DGK e.V. -Pressedienst Tier und Gesundheit (animal), Jahrgang 1, Ausgabe3 - 2003 Themen: Tollwut,Jagdhunde, Fledermaustollwut, Allergien, Katzenwäsche, Rennmaus, Wolf, Privat-Haftpflicht, Kleintiere, Kopper, Magengeschwüre
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, Tollwut, Jagdhunde, Fledermaustollwut, Allergien, Katzenwäsche, Rennmaus, Wolf, Privat-Haftpflicht, Kleintiere, Kopper, Magengeschwüre
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel

DGK Gesundheit Internet 2008


 

 





bookmark at mister wongbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.com


Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Presse / 2003 - Jahrgang 1 / animal, Jg. 1, 3 - 2003
Tier und Gesundheit
animal, Jg. 1, 3 - 2003

Jagdhunde im Großstadtrevier
Vierbeiner mit feinem Näschen und gut entwickelten Jagdtrieb nur für Jäger (1.366 Zeichen)

 

(animal) Seit Nixe dem Welpenalter entwachsen ist, häufen sich die Probleme. Die Weimaraner-Hündin jagt im Stadtpark Tauben und Enten, verfolgt begeistert Kaninchen-Fährten und kümmert sich wenig um die Kommandos ihres Besitzers. Auch Spaziergänge im Wald gehören längst der Vergangenheit an, seitdem die Jagdhündin mehrmals im Dickicht verschwand. Erst Tage später tauchte Nixe wieder auf - hundemüde, aber glücklich.

Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb, und dazu gehören Weimaraner ebenso wie Pointer, Bracken oder Schweißhunde, können für Nicht-Jäger ein ernstes Problem darstellen. Als Jagdhunde benötigen sie ein Revier, in dem sie ihrer Natur freien Lauf lassen dürfen - im wahrsten Sinne des Wortes. Doch nur unter der Aufsicht eines Jägers können sie rennen, streifen, schnüffeln und natürlich jagen.

Bei Nicht-Jägern sind Jagdhunde dagegen nicht immer in den besten Händen. Viele Bedürfnisse des Tieres bleiben notgedrungen ungestillt, während die ewigen Verbote Hund wie Herrchen gleichermaßen nerven. Das traurige Ende: Viele Jagdhunde werden überfahren oder eingesperrt, wandern ins Tierheim oder entwickeln Verhaltensauffälligkeiten.


Nach den Empfehlungen seriöser Zuchtverbände sollten spezielle Jagdhunde nur gegen Vorlage eines Jagdscheins abgegeben werden. Manche Züchter drücken aber gern ein Auge zu, wenn der Preis stimmt. Doch von dem Geschäft profitieren weder Hund noch Käufer. Aus diesem Grund sollten Vierbeiner mit feinem Näschen und gut entwickelten Jagdtrieb nur von Jägern gehalten werden - schon im Interesse der städtischen Enten, Tauben und Kaninchen.

Jagdhunde im Großstadtrevier Foto: DGK


Gefährlicher Biss der fliegenden Teufel
Fledermausfreunde aufgepasst: Auch die kleinen Flughunde übertragen Tollwut (4.106 Zeichen)

 

(animal) Trotz eines europaweit erfolgreichen Impfprogramms für Füchse - es werden bundesweit nur noch etwa 300 Infektionen pro Jahr gemeldet - warnten bereits im vergangenen Jahr britische Forscher vor der Ausbreitung von Tollwut ähnlichen Viren. Als Überträger gelten Fledermäuse.

Die in diesen Tieren auftretenden Tollwutviren unterscheiden sich von denen der Füchse oder Hunde, sind aber für Mensch und Tier ebenfalls gefährlich. Dabei handelt es sich um eigenständige Virustypen, die als European Bat Lyssavirus (EBL mit den Varianten 1 und 2 oder Europäisches Fledermaus-Tollwutvirus) bezeichnet werden. Somit ist die Fledermaustollwut eine eigenständige Erkrankung, die von der Fuchstollwut abzugrenzen ist.

