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animal, Jg. 3, 3 - 2005
Herbstzecken – wieder erhöhte Infektionsgefahr
Borreliose, Babesiose und Hunde-Anaplasmose
(3.152 Zeichen)
(animal) Neue gefährliche Zeckenerreger breiten sich über ganz Deutschland aus. Sie können den Hund auch im Spätsommer und Herbst mit akuten bis tödlich verlaufenden Krankheiten infizieren.
Im Herbst ist zwar die Anzahl der Zecken geringer als im Frühjahr, dennoch sind sie auch in dieser Jahreszeit infektiös. So kann ein einziger Zeckenstich ausreichen, um im Spätsommer und Herbst die gleichen schweren Krankheiten auf den Hund zu übertragen wie im Frühjahr. Unbehandelt verlaufen diese oft akut, häufig sogar tödlich oder verursachen chronische Gelenkerkrankungen. Beispiele hierfür sind die Borreliose und die Babesiose, die so genannte Hundemalaria, sowie die Hunde-Anaplasmose. Der diesjährige feucht-warme Sommer begünstigt die Zeckenhäufigkeit und das Übertragungsrisiko. Von Ende August bis Oktober gibt es eine zweite Zeckensaison. Deshalb kann und darf man im Herbst in den Zeckengebieten für Hunde keine Entwarnung geben.
Reisekrankheiten werden heimisch
Während die Anaplasmose als gefährliche Hundekrankheit erst seit kurzem bekannt ist, galt die Babesiose bis vor wenigen Jahren noch ausschließlich als Gefahr bei Reisen in den Süden. Das hat sich geändert. Hierauf weisen der Bundesverband Praktizierender Tierärzte und die Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin (Fachgruppe in der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft) ausdrücklich hin. Die Regionen mit infizierten Zecken beschränken sich nicht mehr nur auf das Oberrheingebiet, das Saarland, die Isarauen bei München und die Regensburger Gegend. Auch in der Berliner Gegend und anderen Regionen in Deutschland, so betont Professor Eberhard Schein, FU Berlin, Direktor des Instituts für Parasitologie und Internationale Tiergesundheit, wurden mit Babesien infizierte Zecken gefunden, die auch im Herbst ihre Erreger auf den Hund übertragen können. Gleiches gilt für die Erreger der Hunde-Anaplasmose. Deshalb muss der Hund auch im Spätsommer und Herbst vor den Blut saugenden Zecken geschützt werden.
Schutz durch Prävention
Durch ein reines Absuchen des Hundes wird keine Sicherheit erreicht, denn zu viele Zecken werden bei dieser Methode selbst von Fachleuten übersehen. Zum wirksamen Schutz werden deshalb am häufigsten Spot-on-Präparate eingesetzt, die als hochprozentige Permethrinpräparate im Handel sind. Diese Permethrinpräparate werden an einem oder zwei Punkten des Hundes aufgetragen und verteilen sich dann über den ganzen Körper. Sie schützen ihn dabei wie mit einem unsichtbaren Schutzschild, zum einen durch ihre abschreckende Wirkung, Repellenteffekt, zum anderen durch ihre abtötende Wirkung. Alternativ können auch Halsbänder verwendet werden. Durch die Zweifachwirkung wird der Hund bestmöglich geschützt. Die Schutzstoffe sind nicht wasserlöslich. Gelegentliches Schwimmen, Baden oder Regen vermindern deshalb ihre Wirkung nicht. Durch Schuppung der Haut verliert dieser Stoff erst nach mehreren Wochen seine Wirkung und muss dann erneut aufgetragen werden. Gefahren für den Hundehalter oder die Umwelt sind nicht bekannt. Ein Ablecken der Applikationsstelle sollte allerdings vermieden werden. Bei Katzen führt die Anwendung immer zu einer Permethrinvergiftung.
Ixodes ricinus
Foto: Prof. Kurt Pfister
Meerschweinchen: Fressen ohne Pause
Ernährungstipps für Wackelnasen
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(animal) Werden Meerschweinchen krank, liegt es meist an falscher Haltung und/oder falscher Ernährung. Das Meerschwein ist ein Pflanzenfresser und hat ein auf die Verarbeitung von Pflanzenfasern – im Normalfall Heu und Grünfutter – ausgerichtetes Verdauungssystem. Das Futter muss aber auch vor allen Dingen sauber, frisch, unverdorben und frei von giftigen Rückständen sein.
Daneben brauchen die Meerschweinchen neben dem richtigen Futter täglich frisches Wasser und viel Bewegung. Tiere, die nur im Käfig hocken, fressen mehr als ihnen gut tut.
Die Tiere müssen, um gesund zu bleiben, praktisch ständig fressen. Das heißt, dass innerhalb eines Tages (24 Stunden) 60 bis 80 kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Es lässt sich leicht ausrechnen, dass ein Meerschweinchen also etwa alle 15 bis 25 Minuten fressen sollte, daher immer Fressen bereit stehen muss und nicht wie bei Fleischfressern zwei große Mahlzeiten an einem Tag.
Meerschweinchen decken den größten Teil ihres Vitaminbedarfs, zum Beispiel die Vitamine des B-Komplexes und auch Vitamin K, im Normalfall durch Eigenproduktion. Wenn jedoch diese Vitamine nicht gebildet werden, kommt es zu Mangelerscheinungen. Manchmal sind dann Vitaminzusätze im Futter empfehlenswert.
