DGK e.V. -Sonderpressedienst 'Gesund durch die tollen Tage' Februar 2002
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Deutsches Grünes Kreuz, Karneval,Lärm,Kinderohren,Meningokokken,Karnevalsschminke,unbedenklich
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Sonderpressedienst 'Gesund durch die tollen Tage'
Februar 2002

Tipps gegen den Kater zu Karneval (1598 Zeichen)
 

(dgk) Ob Fasching, Karneval oder Fastnacht - egal wo, gefeiert werden die tollen Tage auf jeden Fall. Wenn die Stimmung steigt, steigt auch oft der Alkoholkonsum. Die Folge: Ein Kater. Er zeigt mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel seine Krallen. "Nie wieder Alkohol!", stöhnt mancher nach einer durchfeierten Nacht am nächsten Morgen. Doch ein Kater muss nicht sein.

Einige Tricks, damit auch der Tag danach erträglich wird:

  • Vor dem Genuss von Alkohol ist ausnahmsweise eine fettreiche Mahlzeit erlaubt. Denn Fett hemmt die Aufnahme von Alkohol ins Blut.
  • Zusätzlich zum Alkohol Wassertrinken ist das Mittel der Wahl, um einen Brummschädel zu vermeiden. Trinken Sie vor, während und nach der Party viel Mineralwasser, zur Not auch Leitungswasser. Durch Alkohol allein scheidet der Körper vermehrt Flüssigkeit und Natrium aus. Es kommt zu einer Austrocknung des Körpers (Dehydratation). Darauf reagiert vor allem das Gehirn empfindlich und protestiert mit heftigen Kopfschmerzen.
  • Trinken Sie nicht verschiedene alkoholische Getränke durcheinander.
  • Knabbern Sie ruhig zwischendurch Erdnüsse, Chips, Oliven und was es sonst noch an fett- und salzreichen Snacks gibt. Eine heiße Bouillon oder ein Salzhering, die altbekannten Hausmittel, sorgen am nächsten Morgen für Nachschub an Salz (Natriumchlorid).
  • Essen Sie hingegen keine süßen Brötchen mit Marmelade oder ähnlichem, denn Zucker verschlimmert den Kater. Das Gleiche gilt für süße Cocktails.
  • Wenn der Kater sich nicht vertreiben lassen will, hilft Sauerstoff. Ein Spaziergang an der frischen Luft tut dem strapazierten Körper gut.


Knaller und Böller bedrohen Kinderohren (1444 Zeichen)
 

(dgk) Einmal Cowboy oder Indianer sein und wild herumballern dürfen - mit Spielzeugrevolvern, Knallern oder Böllern. Dieser Wunsch geht jetzt zu Karneval für viele Jungen und Mädchen in Erfüllung. Doch der Lärm der lauten Geschosse kann das Gehör der Kinder dauerhaft schädigen: Nahe ans Ohr gehalten, kann schon ein einziger Knall aus einer Zündplättchenpistole die Hörsinneszellen empfindlich verletzen. Zwar kann sich der entstandene Hörschaden innerhalb der ersten Wochen wieder etwas zurückbilden. Er kann aber auch für das ganze Leben bleiben. In jedem Fall sollte man nach einem "Lärmunfall" den Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen.

Wichtig ist es natürlich, solche bleibenden Hörschäden schon im Vorfeld zu vermeiden. Kinder sollten wissen, wie empfindlich ihre Ohren sind und wie gefährlich Lärm sein kann. Im Zweifelsfall helfen Ohrstöpsel vom Hörakustiker, um Kinder und Erwachsene an den tollen Tagen vor Lärmattacken zu schützen. Denn die kleinen Cowboys greifen oft ohne Vorwarnung an.

Viele Erwachsene berichten, dass ihre Hörminderung oder auch ihr Tinnitus (Ohrgeräusche) im Anschluss an ein "Knalltrauma" an Silvester oder Karneval aufgetreten ist. Die Ohrgeräusche werden häufiger bei Männern als bei Frauen festgestellt, weil Männer oft in Berufen mit hoher Lärmbelastung arbeiten. Außerdem haben Untersuchungen ergeben, dass Tinnitus bei Jugendlichen, die regelmäßig sehr laute Musik hören, überdurchschnittlich oft auftritt.