Zwischen 1954 und 2002 wurden europaweit insgesamt 696 Fälle von Tollwut bei 6 von rund 30 in Europa vorkommenden Fledermausarten an das in der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV) ansässige WHO- Referenzlabor gemeldet. Mehr als 90 Prozent davon wurden in den Niederlanden, Dänemark und Deutschland sowie Polen gefunden. In Deutschland wurden zwischen 1982 und 2002 insgesamt 143 Fälle registriert. Hauptträger ist die im Flachland weit verbreitete Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus).

Im Mai 2002 wurde auf einem Kinderspielplatz in Görlitz eine offensichtlich kranke und verletzte Feldermaus entdeckt. Der Finder wurde in den Finger gebissen. Nach dem Tod des Tieres stellte das zuständige Veterinäramt eine Infektion mit dem EBL fest. Sämtliche Kontaktpersonen erhielten eine Tollwutimpfung.
Im Frühjahr 2003 kam es im Kreis Steinburg/Schleswig-Holstein zu einer Bissverletzung durch eine kranke Fledermaus, die später starb. Auch bei ihr ergab sich ein EBL-positiver Befund.

Obwohl für die Mehrzahl der europäischen Länder keine Angaben zur Verfügung stehen, muss davon ausgegangen werden, dass Tollwutinfektionen bei Fledermäusen in ganz Europa vorkommen. Im November 2002 gab es sogar einen menschlichen Todesfall nach dem Biss einer tollwütigen Fledermaus in Schottland.

Als Faustregel gilt: Alle - eigentlich nachtaktiven - Fledermäuse, die am Tage aufgefunden werden und in irgendeiner Weise abnormes Verhalten zeigen, sind wahrscheinlich krank oder geschwächt. Aber weder von herabgefallenen Jungtieren, Kot oder gar winterschlafenden Tieren geht üblicherweise Gefahr aus. Tollwutkranke Fledermäuse liegen zumeist am Boden, wo sie leicht von Katzen und Hunden erbeutet werden können, die sie aber meist nicht fressen. Sie zeigen abnormes Verhalten wie Attackieren naheliegender Gegenstände, Orientierungsschwierigkeiten, Schluckbeschwerden sowie Lähmungserscheinungen und dadurch bedingte Flugunfähigkeit.

Vor Fledermaustollwut Angst zu erzeugen, wäre unbegründet und den Belangen des Schutzes dieser bedrohter Tierarten abträglich.
Eine besondere Gefahr besteht lediglich, wenn im Umgang mit Fledermäusen unerfahrene Personen diese Tiere in die Hand nehmen und aus dem normalen Abwehrverhalten des Tieres heraus gebissen werden. Wie ein amerikanischer Virologe im Fachblatt "Annals of Emergency Medicine" berichtet, merken die meisten Betroffenen nicht einmal, dass sie von einem der winzigen Tiere gebissen worden sind. Daher fordert der Forscher mehr Vorsicht im Umgang mit Fledermäusen.

Ein über dem Durchschnitt liegendes Gesundheitsrisiko tragen jene Personen, die beruflich oder in ihrer Freizeit häufig in Kontakt mit Fledermäusen kommen. Quartierbesitzer, in deren Haus sich Fledermäuse einquartiert haben, sind keinem erhöhtem Risiko ausgesetzt, wenn sie nicht direkten Kontakt haben. Um der Gefahr einer Tollwutübertragung auszuweichen, sollte man im Zweifelsfall eine Fledermaus nur mit Handschuhen anfassen.

Gemeinsam mit der WHO empfiehlt die BFAV alle Personen, die Umgang mit Fledermäusen haben, sich vorbeugend gegen Tollwut impfen zu lassen. Nach Biss oder direktem Kontakt ist eine nachträgliche Impfung möglich beziehungsweise erforderlich. Die verfügbaren Tollwutimpfstoffe sind sehr gut verträglich und schützen auch vor Fledermaustollwut.

Quellen: Epid. Bull. 26 / 2003, 201,
www.bfav.de u.a.