Meerschweinchen können, genau wie wir Menschen, Vitamin C nicht produzieren. Es muss daher über die Nahrung verabreicht werden. In der Regel reicht die Gabe von Obst und Gemüse: Erdbeeren, Kiwi, Tomaten (Grünes herausschneiden, enthält giftiges Solanin), Brokkoli, Kresse, Feldsalat, Fenchel, Paprika (alle Farben), Orangen, Löwenzahn, Mangold, Sauerampfer, Spinat und Petersilie. Bei erhöhtem Bedarf (Trächtigkeit, Krankheit, Freilandhaltung etc.) sollte jedoch zusätzlich Vitamin C über das Trinkwasser verabreicht werden. In Apotheken oder Drogerien erhalten Sie Ascorbinpulver. Mangel an Vitamin C kann zu skorbutähnlichen Erscheinungen kommen, Wunden wollen nicht mehr richtig heilen, Zahnfleisch kann sich entzünden und Zähne sich lockern. Auch kann es zu Hautkrankheiten, Haarausfall und zu Spontanbrüchen der Knochen führen.
Naschen vom menschlichen Teller ist verboten, da dieser kleine Organismus die teilweise scharf gewürzten und fettigen Speisen nicht verwerten kann.
Kohlsorten (bis auf Kohlrabi und Broccoli) sollte man nur in kleinen Mengen füttern, da sie blähen. Kopfsalat führt manchmal zu Verdauungsstörungen. Am besten nur Freilandware füttern, ebenso wie Endivien und andere Salatsorten nur in kleinen Mengen. Knabberkost mit viel Getreide, Ölsaaten, Nüssen nur wenig füttern, weil Meerschweinchen durch den hohen Fettgehalt dieser Nahrung zu dick werden und ihr Verdauungssystem sowieso für derartiges Futter nicht ausgelegt ist. Rohe Kartoffeln nur in geringen Mengen geben.
Die Zähne der Meerschweinchen müssen sich abnutzen, da sie ständig nachwachsen. Dazu eignet sich am besten rohfaserreiche Fütterung mit Heu oder Stroh. Hartes Brot führt nicht zu einer Abnutzung der Zähne.
Nicht zur artgerechten Meerschweinchen-Ernährung gehören Kräcker, Joghurtdrops und Milchprodukte. Tabu sind: Kartoffelkeime, rohe Bohnen (sind giftig!), Mehl, Milch- und Molkereierzeugnisse sowie alles, was Zucker enthält, also auch trockener Kuchen oder Kekse.
Von der Norm abweichendes Fressverhalten ist ein Anzeichen für Verdauungsstörungen. Diese müssen unbedingt schnellstens behandelt werden, weil sie für Meerschweinchen tödlich sein können. Beobachten Sie daher Ihr Meerschweinchen genau und kontrollieren Sie auch seinen Kot und sein Verhalten, wenn es Kot absetzt.
Fotos: DGKDas Equine Herpesvirus (EHV)
Latente Gefahr – Impfung schützt
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(animal) Das Pferde-Herpesvirus sorgte in den vergangenen Wochen in Schleswig-Holstein für Aufregung unter Reitern und Pferdebesitzern. Fünf Pferde waren an dem Equinen Herpesvirus (EHV) gestorben, mehrere erkrankte trächtige Stuten verloren ihre Fohlen.
Mit dem Lippenherpes beim Menschen hat diese Infektion wenig gemeinsam. Eine Herpesinfektion kann Pferde auf verschiedene Art und Weise krank machen. Am häufigsten (meistens Typ EHV 4) verursacht sie Rhinopneumonitis, eine Atemwegserkrankung, so ähnlich wie die Influenza. Die Symptome: wässrig-klarer Nasen- und Augenausfluss, der später eitrig wird und sich gelblich färbt, angeschwollene Lymphknoten am Unterkiefer, erhöhte Temperatur, feuchter Husten, der sich meist nur bei Belastung zeigt.
Zudem können Herpesviren (EHV 1) Fehlgeburten bei trächtigen Stuten auslösen. Dies ist besonders tückisch, da die Stuten meistens gesund erscheinen. Weitere mögliche Anzeichen können Blasen-, Anus- und Penislähmung sein. Die Pferde in Schleswig-Holstein zeigten Lähmungen der Blase. Ein solcher Krankheitsverlauf deutet darauf hin, dass das Nervensystem von dem Virus befallen ist.
Die Auslöser dieser Krankheit, die Herpesviren, sind auf der ganzen Welt verbreitet. Sie dringen meistens durch eine Tröpfcheninfektion, die bei engem Kontakt zwischen Pferden möglich ist, über die Atemwege in den Körper ein; eine gelegentliche Übertragung durch Material oder den Menschen kann aber nicht ausgeschlossen werden.