Aschermittwoch einmal ohne Katerkopfschmerz (1738 Zeichen)
 

(dgk) Endlich ist es wieder so weit. Die Höhepunkte der "fünften Jahreszeit" rücken näher und allerorten wird feucht-fröhlich gefeiert. An die "Nachwehen" vom Vorjahr kann sich kaum jemand erinnern und so gehen die guten Vorsätze, es nicht zu übertreiben, erfahrungsgemäß im Trubel unter. Das rächt sich meist am Aschermittwoch, wenn sich die Auswirkungen des Feier-Marathons wie Übermüdung, Übelkeit oder Kopfschmerzen bemerkbar machen.

Über die Ursachen des zeitverzögert auftretenden Katerkopfschmerzes sind sich die Experten noch nicht einig. Klar ist, dass der Körper durch den Genuss von Alkohol Flüssigkeit und Mineralstoffe wie Natrium, Kalium oder Kalzium verliert. Diese Beeinträchtigung verlangsamt den Stoffwechsel und Kreislaufprobleme können auftreten. Mit viel Mineralwasser kann man diesem Verlust vorbeugen, am besten schon während der Feier. Wohltuend ist ebenfalls ein langer Spaziergang an der frischen Luft. Und wenn das nicht reicht, um die Schmerzen zu vertreiben, versuchen Sie es mit einem alten Hausmittel: Trinken Sie einen starken schwarzen Kaffee mit Zitrone. Untersuchungen der Universität Freiburg zeigen, dass Koffein eine schmerzlindernde Wirkung hat.

Wen die Vorstellung an diese Mixtur schaudert, kann sich auch mit dem Griff zur Kopfschmerztablette helfen. In manchen Präparaten ist neben den Schmerzmitteln Acetylsalicylsäure und Paracetamol das Koffein gleich mit enthalten. Schon vor dem Schlafengehen eingenommen, können die Beschwerden am anderen Tag oftmals deutlich abgemildert werden.

Weitere Informationen zum Thema Kopfschmerz sowie Kontaktadressen enthält ein vierseitiger Faxabruf, der unter der Nummer
0 190 / 66 11 97 (0,41 € /Min.) beim Deutschen Grünen Kreuz angefordert werden kann.


Clowns machen gesund (2436 Zeichen)
 

(dgk) "Lachen ist wie Aspirin, es wirkt nur doppelt so schnell", so der Komiker Groucho Marx von den Marx-Brothers. In Belgien, Japan, den USA und vielen anderen Ländern gehört die Humor- und Lachtherapie zu den anerkannten Heil- methoden im medizinischen Alltag. Lachen gehört zum festen Bestandteil der medizinischen Therapie bei den Urvölkern: Ob bei den nordamerikanischen Sioux, den australischen Aborigines, den neuseeländischen Maori oder in buddhistischen Kulturen - der schamanische Clown gilt als Heiler, denn er vertreibt die Traurigkeit und trägt zur Gesundung des Kranken bei.

"Wer lacht, wird schneller gesund", das bestätigen zahlreiche Studien mit Allergikern, Herzkranken, Menschen mit neurologischen Störungen oder Demenzkranken. Therapeutische Clowns versorgen Patienten mit der wichtigen Medizin Humor. Und mit Zuversicht. Denn ein Clown gibt niemals auf. Er findet immer eine Lösung, sei sie auch noch so grotesk. In Kinderkrankenhäusern sind die Medi-Clowns schon lange keine seltenen Gäste mehr. Spaßmacher für kranke Erwachsene dagegen sind leider hierzulande eine Rarität.

Vielleicht entdecken Sie einen Clown im Karneval oder verkleiden sich selber als Narr mit buntem Hütchen. Wer im Karneval ausgelassen feiert, tut Gutes für die seelische Gesundheit. Einmal in eine andere Rolle zu schlüpfen und die Konventionen links liegen zu lassen, nützt der Psychohygiene. Karneval ist ein Ausnahmezustand - und sich einmal außerhalb der normalen Regeln zu stellen, wirkt befreiend.