Wichtige Kontaktadressen:

  • Nationales und WHO Referenzzentrum für Tollwut, Institut für Epidemiologie, Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere, Seestraße 55, 16868 Wusterhausen (Tel.: 03 39 79 / 8 00)
  • Robert-Koch-Institut, Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, Nordufer 20, 13353 Berlin (Tel.: 01888/7540)
  • Umweltministerien der Länder, Landesumweltämter, ehrenamtliche Fledermausregionalbetreuer, Naturschutzverbände, NABU-Bundesarbeitsgruppe Fledermausschutz
  • zuständige Lebensmittel- und Veterinärämter
  • zuständiger Amtsarzt, örtliche Tollwutimpf- und -beratungsstellen
  • zuständige Veterinäruntersuchungsämter


Allergien und Nesselausschlag bei Pferden
Umstellung und neues Einstreu können oft schon helfen (1.710 Zeichen)

 

(animal) Ein glänzendes Haarkleid des Rosses ist der Traum jedes Reiters. Dann ist das Pferd "gut im Lack" und in der Regel auch gesund. Jedoch: Allergische Reaktionen sind bei Pferden kein Einzelfall und werden heutzutage immer häufiger. Sie treten oft nach der Aufnahme von schimmeligem Heu, altem Kraftfutter und manchmal auch Brot, oder nach dem ersten Weidegang im Frühjahr auf. Auslöser können zudem Kunstdünger, Insektenstiche, alle möglichen Stäube, imprägnierte neue Satteldecken oder -gurte oder das Fell anderer Haustiere sein. Als weitere Ursachen kommt eine Medikamentenunverträglichkeit in Betracht. Besonders Fliegensprays können zu Quaddeln und kleinen Hautknoten führen.

Dagegen helfen Abwaschungen mit essigsaurer Tonerde. Noch besser ist natürlich, entsprechende Präparate vor dem Auftragen auf einer kleinen Hautpartie auszutesten.
Stellen Sie Stalltiere ins Freie. Das Pferd sollte keinem Staub ausgesetzt werden. Geht der Nesselausschlag schnell zurück, nachdem das Pferd umgestellt oder der Reizauslöser entfernt wurde, ist keine weitere Schädigung zu befürchten. Wenn sich jedoch zum Ausschlag auch noch Husten, Atemnot, Pulsbeschleunigung gesellen, ist umgehend ein Tierarzt zu rufen.
Bei einer nachgewiesenen Heu-, Staub- oder Strohallergie, sollte das Pferd nur nasses, gut geweichtes Heu oder Grassilage erhalten. Grassilage darf nur in kleineren Mengen als Heu verfüttert werden, da sie sehr Eiweißreich ist und auch noch gut nährt. Die Einstreu sollte durch Sägespäne und Torf ersetzt werden, einer so genannten Matratze, die etwa 10 bis 15 Zentimeter dick ist und nur einmal im Monat komplett erneuert wird. Der Mist und die Urinstellen werden täglich entfernt und durch neue Späne ersetzt.

Tipp:
Vorsichtig sollten Sie übrigens auch bei einer starken Sonneneinstrahlung sein. Denn auch Pferde bekommen einen Sonnenbrand. Besonders betroffen sind alle weißen Körperstellen. Ausgezeichneten Schutz bieten Sonnencremes für Kinder mit einem hohen Sonnenschutzfaktor.


Katzenwäsche - ganz schön putzig (806 Zeichen)
 


(animal) Für Katzen ist Putzen Pflicht: Täglich verwenden sie mehr als drei Stunden auf ihre Körperpflege. Das Bedürfnis, sich sauber zu halten, ist schon jungen Katzen angeboren. Wie es allerdings richtig geht, lernen sie von ihrer Mutter.