Die Viren, mit denen in Deutschland 80 Prozent oder mehr Pferde infiziert sind, verweilen lebenslang im Körper (sog. latente Infektion) und können auch bei Pferden ohne Krankheitszeichen jederzeit wieder aktiviert und damit krankmachend werden. Herpes ist somit eine ständige Gefahr für praktisch alle Pferde. Gerade im Alter lässt beim Pferd – ebenso wie beim Menschen – die erworbene Immunität nach und Infektionskrankheiten können die Folge sein. Diese alten Pferde werden dann oft zu Virusausscheidern und damit zu einer potentiellen Infektionsgefahr für andere Pferde. Eine Impfung ist daher in jedem Alter anzuraten. Negative Auswirkungen durch einen späten Impfbeginn sind nicht zu erwarten. Trächtige Stuten sollten während erneut im dritten bis vierten und siebten bis achten Trächtigkeitsmonat geimpft werden.
Bei den Fällen in Schleswig-Holstein konnten Hinweise auf aggressive Virusstämme, die beispielsweise momentan in Nordamerika schwere Erkrankungen verursachen, nicht bestätigt werden. Da die verfügbaren Vakzinen auch bei halbjährlicher Impfung keinen absoluten Schutz garantieren, ist davon auszugehen, dass bei den erkrankten Tieren ein unzureichender Impfschutz bestand.
Das Merkblatt der Tierärztekammer Schleswig-Holstein zum Download: http://sh.tieraerztekammer.de/pdf/Herpes-Info_an_T-VA.pdf
Impfung
Reitpferde sollten nach erfolgreicher Grundimmunisierung, für die eine zweimalige Impfung in vorgegebenen Abständen (1. Impfung = ab dem 5. Lebensmonat, 2. Impfung = 6 bis 10 Wochen nach 1. Impfung) erforderlich ist, alle 6 (bzw. 9) Monate gegen Herpesviren geimpft werden. Herpesimpfstoff kann als Einzel- oder als Kombinationsimpfstoff angewendet werden. Da auch gegen die Equine Influenza eine Immunisierung in regelmäßigen Abständen von 6 Monaten empfohlen wird, bietet sich ein Kombinationsimpfstoff EHV + Influenzavirus an. Zum Schutz gegen den Virusabort der Stute sollte eine Grundimmunisierung vor der Trächtigkeit erfolgt sein und eine zusätzliche Vakzinierung im 3./4. und 7./8. Trächtigkeitsmonat.
Quellen:
EQUINE HERPES - USA (KENTUCKY), promedmail, 18.05.2005
www.promedmail.org
Notfall Magendrehung
Dann kann nur noch der Tierarzt helfen
(4.495 Zeichen)
(animal) Häufig passiert es spät abends oder nachts, wenige Stunden nach der letzten Mahl-zeit. Der Hund wird unruhig, steht auf, legt sich hin, steht wieder auf. Er speichelt viel, würgt, versucht zu erbrechen, ringt mit dem Atem. Sein Leib ist plötzlich aufgebläht und steinhart, der Bauchumfang nimmt ständig zu, beim Klopfen auf die Bauchwand hört es sich an wie eine Trommel. Häufig folgt ein Kreislaufzusammenbruch, rascher, schwacher Puls, blasse Schleimhäute. Schlimmstenfalls taumelt der Hund, bricht zusammen und stirbt.
Ein Großteil der Hunde überlebt eine solche Magendrehung (torsio ventriculi) nicht, selbst wenn das Tier rechtzeitig operiert wird. Doch was genau passiert? Der aufgegaste und/oder mit Futter überladene Magen dreht sich im Uhrzeigersinn um die Speiseröhre herum. Die Folge: ein teilweiser oder auch völliger Verschluss der Speiseröhre. Der Magen wird sozusagen abgeklemmt, und durch die Einwirkung der Magensäure auf das Futter entsteht Gas, das den Magen immer mehr aufbläht, da es nicht entweichen kann. Die Milz, die mit dem Magen über eine dünne Gewebeplatte verbunden ist, kann sich mitdrehen. Es entsteht ein lebensbedrohlicher Zustand.
Besonders häufig sind große Hunderassen betroffen, die Magendrehung kann aber auch bei mittleren und kleinen Hunden auftreten. Hunde mit tiefer Brust sind besonders gefährdet – vermutlich ist bei diesen Hunden die Magenaufhängung ungünstiger als bei den kleinen Hunderassen – außerdem Rüden doppelt so häufig wie Hündinnen. Die Torsion (Drehung) tritt meist bei ausgedehntem Magen auf. Eine Gewebeschwäche der Magen-Aufhängesysteme bei gleichzeitiger Magenatonie (-schlaffheit) scheint eine veranlagte Voraussetzung zu sein.
Auslöser für einen Magendreher können Stress, zu große Futtermengen sein, aber auch falsches Futter oder die Aufnahme von Dingen, die überhaupt nicht für den Hundemagen gedacht sind, wie zum Beispiel Katzenstreu, oder bei jungen Tieren auch das Toben nach den Mahlzeiten. Frisches Brot zum Beispiel gärt auf besondere Weise. Es bilden sich nicht Gase, sondern Bläschen. Das kann zu einem Magendreher führen. Auch eine Darmträgheit kann der Auslöser sein, besonders bei alten Hunden. Kann der Darm sich nicht komplett entleeren, bleibt zu viel im Magen. Die neue Mahlzeit kommt hinzu und der Hund empfindet sicher ein starkes Völlegefühl, wird schlapp, lustlos, träge. Der Mageninhalt, der schon längst im Darm sein sollte, gärt und gast.