Außerdem ist Lachen gesund: Dabei werden über 80 Muskeln aktiviert, Stress abgebaut, Aggressionen werden gehemmt, Schmerzen für die Dauer des Lächelns um mehr als 50 Prozent weniger empfunden und der Blutzuckerspiegel sinkt. Außerdem wirken Lachfalten den Kummerfalten entgegen und haben daher auch eine kosmetische Auswirkung. Lachen bremst die Produktion der Stresshormone Adrenalin und Cortisol. Dadurch wird der Stoffwechsel ausgeglichener.

Lachen aktiviert das Immunsystem. Die Abwehrzellen sind besser in der Lage, Infektionen und auch Krebs zu bekämpfen. Lachen setzt Glückshormone (Endorphine) frei. Innere Spannungen lösen sich. Lachen ist die beste Entspannung für die Gesichtsmuskulatur. Lachen vertieft die Atmung, es wird vier Mal mehr Sauerstoff eingeatmet als normalerweise. Alles gute Gründe, ein fröhliches, heiteres, vergnügtes und zudem gesundes Fest in bunter Robe und mit Pappnase ausgiebig zu feiern.



Meningokokken 'schunkeln' mit (4500 Zeichen)
 

(dgk) Meningokokken sind Bakterien, die Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen hervorrufen. Übertragen werden die Bakterien über Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen durch die Luft wirbeln. Oder wenn man sich in bester Absicht "auf die Pelle rückt": Beim Knuddeln und Schmusen wechseln die Meningokokken ebenfalls mal die Seiten. Etwa jeder Zehnte beherbergt sie im Nasen-Rachenraum.

Weil sich die Menschen an den hohen Tagen des Karnevals besonders gerne nahe kommen, steigt auch die Gefahr einer Erreger-Übertragung. Außerdem tanzen die Narren gerne leicht bekleidet und mit entsprechendem Alkoholpegel durch Straßen, verrauchte Kneipen und Diskotheken, und so haben Viren und Bakterien ein leichtes Spiel. Nicht wenige Karnevalisten bekommen die Grippe oder einen grippalen Infekt. Im schlimmsten Falle aber sind Meningokokken die Ursache einer
"post-karnevalistischen" Erkrankung. So geschehen 1998 in Niederbayern. Fünf Jugendliche erkrankten in dieser Zeit an einer Meningokokken-Hirnhautentzündung, ein 16-Jähriger starb. Die Meningitis beginnt plötzlich mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Erbrechen, die Patienten fühlen sich abgeschlagen und schwer krank: Nackensteifigkeit ist ein typisches Zeichen einer Hirnhautentzündung. Das gefährlichste Krankheitsbild ist die Meningokokken- Blutvergiftung, die fast immer tödlich endet.

Etwa 750 Menschen erkranken pro Jahr in Deutschland an Meningokokken- Infektionen, 40 Prozent sind Kinder unter vier Jahren. Weitere 20 Prozent der Erkrankten sind Teenager und junge Erwachsene. 75 Todesfälle gehen in jedem Jahr auf das Konto der Meningokokken, zentralnervöse Folgeschäden oder Hörstörungen behalten 10 bis 20 Prozent der Patienten zurück. Kleine Kinder sind durch Meningokokken-Infektionen besonders gefährdet, da ihr Abwehrsystem mit diesem Bakterientyp noch nicht fertig wird. Der Grund für die Häufung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 24 Jahren liegt vermutlich im innigen Miteinander in dieser Altersgruppe. Das war sehr wahrscheinlich auch bei den Jugendlichen der Fall, die 1998 gut gelaunt verschiedene Faschingsveranstaltungen besucht hatten.

