enthalten, können sie auch keine Impfkrankheit auslösen. Die häufigsten Begleiteffekte sind überwiegend lokal und beschränken sich in der Regel auf den Bereich um die Impfstelle in Form von Schwellung, Rötung und Schmerz, ähnlich wie das bei anderen Impfungen auch bekannt ist. Als Reaktionen am ganzen Körper können allgemeines Unwohlsein, grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Kopfschmerzen auftreten. Die Beschwerden klingen normalerweise innerhalb weniger Tage ohne Folgen ab. Über Komplikationen nach der FSME-Impfung wird nur in sehr seltenen Fällen berichtet.

·    Ab wann kann mit einem verlässlichen Schutz gerechnet werden?
Für die Grundimmunisierung sind drei Impfstoffdosen in bestimmten Zeitabständen erforderlich. Die zweite Dosis wird normalerweise ein bis drei Monate nach der ersten verabreicht. Frühestens 14 Tage nach der zweiten Impfung ist mit einem Schutz zu rechnen. Wichtig ist jedoch, dass die Grundimmunisierung vervollständigt wird. Mit der dritten Impfung, die ca. ein Jahr nach der zweiten gegeben werden sollte, sind fast 100 Prozent der Impflinge geschützt. Um den Impfschutz dauerhaft aufrecht zu erhalten, sind danach nur noch Auffrischungen nötig, die im Abstand von drei bis fünf Jahren erfolgen sollten.
Wenn ein früherer Schutz gewünscht wird, z. B. wenn die Zeit bis zum Beginn einer Reise für das konventionelle Schema zu knapp ist, kann mit der Immunisierung auch in einer schnelleren Abfolge gestartet werden.


·    Wie verfährt man, wenn die vorgegeben Zeitenabstände zwischen den Impfungen überschritten wurden?
Solange eine Grundimmunisierung nicht vorschriftsmäßig zu Ende geführt ist oder fällige Auffrischungen versäumt wurden, ist der Schutz vor einer FSME u. U. nicht oder nicht mehr gewährleistet. Anhand der Dokumentation im Impfbuch muss der individuelle Status quo geprüft werden. Die Anzahl der bereits erfolgten Dosen und der zeitliche Abstand zur letzten Dosis entscheiden, ob mit der Immunisierung neu begonnen werden muss oder der Schutz nur durch ein bzw. zwei Dosen zu aktivieren ist, um die entstandene Lücke wieder zu schließen. Wird zwischen erster und zweiter Impfdosis ein Jahr überschritten, muss die Impfserie nach derzeitigen Angaben erneut begonnen werden.

 

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