Vorbeugung
Füttern Sie daher drei bis viermal täglich, keine zu reichlichen Mahlzeiten, besonders abends nur eine kleine Menge. Leider wird auch immer noch von einigen „Hundekennern“ eine ein-malige Fütterung abends für die Riesen empfohlen. Davon ist dringend abzuraten. Gönnen Sie Ihrem Hund danach eine Ruhepause von etwa 1 bis 1,5 Stunden. Anfällige Rassen – Deutscher Schäferhund, Dogge, Berner Sennenhunde – sollten nur eingeweichtes Trockenfutter oder Feuchtfutter erhalten.
Auch chirurgische Maßnahmen können im Vorfeld eingesetzt werden. „Mit der Schlüssellochchirurgie ist es möglich“, so Dr. Alexander Pack, „mit einem kleinen Eingriff den Magen an der Bauchwand zu fixieren und somit eine Magendrehung unmöglich zu machen.“
Schnell handeln
Beim geringsten Verdacht auf eine Magendrehung sollte man sofort einen tierärztlichen Notdienst aufsuchen – auch mitten in der Nacht, denn dies ist ein absoluter Notfall. Wenige Minuten können entscheidend für das Überleben des Hundes sein. Ein Anruf im Vorfeld ermöglicht es den Tierärzten, die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen und eine schnelle Operation durchzuführen.
In den allermeisten Fällen ist eine Operation notwendig, um den verdrehten Magen wieder in seine richtige Lage zurückzubringen. Zuerst muss der Hund aber stabilisiert werden, das heißt das Gas aus dem aufgeblähten Magen entfernt werden. Entweder wird der Tierarzt mit einer Kanüle das Gas durch die Bauchwand ablassen, oder aber versuchen, eine Magensonde zu schieben.
Die Prognose hängt für den Hund hängt entscheidend von der Schädigung der Magenwand ab. Nach der Operation besteht noch für etwa drei Tage die Gefahr, dass der Hund Herz-rhythmusstörungen bekommt, die gegebenenfalls auch noch tödlich sein können. Sind die ersten Tage schadlos vergangen, ist der Hund komplikationslos genesen und kann wieder normal eingesetzt werden. Spätfolge kann beispielsweise eine erneute Magendrehung sein. Durch die Fixierung des Magens wird die Gefahr zwar weitgehend reduziert, doch es gibt bekanntermaßen in der Natur nichts, was es nicht gibt.
Mein Tier ist ein Stinktier
Gesund für Nase und Hund
(7.000 Zeichen)
(animal) „Der ist ja süß, aber der stinkt ganz schön!“, sagt ein Spaziergänger. Nicht wenige Tierhalter erleben solche oder ähnliche Szenen. Sie sind ihnen unangenehm, weil sie das Problem kennen und nicht recht wissen, was sie dagegen unternehmen sollen, oder reagieren ärgerlich, weil ihre Nase die Duftabsonderungen des vierbeinigen Lieblings, mit dem sie ständig zusammen sind, gar nicht mehr registriert. Ein Hund riecht eben nach Hund. Ob ein Tier stinkt und alle in die Flucht schlägt oder „wohlwollend riecht“ ist häufig sehr subjektiv, kann aber im Einzelfall auch ein Hinweis auf eine Krankheit sein.
Wasser und Schlamm
Jeder nasse Hund riecht, egal, ob er in einen See gesprungen ist, ihn ein Regenguss oder der Strahl einer Dusche getroffen hat. Zu tun ist gar nichts, denn nach dem Trocknen ist auch der Geruch weg.
Manche Hunde lieben aber nicht nur Wasser, sondern auch Schlammlöcher oder mit Jauche behandelte Wiesen, in denen es sich herrlich wälzen lässt. Vor dem Griff zum Duschmittel aus dem Badezimmer direkt nach dem Ausflug in die Güllewiese sei jedoch gewarnt. Das Einshampoonieren könnte die empfindliche Talgschicht der Hundehaut zerstören, die Bello vor Wasserverlust, Austrocknung und Krankheitserregern schützt. Selbst ein für Zweibeiner gedachtes Babyshampoo schadet. Eine Dusche mit normalem Wasser reicht in der Regel. Wenn es unbedingt ein Shampoo sein muss, dann eines extra für den Hund. Es gibt auch spezielles Trockenshampoo, das in Einzelfällen, beispielsweise nach intensivem Güllebad, noch einmal letzte Hilfe bringen kann.
Bei „normalem Dreck“ kann man sich meist auf die natürlichen Selbstreinigungseigenschaf-ten von Hundehaut und Hundefell verlassen: Sobald der Schmutz getrocknet ist, wird sich der Vierbeiner schütteln – und weg ist er.
Regelmäßiges Auskämmen der Unterwolle (ein bis drei mal täglich) hilft bei langhaarigen Rassen vor allzu viel Eigenduft.
Angst
Heftig, aber harmlos ist ein stinkend-stechender Geruch, den Hunde in Angstsituationen freisetzen können. Er stammt aus den Analbeuteln im Afterbereich. Deren Sekret wird normalerweise beim Kotabsatz beigemischt. Es dient aber auch der Markierung des eigenen Territoriums und wird bei Konflikten von Hunden untereinander in Gegenwart des „Feindes“ abgegeben. Das Gleiche kann passieren, wenn der Hund erschrickt und die Analbeutel zusammenpresst – etwa, weil man mit dem Auto plötzlich scharf abbremsen muss.