Meningokokken sind vielgestaltig: So gibt es fünf verschiedene Typen, die eine Erkrankung verursachen. In Deutschland und Europa spielen die Typen B und C eine zentrale Rolle. Gegen Typ B gibt es keinen Impfstoff. Zwar arbeiten die Forscher mit Hochdruck an der Entwicklung, aber es wird noch einige Jahre dauern, bis der Impfstoff auf den Markt kommt. In Deutschland verursacht Typ C mittlerweile bereits jede fünfte Infektion - dieser Typ wurde auch bei dem Krankheitsausbruch in Niederbayern nachgewiesen. Typ Y und W135 machen dagegen nur wenige Prozent aus, Typ A spielt hierzulande keine Rolle, er ist eher in den Tropen beheimatet. Impfstoffe gegen Typ C, A, Y und W135 sind verfügbar. Wenn Kinder unter zwei Jahren mit diesen Impfstoffen geimpft werden, ist allerdings mit einer eingeschränkten Immunantwort zu rechnen. Durch die Entwicklung so genannter Konjugatimpfstoffe können sie jetzt aber zuverlässig vor den Meningokokken des Typs C geschützt werden. Diese Konjugatimpfstoffe "überlisten" das kindliche Immunsystem und regen es zum Aufbau der Abwehr an. Für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist der Meningokokken-C-Konjugatimpfstoff aber ebenso geeignet.

Wenn der Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung besteht, muss sofort mit Antibiotika behandelt werden. Werden dann im Labor Meningokokken nachgewiesen, müssen auch die Familie, Freunde und andere Kontaktpersonen vorsorglich Antibiotika erhalten. Das ist der einzige Weg, um im unmittelbaren Umfeld des Patienten weitere Erkrankungsfälle zu verhindern. Werden mehrere Fälle registriert oder droht sogar eine Ausweitung des Ausbruchs, empfehlen die Gesundheitsbehörden eine generelle Impfung - vorausgesetzt natürlich, dass es ein Meningokokken-Typ ist, gegen den es Impfstoffe gibt.

Im Moment richtet sich die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission - dem Expertengremium für Impffragen am Robert Koch-Institut - an besonders gefährdete Personen mit Immundefekten oder fehlender Milz. Weiterhin sollten sich alle Schüler und Studenten impfen lassen, die einen längeren Aufenthalt in Ländern planen, in denen bestimmten Meningokokken-Typen gehäuft auftreten. Eine Meningokokken-C- Impfung wird demnach beispielsweise für England, Irland und Spanien und einige Provinzen Kanadas empfohlen, für die USA eine Impfung gegen die Typen A, C, W135 und Y.


Vorsicht beim Spiel mit dem Feuer (1029 Zeichen)
 

(dgk) "Feuerschlucker" erfreuen sich nicht nur in Karnevalszeiten, sondern auch auf Partys oder bei Kinderfesten großer Beliebtheit. Wer Feuerschlucken - besser "Feuerspucken" - will, muss dafür eine brennbare Flüssigkeit in den Mund nehmen. Diese wird dann über eine kleine Flamme "gespuckt" und entzündet sich dabei. Die Brennstoffe können für die Lunge hochgiftig sein. Sie dürfen keinesfalls geschluckt werden oder durch Husten oder "Verschlucken" in die Lunge geraten, weil dies zu schweren, unter Umständen lebensbedrohlichen Lungenentzündungen führen und eine lang anhaltende Schädigung der Lunge die Folge sein kann. Auch Erblindungserscheinungen sind möglich.

Daher die Warnung: Das artistische Spiel mit dem Feuer, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, kann lebensgefährlich sein. Dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) wurden in den vergangenen Jahren acht Fälle von Vergiftungen beim Feuerschlucken durch leichtfertigen Umgang mit Flüssigbrennstoffen gemeldet.


Karnevalsschminke unbedenklich? (2780 Zeichen)
 

(dgk) Je bunter, desto lustiger. Karneval, Fasenacht oder Fasching ist nicht nur die Zeit des Verkleidens, sondern auch des Schminkens. Und da gibt es ganz raffinierte Geschichten, um sein Gesicht zu verändern, um es schöner oder bewusst hässlicher zu machen. Vor allem Kinder schminken, verkleiden und verwandeln sich gern in Clowns, Tiger oder Fantasiefiguren - mit viel Farbe auf der Haut.

Doch sind diese Mal-Produkte auch unschädlich für die empfindliche Gesichtshaut? Die Stiftung Warentest hat vor zwei Jahren verschiedene Make-up-Sortimente, Schmink- und Glitzerstifte auf unerwünschte und möglicherweise gefährliche Inhaltsstoffe wie Arsen, Blei, Chrom, Quecksilber oder Nickel getestet. In keinem Fall wurde eine Überschreitung der gesetzlichen Höchstwerte festgestellt. Gesundheitliche Bedenken gibt es also keine.

