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Lebensläufe + Fotos:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roland Laszig
Prof. Dr. Karin Schorn
Dr. Werner Richtberg
Gesundheitslinks
www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online
www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)
www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz
www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)
www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)
www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
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Textanfang / Content
Hörgeräte-Akustiker, Cottbus
Moderne Qualitätsstandards der Hörgeräte-Akustiker
Voraussetzung für eine hohe Qualität der Versorgung mit modernen Hörsystemen ist eine qualitativ hochwertige und umfassende Ausbildung, eine geregelte Weiterbildung sowie eine regelmäßige Fortbildung des Hörgeräte-Akustikers (s. hierzu Anlage 1).
Seine berufliche Qualifikation versetzt den Hörgeräte-Akustiker in die Lage, mit der Anpassung die Basis für den Erfolg einer Versorgung mit Hörsystemen zu legen. Zur Hörgeräteanpassung, bei der am Ende die bestmögliche Ausnutzung des Resthörens des Schwerhörigen stehen soll, sind mehrere Besuche beim Hörgeräte-Akustiker notwendig.
Während des ersten Kundenbesuchs findet ein intensives Vorgespräch darüber statt, was heute gegen Schwerhörigkeit unternommen werden kann und welche Hörgerätearten und technischen Hilfen es gibt.
Es folgt eine eingehende Anamnese, bei der alle wichtigen Daten zur Hörminderung aufgenommen werden und besonders auf das soziale Umfeld eingegangen wird. Die Anamnese wird vollständig dokumentiert.
Bei der anschließenden Otoskopie ist die genaue Betrachtung der äußeren Ohren einschließlich der Gehörgänge und der Trommelfelle unerlässlich. Dies ist Voraussetzung für die Ermittlung der akustischen Kenndaten des Gehörs und die Herstellung der Otoplastiken (Ohrpassstücke). Auch diese Daten werden vollständig dokumentiert.
Die akustischen Kenndaten des Gehörs werden über die Audiometrie, zunächst die Tonaudiometrie, erhoben. Sie umfasst die Bestimmung der Luftleitungsschwelle, gegegebenfalls die Vertäubung bei der Luftleitungsmessung, die Bestimmung der Knochenleitungsschwelle mit Vertäubung und die Ermittlung der Unbehaglichkeitsschwelle.
Als zusätzliche Prüfung wird die Sprachaudiometrie eingesetzt. Sie ermittelt den Hörverlust für Sprache, der in dB angegeben wird und aussagt, um wie viel dB der Schalldruckpegel gegenüber einem Normalhörenden bei mehrsilbigen Zahlwörtern verschoben ist.
Der Diskriminationsverlust sagt aus, zu wie viel Prozent einsilbige Wörter nicht verstanden werden. In besonders schwierigen Fällen wird dieser Test auch mit ganzen Sätzen durchgeführt, wie zum Beispiel beim Marburger Satzverständnistest. Diese Tests müssen eventuell auch über die Knochenleitung vorgenommen werden. Zusätzlich wird noch die Unbehaglichkeitsschwelle für Sprache ermittelt. Dabei wird es immer wichtiger, die Tests auch im Störgeräusch zu messen, da dies die alltägliche Hörsituation besser wiedergibt. Solche Tests helfen, die Vorteile digitaler Signalverarbeitung in modernen Hörgeräten zu untersuchen.
Aufschluss über das veränderte Lautheitsempfinden des Hörgeminderten im Vergleich zum Normalhörenden gibt die Hörfeldskalierung, die sich in den vergangenen Jahren in der Anpassungsarbeit des Hörgeräte-Akustikers zunehmend etabliert hat.
Für die Optimierung des Übertragungsverhaltens des Hörgerätes liefern Insitu-Messungen wesentliche Informationen. Die Kombination von Audiometrie und Insitu-Messungen erleichtert die Auswahl der infrage kommenden Hörgeräte. Außerdem ist es möglich, die Anpassung für den Kunden individuell an den wirklichen akustischen Gegebenheiten zu orientieren.
Der nächste Schritt in der Versorgung besteht in der Abformung der äußeren Ohren. Die Ergebnisse aller vorangegangenen Arbeiten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse lassen Rückschlüsse auf die Art und Form der Otoplastik zu.
In der Zeit zwischen dem ersten und zweiten Kundenbesuch werden die Otoplastiken angefertigt.
In der Regel sind dies Maßohrmulden für Taschengeräte oder secret ears für Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO´s) in Schalen- oder Ringform. Der Akustiker entscheidet auch über Sonderformen, wie zum Beispiel secret ears in offener Ausführung für besondere Hochtonversorgungen und CROS-Halterung für CROS-Versorgung.
Bei In-dem-Ohr-Geräten (IdO´s) werden die entsprechenden IdO-Schalen zur Aufnahme der Geräte angefertigt. Abhängig von den akustischen Kenndaten des Gehörs und den zu erprobenden Hörgeräten sind Zusatz- oder Ausgleichsbohrungen oder frequenzbeeinflussende Maßnahmen notwendig.