Mundgeruch
Gerüche aus dem Maul oder der Haut können harmlose Ursachen haben: Wie ein Mensch, der gerade Knoblauch gegessen hat, geben auch Tiere nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel Duftmoleküle über die Atemluft oder die Haut ab. Auch Speisereste in den Lefzen der Hunde können Schuld sein. Diese sitzen dort fest, beginnen zu gären und fangen schließlich an zu stinken. Die Lefzen müssen deshalb regelmäßig kontrolliert werden. Gerade bei Rassen, die zur Ausprägung einer tiefen Lefzenfalten neigen (z. B. Cockerspaniel) kommt es häufig zu Lefzenekzemen.
Bei ständigem unangenehmen Geruch aus dem Maul kann eine Entzündung des Zahnfleisches und Zahnstein dahinter stecken. Der Zahnstein muss unbedingt vom Tierarzt entfernt werden, da sonst das Zahnfleisch soweit zurückgedrängt werden kann, bis die Zähne ausfallen. Lassen Sie regelmäßig die Zähne Ihres Hunde kontrollieren (z. B. bei der jährlichen Impfung), damit Zahnbeläge rechtzeitig entfernt werden und keine Entzündung des Zahnfleisches entsteht. Zahnprobleme werden auch durch falsches Futter verursacht. Zu viel Süßes greift auch Katzen- und Hundezähne an. Nicht jeder Hund duldet das Zähneputzen. In diesem Fall können Sie ihm regelmäßig spezielle enzymhaltige Kaustreifen oder Kauknochen anbieten.
Hauptsächlich kleine und Zwergrassen haben mit Zahnproblemen zu kämpfen. Bei diesen Tieren ist es zuchtbedingt zu einem Missverhältnis von Zahn- und Maulgröße gekommen, so dass die Selbstreinigungskräfte nicht mehr optimal greifen. Deshalb ist hier Zähneputzen unabdingbar, um die Zahngesundheit zu erhalten.
Ursache für den Mundgeruch kann auch eine eitrige Mandelentzündung sein. In diesem Fall verschreibt der Tierarzt Antibiotika.
Mundgeruch könnte auch ein Hinweis auf sich entwickelnde Krankheiten sein – von Magenproblemen über Leber- und Nierenleiden bis hin zu Diabetes. Bakterien und Pilze in der geschädigten Haut können ebenfalls Hautgeruch verursachen und eine tierärztliche Behandlung erfordern.
Hat das Tier eine Zuckererkrankung, riecht es stark nach Aceton aus dem Maul. Erinnert der Geruch mehr an Harn, liegt meistens ein Nierenversagen vor – mit einer Urämie. Bei Urämie funktioniert das Nierengewebe nicht mehr. Vor allem eiweißhaltige Nahrung belastet die Nieren sehr. Deswegen muss man darauf achten, das Tier möglichst mit eiweißarmem Futter zu ernähren. Zusätzlich können Infusionen helfen, die Niere stärker zu durchschwemmen.
Ohren
Ohrenentzündungen mit Ausfluss verbreiten einen schlechten Geruch. Bemerkt man Hautrötungen und einen ungewohnten Geruch im Ohr eines Hundes, kratzt er sich ab und zu am Ohr und schlägt er damit, sollte man bald vom Tierarzt klären lassen, welcher Grund vorliegt, da es einige Ohrerkrankungen gibt, die leicht chronisch werden können. Charakteristisch für Ohrmilbenbefall (Otodectes cynotis) ist ein sehr dunkles, trockenes Ohrenschmalz. Die Milbe hingegen ist von heller Farbe. Je mehr Zeit die Milbe zur Besiedlung und zur Schädigung des Ohres hat, desto schwieriger wird die Behandlung.
Blähungen
Um den After herum gibt es zwei Afterdrüsen die regelmäßig ausgedrückt werden sollten, meist macht der Hund das alleine. Geschieht dies nicht, können ihre Ausdünstungen unangenehm riechen. Für übel riechenden Kot und Winde können Darmparasiten und Würmer verantwortlich sein. Endoparasiten wie Kokzidien verursachen besonders schleimigen Kot. In diesem Fall schaffen Medikamente Abhilfe. Meist aber liegt es an der Ernährung: qualitativ minderwertige Nahrung, Überforderung des Magen-Darm-Traktes durch zu große Futter-mengen oder zu viele Leckerlis.
Manche Hunde sind für bakterielle Gärungsprozesse im Darm besonders anfällig. Für sie ist eine spezielle Diät angesagt: Nahrungsmittel ohne Sojabohnen, Gartenbohnen oder Erbsen, dafür gekochter Reis, Nudeln, Kartoffeln. Eventuell auch Fertigdiäten und als Zugabe Möhren oder geriebene Äpfel. Glücklicherweise seltener sind Futtermittelallergien – etwa auf bestimmte Eiweißstoffe in der Nahrung – oder Krankheiten, die zu Blähungen und Durchfall führen. Hier kann nur der Tierarzt helfen.
Ältere Tiere riechen von Natur aus strenger – ganz ohne Krankheiten. Auch trocken riecht das alte Hundefell, die Ohren zum Beispiel nach verbranntem Talg, und Mundgeruch gehört zur Tagesordnung. Wenn ein jüngeres Tier jedoch ständig übel riecht, sollte man der Sache nachgehen, weil unter Umständen Schlimmeres dahinterstecken könnte.