Dennoch können die Malfarben bei Kindern mit empfindlicher Haut manchmal allergische Reaktionen auslösen. Denn obwohl nach der Kosmetikverordnung auch in Karnevalsschminken Konservierungs- und Farbstoffe nur in gesundheitlich unbedenklichen Mengen vorkommen dürfen, reagieren Kinder und Allergiker häufig mit Hautirritationen auf die Farben.

Wer weiß, auf welche Stoffe sein Kind allergisch ist, kann die Inhaltsstoffe auf der Verpackung prüfen oder gegebenenfalls beim Hersteller nachfragen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch selbst einen Hauttest durchführen: Am besten vor den tollen Tagen an einer Stelle im Gesicht oder noch besser auf der Innenseite des Oberarms die Schminke testen. Treten innerhalb von zwei Tagen Rötungen oder Juckreiz auf, sollte auf das Produkt verzichtet werden.

Damit das bunte Treiben für die kleinen Jecken nicht auf Kosten der Gesundheit geht, ist es wichtig, vor dem Auftragen der Schminke die Haut mit einer fetthaltigen Kindercreme vorzubereiten. Ein Nachteil: Wasserlösliche Schminken haften schlechter auf dem fettigem Untergrund, lassen sich aber leichter entfernen, sind atmungsaktiver als fettlösliche - das lästige Jucken fällt dadurch weg.

Wasserlösliche Schminke erkennt man daran, dass sie immer im nassen Verfahren mit Pinsel oder Schwämmchen aufgetragen werden muss. Bei Produkten auf Fettbasis stammen etwa zehn Prozent des Fetts aus Erdölprodukten.

Wer empfindliche Haut hat, sollte auf phosphoreszierende Farben verzichten. Glitter immer nur gebunden als Gel oder Creme auftragen. Nie pur - ohne schützende Schminkschicht - auf die Haut pudern. Auch Schminke ist nicht unbegrenzt haltbar: Hände weg, wenn der Tiegel ranzig riecht oder sich Wasser und Öl abgesetzt haben.

Bei Allergikern allerdings kann dickes Eincremen vor dem Schminken nicht vor allergischen Reaktionen schützen, da die Inhaltsstoffe dennoch mit der Haut und ihrem Immunsystem nach kurzer Zeit in Kontakt kommen.


Purzelnde Pfunde in der Fastenzeit (2353 Zeichen)
 

(dgk) Gefastet wird heutzutage längst nicht mehr nur aus religiösen Motiven. Zum Beginn der christlichen Fastenzeit am Aschermittwoch haben viele Deutsche ihre erste Fastenkur des Jahres sogar schon hinter sich. Denn immer mehr Menschen entdecken die heilsamen Vorzüge des freiwilligen Nahrungsverzichtes und schwärmen von einem neuen Lebensgefühl durch das Verlieren der Pfunde.

Fasten bedeutet: freiwilliger Verzicht auf feste Nahrung, ohne zu hungern. Fasten baut Gifte und Schlacken in inneren Organen ab, die der Körper jahrelang gespeichert haben kann, reguliert den Stoffwechsel, kräftigt das Bindegewebe, sorgt für gesündere Haut und stärkt das Immunsystem.

Fasten hat also nichts mit Nulldiät und absolutem Verzicht auf Nahrung zu tun. Der Fastende kann zwischen einer Kur mit Molke, Tee, Gemüsebrühe oder Fruchtsäften wählen. Auf anderen Fasten-Speiseplänen stehen Obst, Milch und Weißmehlbrötchen.
Getränke und Brühen sorgen für die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe. Im Laufe der Kur schaltet der Körper von äußerer auf innere Ernährung um. Kohlenhydrat-Reserven der Leber und Muskeln werden verbraucht, Eiweiße zerlegt und in Zucker umgewandelt, schließlich schmelzen die Fettdepots. Dabei werden Stoffwechselgifte über Darm, Haut und Nieren ausgeschieden.