In Sachen Sauberkeit verlassen sich Katzen in erster Linie auf ihre Zunge. Doch nicht überall, wo das Fell verschmutzt ist, reicht der kleine "Waschlappen" hin. Um auch die entlegensten Stellen zu säubern, benutzt Mieze ihre Pfoten. Während die raue Zunge die Sekretion der Talgdrüsen anregt, und auf diesem Weg das Fell vor Wasser schützt, wirken die Pfoten wie kleine Bürsten. Ist das Fell verkrustet oder verfilzt, kommen auch die Zähne zum Einsatz.

Normalerweise benötigen Katzen keine Hilfe bei der Fellpflege. Doch je nach Temperament und Gewöhnung lieben es einige Katzen, sanft durchgebürstet zu werden. Doch Vorsicht: Beim Anblick einer Bürste wird so mancher Stubentiger selbst zur Kratzbürste.

Katzenwäsche - ganz schön putzig Foto: DGK


MELDUNGEN:
Mongolische Rennmaus - Kleinsäuger des Jahres 2003 (624 Zeichen
)
 

(animal) Nach einer Leserumfrage des Fachmagazins "RODENTIA" wurde die Mongolische Rennmaus zum Kleinsäuger des Jahres 2003 gewählt. Der kleine Nager aus den Steppen Zentralasiens setzte sich dabei gegen den Chinchilla und das US- Teddy-Meerschweinchen durch. Dies teilt die Deutsche Presseagentur (dpa) mit. Rennmäuse sind hübsche und ungewöhnlich kluge Tiere. Es macht Spaß, ihnen beim Spielen zuzusehen oder sie beim Sandbaden zu beobachten. Meriones unguiculatus, so ihr zoologischer Name, ist etwa zehn bis zwölf Zentimeter lang. Mit einem durchschnittlichen Gewicht von 100 Gramm wiegen Rennmäuse nicht mehr als eine Tafel Schokolade. Wer Interesse an dem Kleinsäuger hat, wird bei Züchtern oder Tierhandlungen fündig.


Der Wolf - Tier des Jahres 2003 (1.083 Zeichen)
 

(animal) Die "Schutzgemeinschaft Deutsches Wild" hat den Wolf zum "Tier des Jahres 2003" gekürt. Die Organisation zur Erhaltung der freilebenden Tierwelt setzt sich damit auch für Tierarten ein, die auf natürlichem Weg nach Deutschland zurückkehren.
Erst im Herbst 2000 hatte sich ein kleines Wolfsrudel auf einem Truppenübungsplatz im Nordosten Sachsens angesiedelt. Die sechs scheuen Jäger finden in dem 14.500 Hektar großen Gelände - zwei Drittel davon sind bewaldet - ideale Lebensbedingungen vor. Vermutlich ist Familie Isegrimm aus Polen eingewandert.

In Europa stehen Wölfe unter Schutz. Gemäß der Berner Konvention zum Schutz frei lebender Tiere hat sich Deutschland verpflichtet, dem Wolf eine Wiederansiedlung zu ermöglichen. Zählt man Russland nicht mit, leben zur Zeit etwa 3.000 Tiere in Europa, hauptsächlich in Rumänien, Polen und Skandinavien.

In Deutschland zählen vor allem Rehe, Wildschweine, Dam- und Rotwild zu den Beutetieres des Wolfes. Dabei greift ein Rudel gezielt die schwachen, alten oder kranken Tiere an. Sollte sich Lupus canis, so sein lateinischer Name, jedoch an Weidetieren vergreifen, kommt das Umweltministerium für entstandene Schäden auf. Entgegen verbreiteter Vorurteile stellen Wölfe keine Gefahr für den Menschen dar.


TIPP: Privat-Haftpflicht zahlt für Kleintier-Schäden (602 Zeichen)
 

(animal) Nagetiere machen ihren Namen oft alle Ehre - und ihren Besitzer manchen Ärger. Denn wer zahlt eigentlich, wenn Hamster oder Rennmäuse, Meerschweinchen oder Zwerghasen die Fußleisten anknabbern, Kleidung klein beißen oder Tapeten zerkratzen? Freundlicherweise springt die Privat-Haftpflichtversicherung des Besitzers ein, denn anders als bei Hunden oder Katzen müssen Kleintiere nicht extra versichert werden. Das gilt auch für Vögel, die im freien Flug schnell mal Kleidung oder Teppich mit Kot verunreinigen können.
Unter den Begriff Kleintiere fallen aber keine Vogelspinnen und andere Exoten. Wer gefährliche Wildtiere sein eigen nennt, sollte diese auch entsprechend versichern.