Sauberkeit und Hygienekontrolle beugen üblem Geruch vor und helfen, dass das Haustier lange gesund bleibt. Ihre Nase wird Ihnen sicherlich verraten, wann Sie mit Ihrem Liebling zum Tierarzt müssen!
Fotos: DGKHauptsache gut erzogen
Trainingsmethoden für Hunde
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(animal) „Emil ist ein halbes Jahr alt. Er gehorcht nur dann, wenn er Lust hat, zerrt an der Leine, springt mit schmutzigen Pfoten an wildfremden Menschen hoch - aber eigentlich ist er wirklich lieb. Muss er nun ins „Hunde-Internat“?“, fragt Julia S.
Ein Hund sollte sozialverträglich und so gut erzogen sein, dass es zu solchen Situationen erst gar nicht kommen muss. Im Übermut hoch springende, junge Hunde können später im Erwachsenenalter bei Kindern und schwächern Personen zur Gefahr werden. Dabei bieten mittlerweile viele Hundeschulen und -trainer ihre Hilfe an. Neben dem klassischen Training auf dem Hundeplatz gibt es interessante Alternativen, um ein gutes Zusammenspiel von Zwei- und Vierbeinern zu lernen und zu üben.
Besitzer von Hundebabys auf der Suche nach einer Welpenschule sollten sich für einen Anbieter entscheiden, der mit Gruppen von höchstens fünf bis sechs Tieren arbeitet. Wird mehr als ein halbes Dutzend Tiere gemeinsam unterrichtet, kann der Trainer nicht genug auf die Fähigkeiten jedes einzelnen eingehen. Das gilt auch für größere Tiere. Der Unterricht sollte so gestaltet sein, dass die Hunde einige Pausen zum Entspannen und Spielen haben. Die Übungen müssen abwechslungsreich und interessant sein.
Generell ist es sinnvoll, einen kleinen Hund einige Stunden in einer solchen Schule absolvieren zu lassen. Dabei lernt er spielerisch, mit anderen Hunden und auch mit Menschen umzugehen. Ratsam ist es, sich für einen Anbieter zu entscheiden, der zweimal pro Woche je eine Stunde Training ermöglicht. Längere Einheiten bedeuten für die Welpen dagegen zu viel Stress.
Der Klassiker: Hunde und Halter treffen sich im Hundeverein oder in der Hundeschule und trainieren gemeinsam in der Gruppe. Der Unterricht findet ausschließlich auf einem eingezäunten Gelände statt. Ihr Hund lernt die gängigen Grundkommandos und in der Gruppe gleich Sozialverhalten. Herrchen und Frauchen profitieren ebenfalls vom Vereinsleben, lernen andere Hundebesitzer kennen und können sich austauschen.
Hunde merken recht schnell, dass sie auf diesem eingezäunten Platz, einem Trainingsort ohne große Ablenkung und Umweltreize, gehorchen müssen. Doch wie sieht es zuhause oder bei Ihren alltäglichen Spaziergängen aus? Auf Probleme im gewohnten Umfeld kann oft wenig eingegangen werden. Durch die Größe der Gruppen kommt es häufig vor, dass zu wenig Zeit für Ihre persönlichen Fragen und Probleme bleibt. Für den Familienhund ist es daher unerlässlich, dass das Training nicht nur auf dem Hundeplatz erfolgt, sondern auch in der Öffentlichkeit (Fußgängerzone usw. ).
Individuell auf die Lebenssituation abgestimmt und intensiv ist hingegen das Einzeltraining, das auch zuhause durchgeführt werden kann. Probleme können so direkt vor Ort gelöst werden – prima für Anfänger und „Problemhunde“.
Jeder Hundehalter, jede Familie sollte nach dem für sie am besten geeigneten Training suchen und dabei ruhig verschiedene Anbieter ausprobieren (oft werden auch kostenlose erste „Schnupperstunden“ angeboten). Bei der Auswahl sollten sie auf folgende Kriterien achten:
- Das Personal sollte (auch schon beim ersten telefonischen Kontakt) Geduld mit Mensch und Tier haben.
- In der Schule sollten auch theoretische Kenntnisse zu Verhalten und Körpersprache von Hunden vermittelt werden.
- Die Gruppen sollten nicht zu groß sein.
- Schließlich sollte auch die „Chemie“ zwischen Hunden, Haltern und Trainern stimmen.
- Schulen oder Kurse, in denen die Tiere geschlagen, getreten oder geprügelt werden oder in denen mit Stachelhalsbändern und ähnlichen schmerzhaften Zwangsinstrumenten gearbeitet wird, sollten sie auf jeden Fall meiden!
Natürlich reicht allein der Besuch ein- oder zweimal wöchentlich in einer Hundeschule nicht aus, um einen angenehmen und gehorsamen Begleiter aus einem Hund zu machen. Es ist sicher sinnvoll, macht Spaß und ist oft eine absolut notwendige Hilfe für den Hundebesitzer, aber ohne regelmäßiges Training zuhause (am besten jeweils ein paar Minuten beim täglichen Spaziergang) bringt der beste Kurs nichts und kann der beste Trainer nicht helfen!