In den ersten beiden Fasttagen muss der Darm gründlich geleert werden, damit die angesammelten Gifte den Körper verlassen. Dabei kann ein Einlauf mit einem Klistiergerät oder die Einnahme von im Wasser gelösten Glauber- oder Bittersalz helfen.

Tipp: Gemeinschaftliches Fasten mit dem Partner oder in der Familie macht mehr Spaß und gegenseitiges Motivieren ist garantiert. Das erste Mal sollte man nur nach fachkundiger Anleitung fasten. Fastenpläne und Rezepte können bei Ärzten erfragt werden oder sind in vielen Fastenführern nachzulesen.
Menschen etwa mit Diabetes mellitus, Krebserkrankungen oder Essstörungen sollten ausschließlich in Kliniken fasten. Während der Schwangerschaft und Stillzeit muss auf eine Fastenkur verzichtet werden. Wie lange und wie oft gefastet wird, hängt von der körperlichen Verfassung des Fastenden ab. Mindestens 14 Tage, nie mehr als 40 Tage.
Wichtig ist aber immer: viel trinken, natürlich keinen Alkohol, auch wenn der Fastende keinen Durst verspürt. Sportliche Betätigung regt den Stoffwechsel an und beugt dem Abbau der Muskelmasse vor.


Die Jecken müssen sich warm schunkeln (633 Zeichen)
 
(dgk) Ob beim Sturm auf das Rathaus, beim Rosenmontagszug oder beim fröhlichen Zusammenfeiern vor der Kneipe, weil diese überfüllt ist: Die Frühlingssonne könnte den Jecken dann schon zusätzlich einheizen - wenn sie denn kommt. Wenn es aber doch aus allen Eimern gießen, Minusgrade oder gar wie im vergangenen Jahr vereinzelt Eis und Schnee geben sollte, hier sicherheitshalber ein paar Tipps zum Warmbleiben: dicke Socken an die Füße, Mütze statt Perücke auf den Kopf, Tee in der Isolierkanne statt Hochprozentigem in der Flasche. Und ansonsten: Bützjen verteilen (Küssen), Tanzen, Kamelle-Sammeln und vor allem kräftig Schunkeln.


Dicke Luft unter Karnevalsmasken (1585 Zeichen)
 

(dgk) Nur ein einziges Mal aussehen wie ein Filmstar, eine Horrorfigur, Kanzler Schröder, Albert Einstein oder Schumi und selber nicht erkannt werden. Im Karneval ist vieles möglich - dank der Masken aus Gummi oder Latex. Doch Vorsicht: Was sich mancher Karnevalist während der tollen Tage über den Kopf zieht, lässt ihn am Aschermittwoch ziemlich alt aussehen.

Viele der Masken sind voller Schadstoffe und deshalb nicht empfehlenswert, berichtete die Zeitschrift Ökotest bereits im vergangenen Jahr. Unter den Masken herrscht dicke Luft: ein Schadstoffcocktail aus Weichmachern, die die Atemwege reizen, und Nitrosaminen, Phthalaten, Tributyzinn und andere zinnorganische Verbindungen, die im Verdacht stehen, Krebs erregend zu sein. Hautärzte bemängeln zudem, dass die Luftöffnungen viel zu klein sind. Die Folge: zu wenig Sauerstoff, Atemnot und starkes Schwitzen.

Ob die Maske aus PVC oder Latex ist und welche Inhaltsstoffe in den Masken enthalten sind, ist auf den Verpackungen oft nicht vermerkt.
Daher folgende Tipps:

  • Die Masken nur im Freien und nur so kurz wie nötig überziehen.
  • Neu gekauft, sollten sie erst mal ein paar Tage auf dem Balkon verbringen. Einige Schadstoffe verflüchtigen sich oder bleiben in nur noch geringer Konzentration zurück.
  • Die Masken eventuell mit Baumwolle auskleiden, dies erhöht den Tragekomfort und senkt die Schadstoffaufnahme. Auf gar keinen Fall vorher dick eincremen. In der Gesichtscreme setzen sich giftige Stoffe fest.
  • Eine echte Alternative und zudem Unikate sind selbst gebastelte Masken aus Papier, Pappmasche oder Stoff.
 

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