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG:
Kopper auf Magengeschwüre untersuchen (1.704 Zeichen)

 

(animal) Das so genannte crib-biting, das heißt Aufsetz-Koppen, ist die bekannteste Verhaltensstörung des Pferdes. Unter Koppen versteht man die Öffnung des Schlundkopfes durch die Kontraktion der unteren Halsmuskulatur. Durch Schlucken der Luft entsteht der typische Kopperton. Aufsetz-Kopper haben dabei die Schneidezähne auf einen Balken, die Tränke oder einen ähnlichen Gegenstand aufgesetzt, Freikopper hingegen tun dies mit frei gehaltenem Kopf.
Oft schauen es die Tiere voneinander ab oder tun es aus Langeweile. Als weiterer Grund steht auch eine Fütterung mit minderwertigem Futter im Zusammenhang, gerade dann, wenn zu wenig Rauhfutter gefüttert wird. Einstreu auf Spänen in der Box ohne Gaben von Heu oder Stroh können unter Umständen auf Dauer zum Koppen führen.

Diese Verhaltensstörung kann zu Magenverstimmungen führen und erhöht das Risiko einer Kolik.
Britische Wissenschaftler haben bereits im vergangenen Jahr einen Zusammenhang zwischen entzündlichen Veränderungen des Magens und dem Koppen nachgewiesen. Sie untersuchten 19 koppende Fohlen und 16 junge Pferde, die nicht koppten. Sie stellten fest, dass die Mägen der "Aufsetz-Kopper" deutlich häufiger durch Entzündungen und Magenge-schwüren geschädigt waren. Zudem war der Magensaft der "Kopper" mit pH 6,05 deutlich saurer als bei unauffälligen Pferden (pH 6,58).
Säure neutralisierende oder bindende Futtermittel, um den pH-Wert des Magensaftes anzuheben, sind nach Ansicht der britischen Forscher eine gute Therapie. Solche Antiacide oder Antazida sind meist Mischungen aus Hydroxiden oder Carbonaten aus Calcium, Magnesium und Aluminium. Durch eine "Anti-Säure-Diät" verbessere sich der Zustand der Mägen deutlich. Auch die Häufigkeit und die Intensität des "Aufsetz- Koppens" nehme zudem so deutlich ab. Eine zu hohe Kraftfuttergabe im Verhältnis zum Rauhfutter erhöht hingegen den Säuregehalt der Magenflüssigkeit, der wiederum ein Faktor für die Auslösung von Magengeschwüren darstellt.

Quelle: Nicol, C.J.; Davidson, H.P.D.; Harris, P.A.; Waters, A,J.; Wilson, A.D. (2002) Study of cribbiting and gastric inflammation and ulceration in young horses. The Veterinay Record, Vol 151 Nr. 22 pp. 658-662 (30. Sept. 2002)


Service-Informationen
 

Bildmaterial

Die Fotos können von Redaktionen in Schwarz-Weiß oder Farbe kostenlos per E-Mail angefordert werden unter:
michaela.berg(à)kilian.de
regina.richter(à)kilian.de (Sekretariat)

Ansprechpartner

Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich gerne wenden an:

Michaela Berg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 1 40
E-Mail: michaela.berg(à)kilian.de


V.i.S.d.P.
 

Herausgeber:

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion
:
Michaela Berg (verantw.)
Dr. med. Ute Quast

Wissenschaftliche Beratung:

Dr. med. vet. Alexander Pack
Prof. Dr. Roland Friedrich

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:

Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion animal
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 -140
Telefax: 0 64 21 / 2 93 -740

 

Fusszeile / Impressum