Foto: DGK
Adressen von Hundevereinen oder -schulen in Ihrer Nähe bekommen Sie oft bei Ihrem Tierarzt oder bei:
- Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH)
Westfalendamm 174, 44141 Dortmund
Tel. 02 31 / 5 65 00-0, Fax 02 31 / 59 24 40
E-Mail: info(à)vdh.de, Internet: www.vdh.de
Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen
Pingenstr. 34, 53332 Bornheim
Tel. 0 22 27 / 92 47 22, Fax 0 22 27 / 92 47 24
E-Mail : mail(à)hundeschule-roesler.de, Internet: www.ig-hundeschulen.de
Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen (BHV) e.V.
Eppsteiner Str. 75, 65719 Hofheim
Tel. 0 61 92 / 95 81 13 6, Fax 0 61 92 / 95 81 13 8
E-Mail: info(à)bhv-net.de, Internet: www.bhv-net.de
oder unter www.hundund.de
Diabetes bei Katzen
Zucker ist kein Todesurteil
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(animal) Können Katzen Diabetes haben? Das kommt häufiger vor, als man glaubt. Diabetes kann bei Katzen zwar in jedem Alter auftreten, aber meist sind Tiere im Alter von mehr als sechs Jahren betroffen. Zum Glück kann die Zuckerkrankheit relativ problemlos behandelt werden - mit der richtigen Therapie. Eine gut auf Insulin eingestellte Mieze hat eine kaum geringere Lebenserwartung als gesunde Katzen, ist quietschfidel. Ohne Insulintherapie dagegen führt die Zuckerkrankheit zu schweren Leber- und Nierenschäden – und zum Tode.
Diabetes ist eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels durch mangelnde Insulinbildung im Körper. Diese Störung wird auch als Zuckerkrankheit bezeichnet: Der Blutzuckerspiegel der Katze ist viel höher als normal, denn dem Körper fehlt das Hormon Insulin. Ähnlich wie bei menschlichen Patienten mit Diabetes Typ 2 kann Übergewicht dazu führen, dass der Körper nicht mehr oder nur noch unzureichend auf Insulin reagiert. Oder aber die Bauchspeicheldrüse ist in ihrer Funktion beeinträchtigt und stellt die Produktion von Insulin ein. Ungeachtet der Gründe benötigen diabetische Katzen Insulingaben von außen, damit ihr Blutzucker wieder sinkt.
Die ersten Krankheitsanzeichen sind starker Durst, vermehrte Harnmenge, Heißhunger und verminderte Leistungsfähigkeit. Diabetes entsteht langsam innerhalb vieler Wochen oder Monate. Gesichert wird die Diagnose durch Nachweis erhöhten Zuckergehalts im Blut und Zuckerausscheidung im Urin. Bei Verdacht auf Zuckerkrankheit sollte man zunächst beim Tierarzt eine Blutuntersuchung machen lassen. Der Blutzuckerwert ist entscheidend für die Diagnose und für die Bestimmung der Menge an Insulin, die zur Diabetestherapie eingesetzt wird. Auch ein Langzeitzuckerparameter (Fruktosaminwert) sollte bestimmt werden.
Sollte eine Zuckerkrankheit vorliegen, braucht die Katze zweimal täglich, morgens und abends, flüssiges Insulin, das ihr unter die Haut gespritzt wird. Das Insulin sorgt dafür, dass der im Blut gelöste Zucker dorthin transportiert werden kann, wo er eigentlich hingehört: zu den Zellen. Somit bewirkt es, dass der Blutzuckerspiegel sinkt. Das Spritzen des Insulins erfordert anfangs etwas Übung für den Katzenhalter, aber im Grunde ist es sehr einfach. Die Befürchtung vieler, damit ihrem Tier Schmerzen zuzufügen, ist nicht zutreffend: Wird die Spritze richtig gesetzt, merkt die Katze kaum etwas davon. Meistens nimmt sie die Prozedur mit genau der Gelassenheit hin, die auch ihr Besitzer an den Tag legt.
Durch kommerziell erhältliche Diätfuttermittel kann in Einzelfällen durchaus eine Zuckerkrankheit bei der Katze ausreichend behandelt werden. Viele Besitzer von zuckerkranken Katzen kommen tatsächlich mit handelsüblichem Nassfutter gut zurecht. Nur Trockenfutter scheint bei manchen vierbeinigen Patienten die Blutzuckerwerte unnötig in die Höhe zu treiben.
Foto: DGKMELDUNGEN
Pferde und Zahnpflege
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(animal) Das Problem ist bekannt, aber viele denken nicht daran: Viele Pferde leiden unter zu langen vorderen Schneidezähnen – eine Folge der modernen Pferdehaltung. Die Abnutzung der Schneidezähne wird durch weiches Gras fast gänzlich ausgeschaltet. Noch schlimmer ist es bei Pferden, die ausschließlich in Boxen gehalten werden. Hier wird alles Futter fertig serviert, Abbeißen ist überhaupt nicht mehr erforderlich.
Dadurch passen die Backenzähne nicht mehr aufeinander, und sie können die Nahrung nicht mehr zermahlen. Die Folge: Mit erhöhtem Kraftaufwand der Kaumuskulatur muss das Pferd die Backenzähne zum Kauen aufeinander pressen. Dadurch leiden viele Pferde an Parodontose, blockiertem Gebiss, Zahnausfall, Kopfscheue, Appetitlosigkeit und vielem mehr.