Als nächstes werden die halbfertigen Hörgeräte – mindestens vier – ausgewählt, nach Maßgabe der vorliegenden Schwerhörigkeit, der anatomischen Verhältnisse, der Kundenwünsche und des persönlichen Umfeldes. Für die ausgewählten Geräte werden die notwendigen Otoplastiken, IO-Schalen oder Gehäuse vorbereitet und nach dem benötigten Frequenzverhalten zur Korrektur der vorliegenden Hördefizite mit verschiedenen Verfahren in geeigneten Messgeräten voreingestellt. Grundlage hierfür sind die Ergebnisse und Umsetzungen aus der Tonaudiometrie und der Insitu-(in-vivo)-Messung. Dieser Arbeitsgang wird als die Frequenzanpassung bezeichnet.
Die anschließende Dynamikanpassung zielt auf Begrenzungen und Regelungen von Verstärkung und Dynamik ab. Hierbei sind besonders die Ergebnisse aus der Hörfeldskalierung zu berücksichtigen. Alle für die Vorauswahl gewählten Hörgeräte müssen in ihrer Grundeinstellung die gleichen akustischen Messergebnisse haben, die in einer schriftlichen und grafischen Dokumentation festgehalten sind.
Beim zweiten Kundenbesuch werden zunächst die Otoplastiken ausprobiert und darauf geprüft, ob sie Druckempfindlichkeiten hervorrufen.
Mit jedem der voreingestellten Hörgeräte-Typen, die mit der Otoplastik verbunden sind, wird eine vergleichende Hörgeräteanpassung durchgeführt. Die Messungen erfolgen für Zahlen, Wörter und/oder Sätze, wobei die Wünsche des Probanden berücksichtigt und entsprechende Korrekturen an den Einstellungen vorgenommen werden. Nach einem Toleranztest werden die Geräte mit dem subjektiv und objektiv besten Ergebnis ausgewählt.
Im nächsten Schritt folgt die erste Einweisung. Es wird die Bedienung und Handhabung erklärt und geübt, wobei das Erlernen des richtigen Einsetzens der Otoplastik oft zeitaufwändig ist. Danach wird ein Termin zur Vorstellung beim HNO-Arzt vereinbart.
Nach etwa 14 Tagen findet die vertiefte Einweisung statt. Alle Übungen zur Gerätenutzung werden wiederholt und das Einsetzen der Otoplastiken trainiert. Auch die Reinigung der Geräte und Otoplastiken sowie Gebrauch und Anwendung von Zusatzgeräten werden erläutert und die möglichen Veränderungen der akustischen Übertragungseigenschaften für verschiedene akustische Situationen sowie die Handhabung einer Fernbedienung erklärt.
Danach beginnt die zum Teil langwierige Feinanpassung der Hörgeräte. Sie dient der Korrektur etwaiger Fehleinstellungen, die auf Schwankungen des Gehörs und der Wahrnehmung des Kunden beruhen können. Dabei spielen unter anderem Alter, Anpassungsfähigkeit und Ansprüche des Kunden eine Rolle ebenso wie die Zeitspanne, die nach Auftreten der Hörminderung vergangen ist. Zur Feinanpassung gehören außerdem Informationen, wie ein Hörtraining mit einfachen Mitteln zu Hause durchgeführt werden kann, sowie Einführungen in die Hörtaktik. Außerdem wird der Umgang mit den Energiequellen (Batterie oder Akkus) erklärt.
Schließlich beginnt die mehrjährige Phase der Nachbetreuung, d. h. die regelmäßige Wartung der Hörgeräte und des Zubehörs, die Kontrolle der Otoplastik auf Sitz und Dichtigkeit sowie Reparaturen an Hörgeräten, Zubehör und Ohrpassstücken.
Fazit: Auf den hier beschriebenen Qualitätsstandard hat jeder mit Hörsystemen zu versorgende Hörgeminderte Anspruch.
Die Versorgung hörgeschädigter Menschen mit Hörgeräten ist eine sehr intensive, auf das Individuum eingehende, zeitaufwändige und verantwortungsvolle Tätigkeit. Sie gehört in die Hand einer Berufsgruppe, die sich modernen Qualitätsstandards stellt. Dies gilt insbesondere angesichts der ständigen Weiterentwicklung der Hörgerätetechnologie und deren Anpassverfahren.
Aus-, Weiter- und Fortbildung der Hörgeräte-Akustiker Voraussetzung für eine hohe Qualität der Versorgung mit modernen Hörsystemen ist eine qualitativ hochwertige und umfassende Ausbildung, eine geregelte Weiterbildung sowie eine regelmäßige Fortbildung des Hörgeräte-Akustikers. |
zum Download:
Vortrag_Dr_Haehle.pdf
Weitere Informationen:
Lebenslauf + Foto
Lebenslauf_Dr_Haehle.pdf
Foto_Dr_Haehle.pdf