Durch den Spalt zwischen den nicht mehr aufeinander liegenden Backenzähnen kommt es zudem zu einer mangelhafte Futterzerkleinerung mit der Folge von Verdauungsproblemen. Eine schlechte Zerkleinerung der Nahrung kann Kolik und Schlundverstopfung hervorrufen.
Bei der Behandlung dieser Symptome werden zu lange Schneidezähne abgeschliffen und der gesamte Kiefer ausbalanciert. Je nach Empfindlichkeit des Tieres und Länge der Behandlung muss das Pferd betäubt werden. Diese Betäubung wird von einem Tierarzt vorgenommen. Die Kosten für die Behandlung liegen je nach Aufwand zwischen 70 und 185 Euro. In Deutschland gibt es etwa 50 ausgebildete Pferdedentalpraktiker.
Foto: DGKKranke Exoten
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(animal) Wenn exotische Tiere wie Chamäleon, Waran, Gecko oder Riesenschlange krank werden, ist das schwierig zu erkennen. Denn die meisten Exoten sind der Wildtierform noch sehr ähnlich und haben gelernt, ihre Krankheiten zu verbergen. Das heißt, ein offensichtlich kranker Exot ist wirklich ernsthaft krank und muss schnell behandelt werden. Damit er fachgerecht von einem Spezialisten in der Nähe versorgt werden kann, gibt es nun einen besonderen Service im Netz.
Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) hat ein Onlineverzeichnis von Tierärzten auf seiner Homepage eingerichtet. Dort müssen Sie nur Ihren Wohnort sowie die Tierart angeben, und die Adressen der Spezialisten in Ihrer Nähe erscheinen: www.tieraerzteverband.de.
„Gassi-Gehen“ leicht gemacht!
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(animal) Das „Gassi-Gehen“ mit dem Hund kann in einigen Städten recht teuer werden. Und zwar dann, wenn der Vierbeiner auf Gehwegen, öffentlichen Anlagen oder auf einem Spielplatz seine „Geschäfte“ erledigt. Doch Ärger und Bußgeld müssen nicht sein. Man kann Hunde ohne weiteres dazu erziehen, am „richtigen“ Ort ihr „Häufchen“ zu machen.
Am besten weist man dem Hund von Anfang an einen „Stammplatz“ zu. Das kann zum Beispiel ein abgelegener Platz im eigenen Garten oder der Rinnstein sein. Belohnen und Loben ist wichtig bei der Hundeerziehung. Wenn er alles richtig gemacht hat, sollte man den Hund streicheln und darf ihm ruhig einen Leckerbissen geben. So lernt er spielend, wann und wo er sein Geschäft in Ruhe erledigen darf. Hunde sind Gewohnheitstiere. Daher sollte man einen festen Rhythmus zum Ausführen entwickeln. Wichtig: direkt zum Stammplatz gehen und nicht auf den letzten Drücker! Damit der Welpe gleich die richtige Stelle lernt, trägt man ihn am besten direkt dorthin. Danach kann man den täglichen Spaziergang in Ruhe genießen.
Voraussetzung fürs richtige „Gassi-Gehen“ ist natürlich auch die regelmäßige Fütterung. Plötzlichen Futterwechsel vermeiden. Eine wichtige Vorbeugung gegen Durchfallerkrankungen sind zudem regelmäßige Schutzimpfungen und Wurmkuren.
Im Notfall ist es ganz gut, wenn man zum Spazieren gehen ein Reinigungsset oder eine Plastiktüte und ein Stück Karton oder einen Plastikhandschuh in der Tasche hat. Damit kann man – sollte doch einmal ein Malheur passieren – dieses problemlos entsorgen.
KURIOSES
„Einmal waschen, föhnen, legen“
Waschautomaten für Hunde
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(animal) Sauber werden können Hunde künftig in einer Selbstbedienungs-Hundewaschanlage mit automatischer Pfotenputzmaschine, ganz nach dem Vorbild einer Autowaschanlage konstruiert. Mit Spritzpistole und Fön-Schlauch können die Hundebesitzer ihre Lieblinge in einer Waschbox auf Knopfdruck problemlos und angeblich stressfrei reinigen. Waldi wird in den Kasten gesetzt, angeleint, kalt abgeduscht, dann eingeseift, alles wird wieder abgewaschen und schließlich wird er trocken geföhnt. Das Ganze dauert um die zehn Minuten. In Spanien gibt es bereits 200, in England 75 dieser Anlagen, weitere in Holland, USA und Kanada. Die bundesweit erste automatische „Wuff-Waschstraße“ wurde bereits im April in Hamburg in Betrieb genommen.
Erst Gassi, dann in die Waschmaschine – für Hunde und auch Katzen brechen damit ungemütliche Zeiten an. Und es fragt sich, wie die Maschine unter den Ohren oder dem Schwanz wäscht und wie sie vermeidet, dass Wasser und Shampoo in Augen und Nase dringen. Hunde und Katzen merken sich Gott sei Dank unangenehme Erlebnisse meist besonders gut, und man wird sie in so einem Fall wohl kaum ein zweites Mal freiwillig in die Waschbox bekommen.
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